Geschäftszahlen 29.10.2020, 09:16 Uhr

Leichter Umsatzrückgang bei Swisscom

Swisscom musste in den ersten neun Monaten des Jahres leicht Federn lassen. Sowohl Umsatz als auch Gewinn sind rückläufig. Zudem ist ein Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrat des Blauen Riesen geplant.
Swisscom-CEO Urs Schaeppi kommentiert die aktuellen Geschäftszahlen des Schweizer Telekommunikationsriesen
(Quelle: Swisscom )
Swisscom ist von der Coronakrise bisher nur leicht gestreift worden. Der grösste Schweizer Telekomkonzern hat in den ersten neun Monaten nur etwas weniger Umsatz und Gewinn gemacht. Die italienische Tochter Fastweb konnte weiter zulegen.
Insgesamt erzielte Swisscom von Januar bis September einen Umsatz von 8,20 Milliarden Franken. Das sind 3 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie der Schweizer Branchenprimus am Donnerstag mitteilte. Der operative Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) blieb mit 3,36 Milliarden Franken praktisch stabil (-0,1 Prozent).
Unter dem Strich erzielte die Swisscom einen Reingewinn von 1,17 Milliarden Franken. Das sind 1,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Mehr Umsatz und EBITDA als erwartet

Mit den Zahlen hat Swisscom die Markterwartungen übertroffen. Analysten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 8,14 Milliarden und einem EBITDA von 3,3 Milliarden gerechnet. Beim Reingewinn hatten sie 1,1 Milliarden Franken prognostiziert.
Auch wenn die Corona-Pandemie den Branchenprimus zwar viel weniger hart erwischt hat als andere Unternehmen, machte sie sich dennoch in den Zahlen bemerkbar. «Der hohe Preisdruck und die Auswirkungen von Covid-19 drückten auf den Umsatz im Schweizer Kerngeschäft. Diesen Rückgang konnten wir jedoch dank verbesserter Effizienz grösstenteils auffangen», erklärte Konzernchef Urs Schaeppi.
So brachen die Roamingeinnahmen wegen den vielen Reisebeschränkungen ein. Der Konzernumsatz schrumpfte um 226 Millionen Franken. Rund ein Drittel davon (73 Millionen) entfällt auf Roaming, wie die Swisscom schrieb. Der Rest sei vor allem mit dem Preisdruck und den Auswirkungen der Pandemie zu begründen.
Beim Umsatz hat sich das Muster der Vergangenheit fortgesetzt: Die Swisscom erodiert in der Schweiz und wächst in Italien. Der Umsatz bei der italienischen Breitbandtochter Fastweb wuchs trotz der Coronakrise um 5,7 Prozent auf 1,67 Milliarden Euro. Der EBITDA stieg um 4,6 Prozent auf 568 Millionen Euro.


Das könnte Sie auch interessieren