Cisco-Studie 18.02.2020, 14:44 Uhr

Security-Vorkehrungen werden umgangen

Security-Massnahmen schützen einerseits Unternehmen vor Angriffen. Sie können aber andererseits die tägliche Arbeit erschweren. 35 Prozent der Schweizer Anwender sehen sich daher regelmässig dazu veranlasst, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, um ihren Job zu erledigen.
Viele Angestellte ignorieren Security-Vorschriften, um ihre Arbeit machen zu können
(Quelle: 43824337)
Cisco hat die Ergebnisse einer Studie zum Thema Sicherheitsbewusstsein vorgestellt.  Die Umfrage unter 2000 Angestellten in 19 Ländern zeigt: IT-Sicherheit ist für beide Seiten eine Herausforderung. Unternehmen müssen sich aufwändig schützen, insbesondere weil viele Angriffe direkt auf die Mitarbeitenden abzielen. Diese wiederum neigen je nach Alter dazu, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen.
Ganze 77 Prozent der Befragten aus dem Raum Europa, Mittlerer Osten, Afrika und Russland sehen sich mindestens gelegentlich dazu gezwungen, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, um ihre Arbeit zu erledigen. Je jünger die Angestellten, desto häufiger kommen solche Sicherheitsverstösse vor.
In der Schweiz sehen sich 35 Prozent der Nutzer regelmässig dazu veranlasst; nur ein Viertel der Befragten hatte noch nie Veranlassung, die Vorkehrungen zu umgehen. Und nur wenig mehr nutzen Applikationen konsequent per VPN oder im Büro im sicheren LAN. Ebenfalls steht es nicht besonders gut um den Wissensstand der Schweizer Anwender: Mehr als ein Drittel ist sich keiner Gefahr bewusst. Eine weiteres Drittel hat von verseuchten E-Mails gehört, ein Viertel kennt immerhin den Begriff «Phishing».
«Die Resultate unserer Umfrage zeigen», sagt Bremtane Moudjeb von Cisco Schweiz, «dass die Usability im Bereich der ICT-Sicherheit eine wichtige Rolle spielt. Mit einer Zero-Trust-Security erhalten Mitarbeitende eine einfache, konsistente ICT-Erfahrung, unabhängig davon, wo und wie sie arbeiten.»


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