13.07.2009, 18:06 Uhr

Canon präsentiert die Ergebnisse der bislang umfassendsten CRD-Studie

Canon Europe, weltweit führender Anbieter von digitalen Imaging-Lösungen, hat die wichtigsten Resultate der umfassendsten Studie vorgestellt, die jemals über Corporate Reprographic Departments (CRD = Hausdruckereien) durchgeführt wurde. Diese neue, von Canon unterstützte Forschungsarbeit „durchleuchtete“ den CRD-Markt, um hierdurch relevante Informationen zu ermitteln. Die Resultate sollen Hausdruckereien dabei unterstützen, die Anforderungen ihrer Kunden in kreativerer und produktiverer Weise zu erfüllen, Benchmarking durchzuführen, Trends für künftige Planungen zu nutzen und eine Vision für Expansionen zu entwickeln.
Ein Team von Absolventen des Rochester Institute of Technology unter Leitung von Professor Emeritus Frank Romano interviewte hierzu zwischen Dezember 2008 und Februar 2009 annähernd 700 CRD-Manager, Einkäufer von Druckerzeugnissen und Industrie-Experten. Das Ergebnis dieser Anstrengungen heisst „Corporate Reprographics: Trends and Opportunities“, eine umfassende, die gegenwärtigen Gegebenheiten abbildende, Momentaufnahme des unternehmensinternen reprografischen Marktes. Die Vorhersagen des Forscherteams basieren auf Trendanalysen und computergestützter Vorausschau.
Mark Lawn ist bei Canon Europe als European Marketing Manager, Professional Solutions Strategic Marketing tätig. Er erläutert, warum der Bericht von Canon in Auftrag gegeben wurde: „Im Einklang mit Canons Unternehmensphilosophie Kyosei lag unser Schwerpunkt beim professionellen Print-Markt auf der Entwicklung langfristiger Beziehungen zu unseren Kunden, um sie bei der Ausweitung und Weiterentwicklung ihrer Geschäftstätigkeiten zu unterstützen. Dieser Ansatz hat sich bis heute als äusserst vorteilhaft erwiesen – für Canon wie auch für unsere Kunden. Ein für diesen Erfolg ausschlaggebender Baustein war der erste Canon Insight Report , der im Juni 2008 publiziert wurde und sich mit den Veränderungen im kommerziellen Drucksektor befasst. Er vermittelt erhebliche Erkenntnisse, dank derer wir seitdem noch effektiver auf die Anforderungen unserer Kunden eingehen können. Mit dem neu vorgelegten Bericht unterstreichen wir jetzt unser Engagement für den CRD-Markt, indem wir – wie bereits zur Erforschung des kommerziellen Drucksektors – erneut erhebliche Investitionen tätigen. Corporate Reprographics: Trends and Opportunities repräsentiert einen in gleicher Weise aufschlussreichen Schnappschuss des CRD-Marktes und der wichtigsten Problemstellungen, mit denen sich Hausdruckereien konfrontiert sehen. Zusammen mit unseren eigenen Erkenntnissen ist dieser Bericht uns dabei behilflich, unsere Strategie weiterzuentwickeln – hin zu besserer Unterstützung von Unternehmen beim Steigern der geschäftlichen Leistungsfähigkeit ihrer Hausdruckereien.“
Zu den wichtigsten Resultaten des Insight Reports gehören:
• Hausdruckereien ermöglichen ihren Unternehmen Kosteneinsparungen von durchschnittlich 15% im Vergleich zur Auftragsvergabe an Drittfirmen– bei effizienterem Betrieb in manchen Fällen sogar auf 30% steigerungsfähig.
• Mit einer Steigerung von 20% hat während des vergangenen Jahrzehnts das Volumen der durch Hausdruckereien fertig gestellten Druckaufträge erheblich zugenommen. Motor für dieses Wachstum war grösstenteils das verbesserte Leistungspotenzial des Digitaldrucksystems, das in der unternehmensinternen Reproduktionstechnik die Offsetmaschine ersetzt hat. Nach Vorhersage des Berichts werden 2012 weniger als 30% aller Hausdruckereien noch den Offsetdruck nutzen.
• Auch wenn der Schwarzweiss-Druck bei unternehmensinternen Aufträgen dominiert, so sinken doch die Auflagen. Mit der Verwendung von Diagrammen, Grafiken und Bildern hat der Anteil des Farbdrucks zugenommen. Die Anzahl der im Vollfarbdruck erstellten Seiten hat die Anzahl der Schwarzweiss-Seiten erreicht.
• Die Weiterverarbeitung steigert den Wert eines Druckerzeugnisses. Dadurch ergeben sich wichtige Wachstumschancen für Hausdruckereien aus den Finishing-Optionen.
• Unternehmensinterner Grafikdruck im Grossformat breitet sich rasant aus – für die Herstellung von Postern, Schaubildern für Messestände, Bannern und sonstiger Beschilderung. Noch 1998 von keiner einzigen Hausdruckerei angeboten, deckten 65,8% der CRD diese Anforderungen 2008 ab.
