eBaugesuch lanciert 06.10.2020, 13:34 Uhr

Stadt Zürich digitalisiert Baugesuche

Wer in der Stadt Zürich bauen möchte, kann nun ein entsprechendes Gesuch komplett elektronisch einreichen - sozusagen «im Pyjama» wie es auf der Zugangsseite heisst.
In der Stadt Zürich lassen sich nun Baugesuche elektronisch einreichen
(Quelle: Jens Stark/NMGZ )
Ob Dachgeschossausbau, Autoabstellplatz oder grosses Neubauvorhaben: Rund 3700 Baugesuche behandelt das Amt für Baubewilligungen der Stadt Zürich jedes Jahr. Nun können diese Eingaben komplett digital eingereicht werden. Denn die Limmatstadt hat mit «eBaugesuch» das digitale Baubewilligungsverfahren lanciert.
Die Baueingabe kann somit neu ortsunabhängig und rund um die Uhr erfolgen: Pläne, Berichte und Fotos lassen sich gemäss Mitteilung auf die digitale Plattform des Kantons Zürich hochladen. Die Einbindung bekannter Datenquellen – zum Beispiel das geografische Informationssystem (GIS) – erfolge automatisch, heisst es.
Durch das «eBaugesuch» werde ein durchgängiger Daten- und Informationsaustausch gewährleistet. Antragsteller haben die Möglichkeit jederzeit den Status des Baugesuchs abzufragen. Der finale Bauentscheid ist schliesslich für alle Berechtigten digital einsehbar.

Rechtliche Grundlagen müssen noch folgen

Aus technischer Sicht ist bereits heute ein vollständig digitaler Baubewilligungsprozess möglich, die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen im Kanton Zürich sind jedoch noch nicht vorhanden. Gesuchstellende müssen so zusätzlich zur digitalen Eingabe gewisse Unterlagen in Papierform einreichen. Auch der Bauentscheid zuhanden der Bauherrschaft wird nach wie vor in gedruckter Form verschickt.
Um einen durchgängig elektronischen Baubewilligungsprozess zu ermöglichen, seien insbesondere im Verwaltungsverfahrensgesetz (VRG), im Planungs- und Baugesetz (PBG) und der Bauverfahrensverordnung (BVV) die entsprechenden Bestimmungen zu schaffen beziehungsweise anzupassen, heisst es seitens der Stadt. Der Kanton Zürich arbeite daher im Rahmen des Projekts «eBaugesucheZH – volldigital» mit allen Nutzergruppen an einem entsprechenden Vorschlag zuhanden des Regierungsrats.


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