Digitalisierung 2020 26.11.2019, 14:35 Uhr

Diese 5 Technologietrends muss jeder CIO kennen

Wer digitale Entwicklungen richtig einzuschätzen weiss, kann seinem Unternehmen gewinnbringende Wettbewerbsvorteile sichern. Gartner nennt die fünf wichtigsten Digitaltrends für das kommende Jahr, die jedem CIO geläufig sein sollten.
(Quelle: Andrey Suslov / Shutterstock.com )
Digitale Entwicklungen beeinflussen die Art und Weise, wie Menschen mit Technologien umgehen und diese im alltäglichen Leben einsetzen. Auch CIOs dürfen diese Digitaltrends nicht verborgen bleiben, denn sie bilden oftmals die Basis für innovative Produkte und Lösungen.
So setzt beispielsweise der Pizzalieferdienst Dominos auf eine Multiexperience-Strategie, die den Kunden ermöglichen soll, ihre Bestellungen über sämtliche Technologie-Kanäle zu ordern - vom klassischen Telefonanruf bis zum Alexa Skill. Der Status der aufgegebenen Bestellung ist über einen Tracker jederzeit verfolgbar und die Auslieferung übernimmt ein autonomes Fahrzeug.
Das Beispiel zeigt, dass auch Unternehmen abseits der Digitalbranche immer mehr auf Innovation setzen, um ihren Kunden ein nahtloses digitales Erlebnis zu liefern. Die Digitalisierung kann so massgeblich zur Kundenzufriedenheit beitragen.
Neben der Multiexperience hat das Analystenhaus Gartner noch fünf weitere Technologietrends ausgemacht, die das kommende Jahr prägen werden:
1. Multiexperience: Verschiedene Geräte und Apps müssen ganzheitlich mit dem Nutzer und miteinander interagieren - unabhängig von der jeweiligen Plattform. Entsprechend ist es unabdingbar, dass eine Lösung mit einem einheitlichen User Interface sowohl auf dem Desktop als auch auf Touch-gesteuerten Geräten wie Smartphones, Tablets oder Smart Screens funktioniert. Auch eine Bedienung per Sprache ist egal ob im B2C oder B2B-Bereich unerlässlich. In Zukunft werden auch 3D-Gesten und Interaktionen in virtuellen Welten via AR und VR hinzukommen. Als Startpunkt eignet sich laut Gartner immer eine durchdachte Mobillösung.
2. Interfaceless: Da Anwender in der Regel bereits über ein breites Sortiment an Eingabegeräten wie Smartphones, Tablets und dergleichen verfügen, können optische Schnittstellen zur Bedienung bei neuen Geräten eingespart werden. Bereits heute verfügen die meisten Lösungen im IoT über keine eigenen Eingabeelemente mehr, vielmehr erfolgt die Steuerung per mobiler App auf dem hochauflösenden Bildschirm des Endgeräts. Für CIOs ermöglicht dieser Trend laut Gartner neue Herangehensweisen an das digitale Produktmanagement. So lassen sich etwa Hauptprodukte mit digitalen Erweiterungen und Diensten ausbauen - ohne zusätzliche Hardware.
3. Agent Interfaces (Sprachsteuerung): Die Interaktion mit Apps und Diensten via Sprachsteuerung wird im kommenden Jahr weiter an Fahrt aufnehmen. Schon jetzt lassen sich über Smarte Assistenten wie Alexa, Google Assistant oder Cortana viele komplexe Eingaben auf wenige Sprachbefehle reduzieren. Auch in professionellen Lösungen wird  vermehrt auf die Bedienung per Sprache gesetzt - etwa bei Salesforce Einstein oder IBM Watson. Die Technologie nähert sich dem Mainstream an und darf daher auch von CIOs nicht mehr unbeachtet bleiben, heisst es von den Gartner-Experten.
4. Payment per Gesichtserkennung: Die Nutzung von Kreditkarten und Bargeld wird weiter abnehmen. An ihre Stelle treten digitale Zahlungsverfahren, die auf das Scannen von QR-Codes und eine Authentifizierung per Gesichtserkennung abzielen. In China sind solche Lösungen schon weit verbreitet, in der westlichen Welt erwartet Gartner vor allem durch Apples Face ID mit Apple Pay einen Anstieg an Popularität.
5. Inclusive Design: Das Konzept verfolgt den Grundgedanken, dass sich eine möglichst grosse Anwenderschaft am besten bedienen lässt, wenn möglichst alle Nutzungsszenarien berücksichtigt werden. Beim Produktdesign sollte daher eng mit Daten- und Analyseprofis zusammengearbeitete werden, damit die finale Lösung alle Segmente der Zielkunden widerspiegelt.


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