Sunrise UPC sieht sich auf gutem Weg

Ohne konkrete Zahlen

Was all dies in Franken und Rappen bedeutet, bleibt offen. Umsatz- und Gewinnzahlen für das kombinierte Unternehmen werden keine genannt. Betont wurde lediglich, dass Sunrise allein im Gesamtjahr 2020 das versprochene Wachstum beim Betriebsgewinn mit einem Plus von 2,2 Prozent erreicht habe. Daraus lässt sich auf einen EBITDA von rund 683 Millionen schliessen. 
Machte noch keine Angaben zu einem Jobabbau: Sunrise-UPC-CEO André Krause
Quelle: Sunrise
Konkrete Zahlen publiziert hat jedoch der Mutterkonzern Liberty Global, allerdings in der Berichtswährung US-Dollar. Zudem enthalten diese Zahlen den Beitrag von Sunrise erst ab dem Zeitpunkt der Konsolidierung Mitte November. 
Demnach erzielte das Unternehmen im Schlussquartal einen Umsatz von 642,9 Millionen US-Dollar, was auf vergleichbarer Basis einem Rückgang von 2,6 Prozent entspreche. Der operative Gewinn auf Stufe EBITDA nahm derweil in dieser Sichtweise um 7,9 Prozent auf 254,4 Millionen US-Dollar ab. «Wäre Sunrise schon das ganze Quartal konsolidiert gewesen, hätten die Zahlen besser ausgesehen», sagte Krause. 

Keine News zu Jobabbau 

Keine grossen Neuigkeiten gab es zu den weiteren Schritten des Zusammenschlusses. «Wir sind immer noch am Start», so der CEO. Der ganze Prozess werde ein bis zwei Jahre dauern. Bekanntlich wird dies auch zu einem Abbau von mehreren hundert der heute rund 3'300 Stellen führen. Die Konsultationen dazu liefen, so Krause. Auch wegen dem Jobabbau rechnet er im laufenden Jahr mit «Fusionskosten» von 150 Millionen Franken. 
Auf der anderen Seite sei es das Ziel, «das Wachstumsmomentum weiter voranzutreiben». Er liess dabei durchblicken, dass er nicht primär eine Rabattschlacht plant. Vielmehr solle Sunrise UPC mit Innovationen und einer guten Infrastruktur punkten. 
Dazu zählten auch gute TV-Inhalte. «Wir bewerben uns wieder für die Eishockeyrechte», sagte Krause. Und dazu zähle auch ein gutes 5G-Netz. «In drei Vierteln der Kantone sind wir hier auf einem guten Weg», sagte er zum politischen Widerstand gegen den Netzausbau. In den anderen versuche man, Überzeugungsarbeit zu leisten. Notfalls werde der Rechtsweg beschritten: «Auch wir haben an einzelnen Orten Klagen laufen», so Krause.


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