Google 17.11.2016, 10:50 Uhr

Bessere Übersetzungen dank neuronalen Netzen

Der Web-basierte Dienst Google Translate erhält ein grösseres Update. Laut Google soll der Dienst neuronale Netze anzapfen und dadurch mehr wie ein Mensch übersetzen können, nämlich Satz für Satz statt Wort für Wort.
Google hat seinen Übersetzungsdienst einer Generalüberholung unterzogen. Die Firma spricht in einem Blogeintrag vom grössten Update, der die Errungenschaften der letzten zehn Jahre übertreffen soll.
Kern der Neuerung ist die «Neural Machine Translation» genannte Technik, die nun erstmals zum Einsatz kommt. Sie soll es dank Rückgriff auf neuronale Netze erlauben, Texte Satz für Satz zu übersetzen, statt bis anhin Wort für Wort. Dadurch sollen die Übersetzungen «natürlicher» klingen, so als stammten sie von einem Dolmetscher aus Fleisch und Blut. Der Dienst wird zunächst für acht Sprachpaare ausgerollt, nämlich für Englisch und Deutsch sowie Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch, Japanisch, Koreanisch und Türkisch. Die Funktion kommt zunächst in der Google-Suchmaschine, der App Google Übersetzer für iOSund Androidsowie auf der entsprechenden Webseite zum Einsatz. Durch die Verwendung neuronaler Netze soll der Dienst zudem von Mal zu Mal besser werden, da er fortlaufend an seinem Übersetzungsstil arbeitet. Dabei soll zudem die von Google seit längerem ins Leben gerufene Translate Community helfen. Hier kann jeder Anwender, der mehr als eine Sprache genügend beherrscht, eigene Übersetzungen beisteuern und das System mit diesen füttern. Dass die «Neural Machine Translation»-Technik noch dazulernen muss, wird schon beim ersten Dolmetschversuch klar. Denn den englischen Text von Googles Blogeintrag übersetzt das System noch in ein eher holpriges Deutsch (vgl. Screenshot).


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