06.03.2018, 14:29 Uhr

Eine Woche mit Apples HomePod

Es wird Zeit für ein erstes Urteil, Kaufanleitung inklusive.
(Quelle: PCtipp / ze)
Der HomePod verkörpert Apples eigene Vorstellungen von einem intelligenten Lautsprecher mit Siri-Unterstützung. Allerdings ist es kein Geheimnis, dass sich die Wörter «Intelligenz» und «Siri» im selben Satz kaum vertragen.
Kein Wunder, preist Apple den HomePod in erster Linie als hochwertigen Musik-Lautsprecher an und versucht damit, einem Duell mit Amazon Alexa oder dem Google Assistant aus dem Weg zu gehen. Dem schliessen wir uns für den Moment gerne an; ein Vergleich wäre zum aktuellen Zeitpunkt unfair, solange Siri auf dem HomePod nur Englisch versteht. Wir werden ihr stattdessen später auf den Zahn fühlen, wenn der HomePod offiziell in der Schweiz angekommen ist.

Garnspulen-Optik

Der HomePod hat das Zeug dazu, um vom Fleck weg zu einer Design-Ikone zu werden. Der ganze Lautsprecher ist von einem feinen Garn ummantelt, sodass der HomePod mit den meisten Einrichtungen harmoniert. Apple bietet das Gerät alternativ in dunklem «Space Gray» an. Vor einer weissen Wand wäre das meine bevorzugte Farbe, weil kontrastreicher – denn der HomePod ist ein Gerät, das man gerne herumzeigt.
Das schnörkellose Design passt zu praktisch jedem Einrichtungsstil
(Quelle: PCtipp / ze)
Die Oberseite besteht aus einer Kunststoffplatte, die auf Berührungen reagiert und so zum Beispiel die Lautstärkeregelung ohne Stimme oder iPhone erlaubt. Ausserdem zeigt eine gediegene, bunte Animation, wenn Siri zuhört.
Die Kunststoffplatte reagiert auf Berührungen
(Quelle: PCtipp / ze)
Sehr gut gefällt auch das Stromkabel, das nicht nur farblich passend, sondern ebenfalls in den passenden Zwirn gehüllt ist. Egal, von welcher Seite der HomePod betrachtet wird: Er sieht immer gut aus.
Stilecht: Das Netzkabel ist in den passenden Stoff gehüllt
(Quelle: PCtipp / ze)

Die Einrichtung

… ist ein Kinderspiel. Der HomePod wird mit Strom versorgt und die «Home»-App auf dem iPhone gestartet. Das reicht, um den Assistenten auf den Plan zu rufen, der in wenigen Schritten durch die Installation führt. Details, wie zum Beispiel der Zugang zum WLAN, werden automatisch vom iPhone übernommen.
Der Assistent begleitet den frischgebackenen Besitzer in einer Minute durch die Installation
(Quelle: Screenshot / ze)

Do you speak Tschörmän?

Ein interessantes Detail zeigt sich bei der Sprachwahl, die zurzeit auf Englisch (USA, UK und Australien) beschränkt ist. Gleich darüber steht der Hinweis: «Wir melden uns, wenn Deutsch (Schweiz) unterstützt wird.» Oder anders ausgedrückt: Wer heute zu einem Importgerät greift, kann sicher sein, dass der HomePod später über ein Firmware-Update an die Schweiz angepasst wird.
Quasi bestätigt: Die CH-Version des HomePods ist nur ein Firmware-Update weit entfernt
(Quelle: Screenshot / ze)
Unser Testgerät war übrigens mit einem UK-Stecker ausgerüstet – also dem hässlichsten Stecker der Welt. Zusammen mit einem passenden Adapter wird daraus ein Klotz, der unbedingt versteckt werden muss, um den Gesamteindruck zu wahren. Wie das Internet weiss, lässt sich das Kabel mit einem unheimlich hohen Kraftaufwand abziehen – doch diese Möglichkeit betrifft scheinbar nur Reparaturen, da Apple (noch) kein einzelnes Kabel mit Stecker anbietet. Stattdessen wird es einfach für 29 US-Dollar getauscht. Es kann also sein, dass sich das UK-Kabel für diesen Betrag in ein CH-Kabel tauschen lässt – aber das ist zurzeit reine Spekulation.

iPhone-exklusiv

Für die Installation wird ein iPhone benötigt, und zwar ausschliesslich ein iPhone. Es gibt keinen Assistenten für ein Android-Gerät oder einen PC – und so viel wir wissen, ist in diese Richtung auch nichts geplant. Das unterscheidet den HomePod zum Beispiel von der App «Apple Music», die auch für Android angeboten wird oder von iTunes für Windows.

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