Ransomware 19.12.2017, 09:48 Uhr

Aargauer Altersheim zahlt Hackern Lösegeld

Ein Altersheim in Schöftland ist nicht nur das Opfer einer Ransomware-Attacke geworden. Die Aargauer Betreiber bezahlten den Erpressern Lösegeld bevor sie die Polizei und Melani einschalteten.
(Quelle: Foto: Fotolia / Santiago Silver)
Ein regionales Altersheim im aargauischen Schöftland ist im November Ziel eines Cyberangriffs geworden. Die Verantwortlichen nahmen die Drohung ernst und bezahlten. Die Polizei sowie die Bundesstelle Melani wurden erst später eingeschaltet.
Der Cyberangriff hatte im November stattgefunden, doch eine Anzeige sei erst am 13. Dezember eingegangen, bestätigte ein Sprecher der Aargauer Kantonspolizei am Dienstag einen Bericht der «Aargauer Zeitung». Die Ermittlungen seien erst in der Anfangsphase, hiess es weiter.
Beim Angriff auf das IT-System wurde ein Trojaner platziert, der den Zugriff auf die Informationen blockierte. Wieviel Geld das Altersheim locker machen musste, damit es wieder ungestört auf das System zugreifen konnte, ist nicht bekannt.

Dieser Virus macht nicht lange Federlesen und kommuniziert klar: Ihr Computer ist ernsthaft erkranktSämtliche Screenshots stammen alle aus dem Malware-Museum.

Die Verantwortlichen des Altersheimes kamen glimpflich davon. Weil die Patiendossiers auch manuell auf Karteikarten nachgeführt werden, waren die Informationen über die rund 100 Insassen jederzeit greifbar. Die Bewohnersicherheit sowie die Pflege- und Betreuungsprozesse seien zu jeder Zeit gewährleistet gewesen, sagte Altersheimleiter Thomas Steidle der «Aargauer Zeitung».
Sowohl die Polizei wie auch die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) des Bundes raten, nicht auf solche finanzielle Forderungen einzugehen.


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