Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

EU-Kommission fordert interne Dokumente von X

Die EU-Kommission treibt das Verfahren gegen Elon Musks Plattform X voran und verlangt Zugang zu internen Dokumenten über Algorithmen. Der Konzern werde angewiesen, die Daten dazu einzufrieren und aufzubewahren, teilte die Brüsseler Behörde mit.
© (Quelle: Shutterstock / kovop)

Ein Sprecher der EU-Kommission führte aus, die Plattform werde aufgefordert, «uns interne Dokumente über alle kürzlich vorgenommenen Änderungen an Algorithmen zu übermitteln». Diese Dokumente müssten bis zum 15. Februar an die Kommission übermittelt werden. Zweitens fordere man die Plattform auf, der Behörde Zugang zu bestimmten Programmierschnittstellen zu gewähren. Dies werde bei Recherchen helfen. Die Anweisungen erfolgen wegen einer bereits laufenden Untersuchung gegen X.

X schon länger im Fokus von Brüssel

Die zuständige EU-Kommissarin Henna Virkkunen erklärte, Ziel der Kommission sei es, «dass alle Plattformen in der EU unser Gesetz respektieren, das ein faires, sicheres und demokratisches Online-Umfeld für alle europäischen Bürger schafft.» Die Brüsseler Behörde betonte, dass diese Schritte notwendig seien, um systemische Risiken der Plattform zu bewerten.

Die EU beobachtet Musks Aktivitäten seit einiger Zeit. Gegen X laufen mehrere Verfahren wegen mutmasslicher Verstösse gegen den Digital Services Act (DSA). Ziel der Verfahren ist es, zu prüfen, ob die Plattform die Vorschriften zur Eindämmung von Hassrede und Desinformation einhält.

DSA als scharfes Schwert gegen Regelverstösse

Der DSA gilt als scharfes Schwert gegen den Einfluss grosser Plattformen. Halten sich die Plattformen nicht daran, drohen empfindliche Strafen - darunter Geldbussen in Höhe von 6 Prozent des gesamten weltweiten Jahresumsatzes. Die EU-Kommission kann auch tägliche Strafzahlungen verhängen, bis die Probleme behoben sind. Grosse Dienste wie Facebook, Instagram, Tiktok oder X unterliegen dabei strengeren Regeln als kleinere Plattformen.

Sorge um Musks Einfluss auf europäische Wahlen

Beobachter blicken auch mit Sorge auf den möglichen Einfluss Musks auf die Bundestagswahl im Februar sowie auf weitere Wahlen in Europa, etwa in Polen und Tschechien im Laufe des Jahres. Diese Befürchtungen wurden durch Musks jüngste Aktivitäten bestärkt.

Dazu zählt ein Live-Gespräch mit der AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel auf X, in dem Musk die AfD unterstützte und erklärte, nur sie könne Deutschlands Probleme lösen. Auch griff Musk führende Politiker wie den britischen Premierminister Keir Starmer, Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einer Serie von X-Posts wiederholt an.

Zuletzt sorgte auch Mark Zuckerberg mit seinem Konzern Meta, zu dem neben Facebook auch Instagram, WhatsApp und der Kurznachrichtendienst Threads gehören, für Aufsehen. Er beendete in den USA die Kooperation mit Faktencheckern.

X (Twitter) soziale Netzwerke
Anzeige

Neueste Beiträge

Von der Digitalisierung zur Autonomie
Viele Unternehmen haben ihre Prozesse digitalisiert. Was folgt als Nächstes? Autonomie, Robotik, digitale Zwillinge oder etwas ganz anderes?
3 Minuten
21. Aug 2026
Smartphone-Verkäufe in Europa gehen um zehn Prozent zurück
Im zweiten Quartal gingen die Verkäufe von Smartphones in Europa im Jahresvergleich deutlich zurück. Die beiden Marktführer waren von den Problemen aber weniger betroffen und bauten ihre Marktanteile noch aus.
2 Minuten
20. Aug 2026
Lufthansa startet Internet für Passagiere mit Starlink
Mit einem Flug von Frankfurt nach Rom nahm die Lufthansa Starlink in den kommerziellen Betrieb. Damit können Passagiere an Bord kostenlos mit hoher Geschwindigkeit surfen. Bis 2029 sollen rund 850 Flugzeuge des Konzerns mit dem Dienst ausgerüstet werden.
3 Minuten
20. Aug 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
«KI wird ein Treiber für Wachstum» - Interview Corinna Schumacher, ServiceNow
KI-Agenten übernehmen immer mehr Routineaufgaben. ServiceNow sieht darin keine Bedrohung für Mitarbeitende, sondern eine neue Arbeitsteilung, erklärt Corinna Schumacher im Interview.
7 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige