Cyberangriff 08.05.2020, 09:32 Uhr

Hacker nehmen Stadler ins Visier

Hacker haben die IT von Stadler mit Schadsoftware angegriffen. Dem Zughersteller zufolge gelang es ihnen dabei, Daten abzugreifen.
Stadler belieferte die SBB etwa mit dem neuen Gotthardzug «Giruno»
(Quelle: SBB CFF FFS)
Der Zughersteller Stadler ist von Hackern angegriffen worden. Es habe eine Attacke mit Schadsoftware gegeben, teilte das Thurgauer Unternehmen in einem Communiqué mit. Dabei habe «mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Datenabfluss noch nicht genau bekannten Ausmasses stattgefunden».
Wie es in der Mitteilung heisst, leitete man bei Stadler umgehend Sicherheitsmassnahmen ein und kontaktierte die zuständigen Behörden. Den Angriff hätten interne Überwachungsdienste festgestellt.
Stadler geht laut eigenen Angaben von einer professionellen Attacke aus. Denn die unbekannte Täterschaft versuche nun, Stadler unter Forderung hoher Geldbeträge zu erpressen und mit der möglichen Veröffentlichung von Daten unter Druck zu setzen. Damit wollten sie dem Unternehmen und seinen Mitarbeitenden schaden, hiess es. 
Neben den Sicherheitsmassnahmen habe Stadler auch externe Spezialisten beigezogen. «Die Backup-Daten des Unternehmens sind vollumfänglich vorhanden und funktionsfähig», schreibt das Unternehmen weiter. Alle beeinträchtigten Systeme würden derzeit wieder hochgefahren.
Stadler versichert schliesslich, dass trotz Corona-Pandemie und Cyberangriff die Weiterführung der Produktion neuer Züge sowie der Service-Dienstleistungen gewährleistet sei.


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