E-Banking 01.08.2019, 08:45 Uhr

chipTAN, pushTAN und Co.: Was bedeutet das?

Wir haben uns bei der Nutzung von Onlinebanking an smsTAN gewöhnt. Doch was ist schon wieder eine chipTAN? Und wozu ist die Mobile ID da? Computerworld erklärt die einzelnen Begriffe.
(Quelle: UBS/ZKB)
Wer seine Zahlungen per E-Banking erledigt, hat sich sicher an den Begriff smsTAN gewöhnt. Die Bank prüft mit dem Versand der Transaktionsnummer (TAN) Ihre Mobilfunknummer, dazu verschickt sie beim smsTAN-Verfahren einen Code per SMS. Doch da gibt es noch die Kartenleser und vielleicht haben Sie auch von pushTAN und photoTAN gelesen. Wir erklären Ihnen diese Begriffe.

chipTAN

Kartenleser der UBS
Quelle: UBS/zvG
Beim chipTAN-Verfahren werden drei getrennte Komponenten verwendet: eine Bankkarte, ein (TAN-)Generator und das Onlinebanking. Beim Generator kann es sich entweder um ein Kartenlesegerät oder um einen USB-Stick handeln. Der Generator verfügt nicht über Internetzugriff und kann somit nicht von extern angegriffen oder beeinflusst werden. Der Generator erzeugt die Transaktionsnummer (TAN). Die TAN wird auf dem Chip der eingesetzten (Bank-)Karte errechnet. Daher kommt der Name chipTAN. Ein Beispiel hierfür ist der gelbe Kartenleser der PostFinance. Trotz neuem E-Finance-Login kann das Kästli weiterhin verwendet werden. Bei der UBS gibt es die Login-Möglichkeit der Access Card mit Kartenleser. Die Zürcher Kantonalbank verwendet bei Bestandskunden noch eine «kleine Menge» von ZKB IdentyKeys (USB-Stick), wie uns auf Anfrage mitgeteilt wurde.
Die TAN (Transaktionsnummer) wird auftragsbezogen erstellt und ist nur für kurze Zeit gültig. Das chipTAN-Verfahren ist auch unter den Namen smartTAN oder eTAN bekannt.
Die Erzeugung der TAN kann folgendermassen erstellt werden:
  • chipTAN manuell: Hierbei müssen die Überweisungsdaten nicht nur am PC, sondern auch am TAN-Generator eingegeben werden.
  • chipTAN optisch/QR: Diese Variante ist ein wenig komfortabler. Der Kunde tippt die Überweisungsdaten online ein. Die Bank rechnet diese um und zeigt sie in Form eines (QR-)Codes. Sie stecken die Karte in den TAN-Generator und halten das Gerät vor die Grafik, damit die Auftragsdaten eingelesen werden. Dies erspart Ihnen das manuelle Eintippen. Die Daten müssen i.d.R. noch bestätigt werden, dann wird die TAN erstellt.
chipTAN wird seit mehreren Jahren als etabliertes Login-Verfahren für E-Banking verwendet. Laut Sicherheitsexperten von Eset gilt chipTAN aus heutiger Sicht als sicheres Verfahren.
Nachteil dieses Verfahrens: Wenn man den TAN-Generator nicht bei sich hat, kann man keine Bankgeschäfte erledigen.


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