• Damit sie ihren Wert für ihre Stammorganisation quantifizieren können, müssen CRD häufiger ein Benchmarking durchführen. Von annähernd 50% der Befragten erfolgte keine regelmässige Leistungsprüfung, da sie nur nach Bedarf vorgenommen werde. Mehr als 15% verfolgen überhaupt kein Benchmarking.
• Die Nutzung des Internets hatte enormen Einfluss auf Hausdruckereien – mehr als 65% der Aufträge (mit zunehmender Tendenz) wurden 2008 online eingereicht – eine massive Verlagerung weg vom papierbasierten Workflow wie noch vor einem Jahrzehnt. Eine Web-to-Print-Lösung wurde von vielen CRD realisiert, um die Fehler bei der Reihenfolge des Auftragseingangs zu senken. Web-to-Print hat die Erwartungen der meisten Befragten übertroffen oder sogar bei weitem übertroffen. In ähnlicher Weise teilte mehr als die Hälfte der Hausdruckereien mit Web-Präsenz ein „exzellentes“ Niveau der Zufriedenheit ihrer internen Kunden mit – Kunden bevorzugen die Effizienz und die Leichtigkeit der Online-Bestellung.
• Hausdruckereien übernehmen die „Killer-Anwendung“ des digitalen Druckens, den variablen Datendruck (VDP) – allerdings nur langsam. Nach den Umfrageergebnissen verfügen 94,1% über eine VDP-Lösung, die in vielen Fällen Teil des Lieferumfangs der digitalen Gesamtlösung ist und von der die Ansicht vertreten wird, dass sie komplizierter als nötig sei. Folglich wird VDP nur von durchschnittlich 27% der CRD regelmässig genutzt.
• Terminvorgaben für Druckaufträge werden immer strikter – in vielen Fällen wird eine Erledigung in 24 oder weniger Stunden angefordert.
Nach dem Bericht sehen Hausdruckereien ihre Zukunft jedoch optimistisch und fast 90% von ihnen gehen davon aus, dass das unternehmensinterne Auftragsvolumen gleich bleiben oder weiter steigen wird. Die Schlussfolgerung: Durch Digitaldruck ermöglichte Effizienzen bei der Automatisierung und beim Workflow werden – in Kombination mit der Online-Auftragsvergabe – Kundenzufriedenheit und auch Kosteneinsparungen maximieren. Damit diese Strategie allerdings implementiert werden kann, sollten CRD nach Empfehlung des Berichts ihre Mitarbeiter schulen, sich selbst in ihren Unternehmen als Kommunikationsvermittler neu positionieren und ihren Dienstleitungen dadurch Mehrwert verleihen, dass sie mehr Optionen bei Weiterverarbeitung und Grafikdruck im Grossformat anbieten.
Siegfried Alder, Professional Print Professional bei Canon Schweiz erläutert: „Ungeachtet der Tatsache, dass 90% der Organisationen Print als ausschlaggebend einstufen und ihren Hausdruckereien Budgets von mehr als 2% des Umsatzes einräumen, kommt der Bericht erstaunlicherweise zu der Feststellung, dass die Hausdruckereien häufig in Bezug auf die Aufmerksamkeit durch das Management vernachlässigt werden. Führungskräfte sind sich des Werts ihrer CRD nicht bewusst. Ausserdem erfahren wir aus dem Bericht, dass immer noch 50% der Druckaufträge ausser Haus gegeben werden, auch wenn dank des grösseren Leistungspotentials des Digitaldruckers heute firmenintern mehr Druckerzeugnisse hergestellt werden als vor 10 Jahren. Meist liegt der Grund darin, dass die Arbeit für die Hausdruckerei zu komplex oder die Terminvorgabe zu knapp bemessen ist.“
Alder weiter: „Da die Existenz der Hausdruckereien von ihrer Fähigkeit abhängt, ihre Wertigkeit durch das Erfüllen der Anforderungen ihrer internen Kunden an Qualität und Service zu erhalten oder zu steigern, müssen sie ihre Leistungen in zwei Bereichen verbessern – Dienstleistungen und Effizienz. Einige CRD lassen sich Chancen entgehen, da sie im Vergleich zu gewerblichen Druckereien noch nicht so weit fortgeschritten sind, die Anforderungen ihrer Kunden zu erkennen und ihnen entsprechende Mehrwert-Services anzubieten. Die befragten Hausdruckereien gaben unumwunden zu, dass mehr als 50% der Ideen für neue Leistungsangebote von Lieferanten stammten. Durch eine komplette Automatisierung ihrer Workflows werden CRD in der Lage sein, grössere Auftragsvolumina und komplexere Arbeiten zu handhaben. Wir sind uns sicher, dass Canon mit einer Kombination aus digitalen Hochleistungs-Produktionssystemen, Workflow-Lösungen und einem massgeschneiderten Service für die Geschäftsentwicklung optimal positioniert ist, um die Anforderungen von Hausdruckereien abzudecken und ihnen beim Verbessern ihrer Performance behilflich zu sein.“


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