Sicherheits-Abc für Windows

Internet Explorer, Java, Login und Netzwerk

Internet Explorer

Der alte Microsoft-Browser ist auch noch in Windows 10 vorhanden. Aus der Perspektive der Sicherheit gibt es aber nur noch einen guten Rat, was den Internet Explorer angeht: Finger weg. Der einzige Grund, warum der Internet Explorer überhaupt noch einen Platz in Windows 10 hat, ist die Kompatibilität für Unternehmen. Sofern Sie den Internet Explorer nicht brauchen, verwenden Sie einen anderen Browser.

Java

Java und der Flash Player sind zwei der grossen klassischen Sicherheitslücken in Windows-Systemen. Java ist eine Software-Plattform, auf der in Java programmierte Software aufbauen kann. Sobald Sie also Programme verwenden, welche die Java-Plattform brauchen, sind Sie auf diese angewiesen. Als Nutzer gibt es dabei eine wichtige Grundregel zu beachten: Halten Sie Java aktuell.
So löchrig Java stellenweise ist: Hersteller Oracle hält die Software mit regelmässigen Patches aktuell und stopft Sicherheitslücken. Die neuste Version finden Sie unter java.com/de/download.
Beim Flash Player können Sie möglicherweise sogar einen Schritt weiter gehen: Deinstallieren Sie den Player einfach mal. Die meisten Onlineportale funktionieren mittlerweile ohne Flash. Es ist also gut möglich, dass sich für Sie nichts verändert. Falls Sie doch einmal auf einer Webseite landen, die dringend Flash verwenden will, lassen Sie den Seitenbetreiber am besten wissen, dass die Tage von Flash gezählt sind.

Login

Sichern Sie Ihren PC korrekt ab. Vor allem für Laptops ist dieser Punkt zentral. Glücklicherweise hat Windows 10 eine Fülle von Möglichkeiten, um den Zugang für Dritte zu sperren.
Die Nutzerverwaltung von Windows 10 hat einige Sicherheitstricks auf Lager
(Quelle: NMGZ<br />)
Als Erstes benötigen Sie ein starkes Passwort. Dafür gelten die üblichen Regeln: Mehr als 12 Zeichen, Gross- und Kleinbuchstaben, Zahlen, Sonderzeichen und keine Wörter, die man in einem Wörterbuch finden kann. Falls Ihnen das zum Eintippen zu mühsam ist, setzen Sie eine PIN. Diese können Sie schneller eintippen. Microsoft hat die Anzahl möglicher Falscheingaben limitiert, damit Dritte nicht alle möglichen Kombinationen durchprobieren können.
Auch nützlich ist Windows Hello. Dabei handelt es sich um eine Authentifizierungsplattform von Microsoft. Verfügt Ihr Gerät über einen Fingerabdrucksensor oder eine Webcam, können Sie sich per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung einloggen. Bei der Dynamischen Sperre erkennt Windows automatisch, ob Sie am PC sind, und sperrt/entsperrt das Betriebssystem automatisch.

Netzwerk

Ein Heimnetzwerk sollte korrekt abgesichert werden, damit Eindringlinge keine Chance haben. Denken Sie dabei an die folgenden Punkte:
  • Verwenden Sie fürs WLAN eine eigene SSID (das ist der Netzwerkname) und ein starkes Passwort (lesen Sie dazu auch den vorherigen Tipp).
  • Nutzen Sie smarte Geräte wie Fernseher, Lampen etc., die nur einen Internetzugang benötigen, in einem separaten Gästenetz und nicht im Hauptnetz.
  • Deaktivieren Sie Extrafunktionen am Router wie WPS oder Telnet, sofern Sie diese nicht brauchen.
Weitere nützliche Einstellungen zum Netzwerk finden Sie in den Windows-Einstellungen unter Netzwerk und Internet. Unter anderem können Sie dort VPN-Verbindungen (Virtual Private Network) einrichten, Netzwerkadapter anpassen oder Hotspots verwalten.
Ein Blick in die Windows-Netzwerkeinstellungen lohnt sich auf jeden Fall
(Quelle: NMGZ)


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