06.10.2009, 11:20 Uhr

Microsoft setzt auf Container-Server

Microsoft nutzt bei seinen beiden neuen Rechenzentren das Konzept «Datacenter in a Box». Dabei werden die Server in grossen Containern flexibel bereit gestellt.
Container statt Racks: Microsoft verbaut in den neuen Rechenzentren die Server in Containern, wie sie für den Warentransport verwendet werden (Quelle: Microsoft)
Wie das Portal Winfuture berichtet, werden in den neuen Microsoft-Rechenzentren in Chicago und Dublin die Server nicht wie bisher in einfachen Racks untergebracht. Stattdessen verbaut der Software-Konzern die Rechner in grossen Containern, wie sie auch zum Warentransport üblich sind. Dadurch lässt sich die Infrastruktur der Rechenzentren bei Bedarf flexibel erweitern oder zurückbauen.
Bisher sind von den insgesamt 56 Container-Stellplätzen im Chicagoer Rechenzentrum nur rund ein Dutzend belegt. Schon bald soll die Kapazität jedoch gesteigert werden. Insgesamt will Microsoft rund 500 Millionen US-Dollar in die Ausrüstung stecken.
Lagerhalle als RZ
Das irische Microsoft-Rechenzentrum westlich von Dublin wird für die Suchmaschine Bing genutzt und für Windows Live, Cloud-Services oder das Software-Service-Geschäft. Ursprünglich sollten die beiden neuen Rechenzentren schon vor einigen Monaten in Betrieb gehen, Der Software-Gigant verschob den Start jedoch aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage. Da sich die Aussichten inzwischen gebessert haben, entschied man sich jüngst, die beiden Einrichtungen doch schon jetzt anlaufen zu lassen.
Das Rechenzentrum in Chicago ist in einer einfachen Lagerhalle untergebracht, die von aussen nicht speziell gekennzeichnet ist. Microsoft will den genauen Standort aus Sicherheitsgründen nicht nennen. Man wählte den Ort vor allem wegen der niedrigen Energiekosten und weil in der Nähe wichtige Internet-Knotenpunkte liegen.


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