Silicon-Valley-Elite nimmt Stellung 04.03.2020, 09:55 Uhr

Nur nicht Sanders

Nach aktuellem Stand des Vorwahlkampfs dürften sich Joe Biden und Bernie Sanders ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Nominierung zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten liefern. Derweil sind die Meinungen im Silicon Valley gemacht.
Bernie Sanders kommt bei der Elite im Silicon Valley nicht gut an, bei den Angestellten der Hightech-Firmen dagegen schon
(Quelle: Gage Skidmore )
Der US-amerikanische Vorwahlkampf tritt mit dem gestrigen «Super Tuesday» in die heisse Phase. Nach aktuellem Stand dürfte das Ringen um die Nominierung zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten auf ein Kopf-an-Kopf Rennen zwischen dem früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden und dem Senator aus Vermont, Bernie Sanders, hinauslaufen.
Derweil sind die Meinungen unter den Eliten im Silicon Valley gemacht, wie ein Bericht der «New York Times» suggeriert. Demnach ist den hauptsächlich befragten CEOs von Techfirmen und Risikokapitalisten fast jeder demokratische Herausforderer des sich zur Wiederwahl stellenden US-Präsidenten Donald Trump recht, ausser Sanders.

Buttigieg und Bloomberg als Favoriten

Mehrere der befragten Führungskräfte aus dem Silicon Valley hätten gerne Pete Buttigieg (der seine Kandidatur inzwischen aufgegeben hat) oder Mike Bloomberg als Kandidat der Demokratischen Partei gesehen. Beiden sind entsprechend grosse Summen an Wahlkampfunterstützung zugeflossen.
Gegenüber Sanders sind sie dagegen kritisch eingestellt. Dessen Pläne zur Einführung einer 35-prozentigen Unternehmenssteuer etwa stösst bei der High-tech-Elite auf Widerstand. «Wenn es dein Ziel ist, das Start-up-Ökosystem des Silicon Valley zu zerstören, wäre dies ein effizienter Weg, es zu tun», tweetete Adam Nash, früher Dropbox-Manager und heute Investor, als Antwort auf das Wahlversprechen des Vermonter Senators.
Ein Teil der befragten Hightech-Vertreter macht keinen Hehl daraus, dass sie sich im November wohl oder übel für Trump entscheiden würden, falls Sanders die Nominierung gewinnen sollte. Andere wie Oracles Larry Ellison haben sich schon jetzt zur Unterstützung des derzeitigen US-Präsidenten bekannt.

Bei den Angestellten ist Sanders Favorit

Während die Führungselite im Silicon Valley also auf Distanz zu Sanders geht, geniesst der selbsternannte demokratische Sozialist grosse Popularität bei den Angestellten der Techfirmen. Allein die Mitarbeiter von Google, respektive Alphabet sollen gemäss einer Statistik des Center for Responcive Politics bis zu eine halbe Million Dollar für dessen Wahlkampagne gespendet haben.


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