Swisscom installierte bereits über hundert 5G-Antennen

Keine Zusatzerlöse erwartet

Betriebswirtschafter Schaeppi erwartet, dass bald breite Bevölkerungsschichten die neue Technologie nutzen: «Meine Prognose ist: Bis in fünf Jahren werden rund 80 Prozent der Schweizer ein 5G-Handy haben und 5G-Anwendungen nutzen.»
Urs Schaeppi, CEO von Swisscom, berichtet über den 5G-Netzausbau
Quelle: Archiv CW
Swisscom will in einer ersten Phase möglichst rasch eine breite Abdeckung der Schweiz erreichen, dafür müssten laut Schaeppi nicht so viele neue Antennen gebaut werden. Alle Kunden könnten mit den heutigen Abonnementen 5G standardmässig nutzen - allerdings mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung. «Aber wenn wir in einer zweiten Phase wirklich sehr schnelle Verbindungen erreichen wollen, müssen wir entweder die Grenzwerte erhöhen oder viel mehr Antennen bauen.»
Weil im Telekommarkt ein Verdrängungskampf herrscht, erwartet der Swisscom-Chef mit 5G keine direkten Zusatzerlöse. «Die Wahrscheinlichkeit, dass die Anbieter mit der 5G-Netzleistung zusätzliches Geld verdienen, ist relativ klein.» Deshalb sei die Strategie von Swisscom zusätzliche Dienstleistungen wie cloudbasierte Lösungen, Internet-der-Dinge-Anwendungen oder komplette IT-Lösungen anzubieten.
In der Schweiz kamen die 5G-Lizenzen im Februar unter den Hammer. Swisscom, Salt und Sunrise erwarben die 5G-Frequenzen für 380 Millionen Franken. Das Bieterrennen um die Frequenzen in der Schweiz hatte bei 220 Millionen für alle Frequenzen begonnen. Fünf Frequenzblöcke à 5 Megahertz blieben jedoch ungenutzt. Die ComCom will diese zu einem späteren Zeitpunkt erneut ausschreiben.


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