HackZurich 17.09.2018, 14:30 Uhr

Zürcher Team gewinnt mit App gegen Fake-News

Am HackZurich wurde wieder gecodet was das Zeug hält. Während 40 Stunden entwickelten die Hacker rund 130 Prototypen. Am Ende konnte ein Zürcher Team den Wettbewerb für sich entscheiden.
Das DeepBuster-Team mit Jonathan Isenring (erster v.l.) und Rasmus Rothe (zweiter v.r.)
(Quelle: HackZurich )
Das Digital Festival ging dieses Jahr bereits in die dritte Runde. Der viertägige Grossanlass im Zürcher Schiffbau bot den Besuchern zahlreiche Labs, Keynotes und Sessions. Teil des Digital Festivals war auch heuer wieder der HackZurich. Letzten Freitagabend fiel im nahe gelegenen Technopark der Startschuss für den grössten Hackathon Europas.
Rund 5'500 Bewerbungen seien in diesem Jahr für den HackZurich insgesamt eingegangen. Ein neuer Rekord, wie der Mitorganisator Rasmus Rothe an der Eröffnungszeremonie erklärte. Das Teilnehmerfeld setzte sich schliesslich aus 550 Entwicklerinnen und Entwickler aus 65 Ländern zusammen. Gemäss Rothe stieg der Frauenanteil im Vergleich zum Vorjahr auf knapp einen Viertel an. Gecodet wurde im Anschluss jeweils in Gruppen von zwei bis vier Personen. Das Ziel war, in rund 40 Stunden einen funktionierenden Prototypen herzustellen, der am Sonntagmorgen von einer Fachjury bewertet wurde.
Rasmus Rothe eröffnete den HackZurich am Freitag
(Quelle: computerworld.ch)

Keynote, Tech-Talks und Workshops

Die Keynote kam an der Eröffnungszeremonie von Torsten Reil. Er kritisierte in seinem Vortrag, dass es in Europa – im Vergleich mit den USA oder China – viel zu wenig Start-ups gebe. Er motivierte die Anwesenden deshalb dazu, eine gute Idee weiterzuverfolgen und den Schritt zu wagen, ein Geschäft aufzubauen. Damit dies gelingt, hatte er auch gleich vier Ratschläge parat: Von Anfang an gross denken, ein Geschäftsmodell mit grossem Wachstumspotenzial finden, Risiken eingehen und von Beginn weg die richtigen Investoren finden. Reil spricht aus Erfahrung. Er selbst war Mitgründer und CEO von NaturalMotion. Das Spin-off der Universität Oxford spezialisierte sich auf Animationstechnologie für die Spiel- und Filmindustrie und wurde 2014 für 527 Millionen US-Dollar von Zynga aufgekauft.
Torsten Reil gab den Anwesenden in seiner Keynote Tipps zur Firmengründung
(Quelle: computerworld.ch)
Im Anschluss an Reils Präsentation präsentierten die Partner-Firmen ihre Challenges, mit denen es die Hacker zu tun bekamen. Zu den 16 Partnern gehörten dieses Jahr unter anderem die Raiffeisen, Swisscom, SRF, Avaloq oder Oracle. In verschiedenen Workshops konnten sich die Teilnehmer danach vertieft mit den Problemstellungen der Firmen auseinandersetzen und coachen lassen. Zur Inspiration und Abwechslung standen im Verlauf des Hackathons auch diverse Tech-Talks auf dem Programm – etwa von Google, Nvidia oder Sennheiser.

Zürcher Team gewinnt

Den HackZurich für sich entscheiden konnte erstmals in der Geschichte des Hackathons ein Team aus der Limmatstadt. Das Team DeepBuster entwickelte eine Applikation, die die Echtheit von Videos verifiziert und so Fake-News den Kampf ansagt.
Laut Angaben der Organisatoren sind während dem HackZurich gesamthaft mehr als 130 innovative und kreative Prototypen entwickelt worden. Darunter fanden sich etwa ein Flugsicherungssystem für Drohnen, neue Mobilitätslösungen oder auch Services für Banken.

Am dreitägigen HackZurich haben rund 550 Hackerinnen und Hacker mehr als 130 Prototypen entwickelt. Computerworld hat sich angeschaut, was im Zürcher Technopark los war.

Mit dem diesjährigen Digitaltreff zeigen sich die Organisatoren insgesamt sehr zufrieden. «Die dritte Ausgabe des Digital Festivals war ein grosser Erfolg», sagt Mitgründer und Geschäftsführer Jonathan Isenring. Die Plattform habe sich mittlerweile endgültig als grösster und bedeutendster Treff der Schweizer Digitalszene etabliert. «Wir blicken mit viel Enthusiasmus und Tatendrang der vierten Ausgabe im nächsten Jahr entgegen und freuen uns auf das Digital Festival 2019.»


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