Partnerzone SAP 24.11.2020, 08:02 Uhr

Effiziente Lieferketten

Unsichere Zeiten erfordern schnelle, widerstandsfähige Supply Chains. Um mit Agilität, erhöhter Reaktionsfähigkeit und End-to-End-Transparenz in den Lieferketten bessere Voraussetzungen zu schaffen, bedarf es entsprechender Technologien.
(Quelle: SAP )
An der virtuellen Veranstaltungsreihe SAP Digital Supply Chain Focus Weeks wurden entsprechende Lösungen und Use cases thematisiert.
Anstelle des jährlichen SAP Digital Supply Chain Infoday führte SAP in dem von der Corona-Pandemie geprägten Jahr 2020 die virtuellen SAP Digital Supply Chain Focus Weeks durch. Verteilt über mehrere Wochen folgten mehr als 1’700  Supply-Chain- und IT-Fachleute vom 8. September bis zum 20. Oktober der siebenteiligen Webinar-Serie, um neue Möglichkeiten zu entdecken und sich über neuste Entwicklungen informieren. Vermittelt wurden insbesondere aktuelle Erkenntnisse und Technologien für effiziente Logistik- und Lieferkettenmanagement-Prozesse sowie Themen wie intelligente Automatisierung sowie Use Cases im Bereich Digital Supply Chain und Industrie 4.0.
Eingeteilt in sieben Webinare, standen an den SAP Digital Supply Chain Focus Weeks 2020 nach dem Kickoff-Event folgende Bereiche im Fokus. Einzelne Events sind im Replay on-demand verfügbar.
  • Design: Mit Product Lifecycle Management (PLM) können individualisierte Produkte schneller designt werden und ermöglichen so schnellere und rationalisierte Supply Chains.
  • Planung: Thema dieses Webinars ist die Fertigung agiler und marktorientierter Pläne mit Lieferkettentransparenz, Zusammenarbeit und Intelligenz.
  • Zusammenarbeit mit Lieferanten: Hier wird gezeigt, wie durch betriebliche Flexibilität, wiederholbare Kosteneinsparungen und konforme Prozesse die Transparenz und Kontrolle der Beschaffung erhöht werden kann.
  • Fertigung: Effiziente Streamline-Fertigung mithilfe von künstlicher Intelligenz, dem Internet der Dinge (IoT) und unternehmensweiter Integration.
  • Lieferung: In diesem Webinar wird gezeigt, wie schnellere, effizientere und nachhaltige Logistik- und Lieferkettenmanagementprozesse durchgeführt werden können.
  • Instandhaltung: Im Zentrum steht die Frage, wie die Leistung und Zuverlässigkeit von Anlagen mit dem intelligenten Enterprise Asset Management von SAP verbessert werden können.

Kundenbeispiel: Modernisierung der Geschäftsplattform

Die SAP Digital Supply Chain Focus Weeks waren auch ein Treffpunkt für Kunden und ihre Use Cases. So stellte das Unternehmen JTI seine gross angelegte Transformation vor: Bei dem in der Schweiz ansässigen, weltweit tätigen Tabakunternehmen Japan Tobacco International (JTI) werden aktuell mehrere IT-Systeme weiter integriert. Die Geschäftsprozesse wurden vom ehemaligen System SAP ECC bereits auf SAP S/4HANA überführt. Diese komplexe Angelegenheit erforderte eine Vereinheitlichung in weltweit 29 Fabriken und 115 Unternehmenseinheiten.
Von JTI wird zudem die SAP Integrated Business Planning Platform als Cloud-Lösung verwendet, um zusammen mit SAP S/4HANA das Scheduling abzuwickeln. Als zentrale Speicherlösung dient SAP Business Warehouse. Das neue System lässt zudem die direkte Integration von Tools für die Finanzplanung, Reportings und Analysen zu. Schliesslich ist auch SAP Analytics Cloud integriert.

Dank intelligenten Suply Chain Lösungen bereit für die Zukunft

Ein zurzeit aktuelles Projekt ist die Vereinheitlichung der Logistikplanung. Zu den wichtigsten Grundlagen für die geschäftlichen Tätigkeiten von JTI gehören unter anderem die Beschaffung, Lagerung und Produktion von Tabakblättern für die Zigarettenherstellung. Die operative Planung, aber auch die strategischen Planungszyklen sollen in allen Bereichen verbessert werden.
JTI verwendet bereits seit den frühen 2000er-Jahren Supply-Chain-Planning-Lösungen von SAP. Da in der Zwischenzeit das Unternehmen gewachsen ist und die Prozesse komplexer geworden sind, wurde eine Anpassung der Lösungen notwendig. Von der Beschaffung der Rohstoffe bis zur Auslieferung an die weltweit verteilten Märkte von JTI ist es ein langer Weg. Um eine Transparenz entlang der gesamten Supply Chain sowie eine einheitliche Planung zu ermöglichen, wird SAP 4 Logistics eingesetzt. Die Cloud-Lösung wird nahtlos in SAP S/4HANA und in SAP BPC Financial Planning & Analysis integriert.
Die Überwachung der Supply Chain wird über SAP IBP Supply Chain Control Tower vorgenommen. Sämtliche Planungsprozesse, vom Marktbedarf bis zum Beschaffungsplan, können so in einer einzigen SAP-Umgebung abgewickelt werden. Das Ziel ist es, Lagerbestände zu reduzieren und weniger Abschreibungen zu generieren. Kurz gesagt soll bei JTI eine bedarfsgesteuerte Produktion sowie eine optimierte Lagerbewirtschaftung erreicht werden, wie sie mit den bisherigen Systemen nicht möglich gewesen war. Die Integration der Lagerbestände von Händlern ermöglichtes zudem, die aktuelle Lagersituation weltweit nachvollziehbar zu machen. Insgesamt lässt es die neue Lösung zu, die Verfügbarkeit und die Mengen im gesamten Netzwerk hochzurechnen. Damit verbunden sind auch Kosten- und Profitabilitätsschätzungen, die direkt aus dem System heraus vorgenommen werden können. Auch der Produktionsplan wird detaillierter: Aufgrund der vorhandenen Informationen kann JTI besser planen und entscheiden, wo, wie und wann produziert werden soll.
Supply Chains sind nicht immun gegen COVID-19. So entsteht insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie auf Fertigungs- und Logistikprozesse ein erhöhter Druck. Intelligente Digital-Supply-Chain-Lösungen können Unternehmen dabei unterstützen, auch in besonderen Zeiten am Markt bestehen zu können. Denn schnelle digitale Lieferketten, Transparenz und vorausschauende, automatisierte Prozesse sind der Schlüssel zu einem erfolgreichen Supply Chain Management.

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