FHNW- und ZHAW-Studie 24.07.2018, 14:32 Uhr

Smartphone – Freund und Feind der Jugendlichen

Jugendliche können nicht mehr existieren ohne ihr Smartphone. Sie selbst sehen aber mehr Chancen als Risiken bei der Nutzung der Geräte. Dies zeigt das Forschungsprojekt «Generation Smartphone» der FHNW und ZHAW, bei dem Jugendliche mitgeforscht haben.
Jugendliche sehen in Sachen Smartphone-Nutzung mehr Chancen als Risiken
(Quelle: SBB)
Auf ihr Smartphone zu verzichten, ist für die meisten Jugendlichen kaum möglich oder aufgrund seiner vielen positiven Eigenschaften gar nicht erstrebenswert. «Ich liebe mobiles Musikhören, mobiles leichtes Lesen, schnellen Kontakt mit anderen. Aber ich hasse den exzessiven Gebrauch von so vielen Teenagern, und dass er auch von mir erwartet wird», schreibt Emma, 16 Jahre alt, in ihrem Tagebuch für die Studie «Generation Smartphone», die von der Hochschule für Soziale Arbeit an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und der Fachgruppe Medienpsychologie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).
Diese Studie zeigt: Das Smartphone ist für Jugendliche der Angelpunkt ihres Alltags. Sie erhalten Schulinformationen über den WhatsApp-Klassenchat. Sie schauen Fahrpläne nach, benötigen es zum Lernen oder fotografieren Schulbuchseiten ab, damit sie das Buch nicht nachhause tragen müssen. Zudem spielt für sie das Handy auch bei der Entspannung und Unterhaltung eine wichtige Rolle. Auf ihr Smartphone zu verzichten, ist für die meisten Jugendlichen kaum möglich oder aufgrund seiner vielen positiven Eigenschaften gar nicht erstrebenswert.
Und doch: Viele Jugendliche fühlen sich wie Emma gestresst. In der Kommunikation gibt es die Verpflichtung, schnell zu reagieren. Bei unterhaltenden Inhalten hat das Smartphone zudem eine starke Sogwirkung. Denn es gibt immer noch ein interessantes Video, neue Nachrichten, noch mehr Bilder, Informationen und Fotos zum Anklicken und Anschauen. Im Forschungsprojekt wird aber auch deutlich, dass sich die Jugendlichen um einen sinnvollen Umgang mit dem Smartphone in ihrem Alltag bemühen und beispielsweise eigene Regeln aufstellen.


Das könnte Sie auch interessieren