Studie 14.02.2018, 10:07 Uhr

Das sind die Top-5-Ziele bei der Digitalisierung Schweizer Firmen

Eine Studie von DXC Technology hat die fünf wichtigsten Ziele bei Schweizer Unternehmen in Sachen Digitalisierung ermittelt.
(Quelle: Foto: Fotolia / Mimi Potter)
Die fünf wichtigsten Ziele auf der digitalen Agenda Schweizer Unternehmen sind: Digitale Sicherheit, Automation, Daten-Analyse, neue digitale Kundenerlebnisse und die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern samt Aufbau einer Kultur, um digitale Veränderungen voranzutreiben. Zu den grössten Herausforderungen der digitalen Transformationen zählt für knapp 60 Prozent der Manager die Zusammenarbeit von Mitarbeitern über klassische Abteilungsgrenzen hinweg. Das sind Ergebnisse der Studie «Digitale Agenda 2020», die vom weltweit tätigen IT-Dienstleister DXC Technology über ein Marktforschungsinstitut in der Schweiz durchgeführt wurde. Befragt wurden hierzulande 100 Führungskräfte mit Entscheidungsbefugnis bei der digitalen Transformation. Branchenschwerpunkte der Studie waren Industrie, Transport und Verkehr, ICT, Bauwesen, Gross- und Einzelhandel, Gesundheits- und Sozialwesen sowie Finanzdienstleister.
56 Prozent der Schweizer Manager sind mit vielen guten Ideen für digitale Projekte zufrieden, die ihre Mitarbeiter beisteuern. Gleichzeitig berichten knapp 60 Prozent der Firmen aber von einer traditionellen Unternehmenskultur, die digitale Transformation ausbremst. «Dieser Stolperstein ist insbesondere bei der Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle besonders kritisch», sagt Bruno Messmer, Leiter Digital Bit Strategy & Transformation bei DXC Technology Schweiz. «Nur 11 Prozent attestieren dem eigenen Haus einen exzellenten Reifegrad, gemeinsam mit kreativen Menschen innerhalb und ausserhalb ihres Unternehmens die besten Ideen für neue Produkte zu entwickeln.»
Die Top-Ziele im Einzelnen
(Quelle: DXC)
Um Hürden aus dem Weg zu räumen, die wegen klassischer Unternehmensstrukturen bestehen, bieten sich spezialisierte Task Forces an, die sich auf schnelles Prototyping konzentrieren. Für den Einsatz solcher Pilotprojektstrategien sieht die grosse Mehrheit der Unternehmen in der Schweiz erheblichen Nachholbedarf (64 Prozent). Nur knapp 10 Prozent der befragten Manager geben an, hier mit einer separaten Abteilung bereits einen exzellenten Reifegrad erreicht zu haben.
Diese recht schwachen Ergebnisse stehen im Gegensatz zu den überragenden Chancen, die die Digitalisierung bietet: Knapp 70 Prozent der Manager wollen in den nächsten zwei bis drei Jahren mit digitalen Geschäftsstrategien neue Einnahmequellen erschliessen. «Das geplante Engagement der Schweizer Manager, digitale Strategien zügig zu entwickeln ist eine gute Nachricht», sagt Messmer. «Denn als wichtige Erkenntnis unserer Digitalen-Agenda-Studie zeigt sich, dass sich die Prioritäten der Unternehmen durch die Ausarbeitung und Implementierung einer digitaler Strategie ständig verändern - die ursprünglichen Pläne immer wieder angepasst werden müssen. Das Handeln verändert also auf der digitalen Transformationreise das Denken und deshalb ist es wichtig, mit der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten so rasch wie möglich zu beginnen und dabei immer agil und anpassungsfähig zu bleiben.»



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