19.02.2009, 08:25 Uhr

EDS rettet HP-Ergebnis

Hewlett-Packard (HP) musste im ersten Quartal 2009 in praktisch allen Geschäftseinheiten Federn lassen. Dank des herausragenden Wachstums der Dienstleistungssparte EDS konnte der Computerriese sein Ergebnis aber gerade so halten.
Nur dank des guten Geschäfts des übernommenen IT-Dienstleisters EDS kann HP-CEO Mark Hurd im ersten Quartal 2009 ein knappes Umsatzwachstum verkünden.
Konkret stieg der Umsatz von HP im ersten Quartal gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs um ein Prozent auf 28,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn schrumpfte, und zwar von 2,1 Milliarden Dollar auf 1,9 Milliarden Dollar.
Dass HP im ersten Quartal 2009 noch einmal mit einem blauen Umsatz-Auge davon kommt, hat der Computerriese vor allem dem erst gerade übernommenen IT-Dienstleister EDS zu verdanken. Dessen Erlös konnte nämlich um 116 Prozent gesteigert werden und macht 8,7 Milliarden Dollar aus. Zudem trug das Services-Geschäft zu gut einem Drittel zum Gewinn des Konzerns bei, erklärt HP-Finanzchefin Cathie Lesjak.
Obwohl HP nicht erwartet, dass sich die Gesamtwirtschaftslage in nächster Zeit erholen wird, geht der CEO der Firma, Mark Hurd, davon aus, dass das Dienstleistungsgeschäft auch im Rest des Jahres von Wachstum geprägt sein wird. "In vielerlei Hinsicht verhält sich der Services-Markt antizyklisch zum Rest der Wirtschaft", sagt Hurd. Laut dem HP-CEO wenden sich viele Unternehmen an Dienstleister, wenn sie selbst finanzielle Probleme haben, weil sie so Kosten reduzieren können.
Während das IT-Dienstleistungs-Business floriert, müssen alle anderen Geschäftsfelder des Computerriesen Rückschläge einstecken. So ging der Umsatz der Personal Systems Group um 19 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar zurück. Ähnliches Minus-Wachstum verzeichnet die Abteilung für "Enterprise Storage and Servers". Sie schrumpfte um 19 Prozent und erwirtschaftete noch 3,9 Milliarden Dollar. Auch das Business mit Druckern nahm ab, und zwar um 19 Prozent auf 6 Milliarden Dollar.
Hurd glaubt allerdings, dass der Umsatzrückgang in den genannten Bereichen von kurzer Dauer sei. Vor allem Unternehmen würden ihre Ausgaben derzeit zurückfahren. Diese seien aber aufgeschoben und nicht aufgehoben, hofft der HP-Chef. Hurd spekuliert darauf, dass sich HP gut positionieren könne, wenn die Firmen wieder in IT-Infrastruktur investieren werden.



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