Ausstellung 02.04.2019, 14:48 Uhr

Virtuell den Klimawandel in den Alpen erleben

Eine virtuelle Welt mit dem Grossen Aletschgletscher im Mittelpunkt soll aufzeigen, wie sich eine Klimaerwärmung um zwei Grad auf die Landschaft auswirkt.
Um das Jahr 1850 wurde der Grosse Aletschgletscher seinem Namen gerecht
(Quelle: zvg )
Was bedeutet es, wenn sich die Welt um zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit erwärmt? Forschende haben eine virtuell begehbare Welt rund um den Grossen Aletschgletscher geschaffen, in der die Folgen des Klimawandels für die Alpenregion erlebbar werden.
Forschende der Universität Freiburg und der Zürcher Hochschule der Künste haben die virtuell begehbare Alpenregion modelliert und in Zusammenarbeit mit weiteren Hochschulen und dem Nationalparkzentrum eine Ausstellung entwickelt. Teilnehmende der «Expedition 2 Grad» erleben virtuell die Region um den Grossen Aletschgletscher - mal durch die Augen ihrer Grosseltern, mal durch die zukünftiger Generationen, wie die Universität Freiburg am Dienstag mitteilte.
So werde die abstrakte Erderwärmung direkt sichtbar mit ihren Folgen, beispielsweise dass die Schweizer Gletscher bis Ende dieses Jahrhunderts praktisch verschwunden sein werden. Die virtuelle Reise soll zum Denken anregen über individuelles Verhalten und gesellschaftliche Anstrengungen, um den Klimawandel aufzuhalten.
Die Ausstellung gastiert von April bis August in Zernez im Kanton Graubünden und anschliessend bis Januar 2020 in Naters im Kanton Wallis. Das Forschungs- und Kommunikationsprojekt «Expedition 2 Grad» wurde vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt.
So könnte das Gebiet des Grossen Aletschgletschers Ende des 21. Jahrhunderts aussehen
(Quelle: zvg)


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