Manipulation von Fotos 03.07.2019, 14:47 Uhr

MIT entwickelt KI-gestützte Bildbearbeitungs-Software

MIT-Forscher setzen KI zur Bildbearbeitung ein. Die Lösung GANpaint Studio soll Objekte mit nur wenigen Klicks so intelligent wie möglich in einem Foto platzieren können. Langfristig könnte die Software auch in der Filmindustrie eingesetzt werden.
(Quelle: Sergey Tarasov / shutterstock.com )
Die Demo auf der Webseite vermittelt einen ersten Eindruck was die Software kann. Links im Bild das Original-Foto, Rechts die Manipulation.
Quelle: com! professional / Screenshot / GANPaint-Demo
Die Forscher am Massachusetts Institut of Technology (MIT) haben eine neue Software entwickelt, die die Manipulation von Fotos erheblich erleichtern soll. Die KI-basierte Lösung soll unter anderem dabei helfen, digitale Bilder schneller zu rendern und zu bearbeiten.
Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit IBM und dessen Watson AI Lab entstanden und trägt den Namen GANpaint Studio. Um einen ersten Eindruck der Lösung zu bieten, stellen die Forscher eine Demo-Version auf einer Webseite bereit. Dort stehen verschiedene Fotos von Kirchen wie etwa der Westminster Abbey samt Big Ben bereit. Der Nutzer kann das Bild nun mit zusätzlichen Objekten versehen. Aber auch die umgekehrte Version ist möglich. Ist dem Anwender der Himmel im Hintergrund zum Beispiel zu wolkig, können diese mit dem Radiergummi-Werkzeug entfernt werden.

KI verhindert unlogische Platzierung

Bilder zu manipulieren ist für Grafikschaffende grundsätzlich nichts Neues. Das Innovative an GANpaint Studio ist jedoch, dass der Nutzer nicht selbst die einzelnen Elemente in das Bild einbauen muss. Nach der Auswahl des gewünschten Objekts muss vielmehr nur noch der Bereich markiert werden, in dem dieses platziert werden soll. Die KI wählt dann darin einen passenden Standort aus. Des Weiteren kontrolliert die Software eingehende Befehle auf Plausibilität. So ist es beispielsweise nicht möglich, Bäume in den Himmel zu pflanzen. 
Wie die Wissenschaftler schreiben, befindet sich das Projekt noch in einer frühen Entwicklungsphase. Die meisten Manipulationswerkzeuge arbeiten noch nicht perfekt, Anpassungen an Bildern sind entsprechend deutlich zu erkennen. Die Demo zeigt jedoch recht gut, welches Ziel die Experten mit der Software verfolgen. Manipulationen sollen dann nicht mehr vom Original zu unterscheiden sein.
Wie sie selbst schreiben, soll es nicht nur bei der Bildbearbeitung bleiben. Auch Filme, in denen zum Beispiel eine wichtige Requisite vergessen wurde, sollen bald schon mit GANpaint Studio bearbeitet werden können.


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