ICT Index für das vierte Quartal 08.10.2018, 11:38 Uhr

Swico versprüht Optimismus zum Jahresende

Die Schweizer ICT-Branche kann das letzte Quartal des laufenden Jahres optimistisch angehen. Der «Swico ICT Index» sagt allen Segmenten ein rentables Wachstum voraus. Sorgen bereitet der Branche jedoch nach wie vor der Fachkräftemangel, die DSGVO ist hingegen kalter Kaffee.
Der Anbieterverband Swico sagt der Schweizer ICT-Branche für dieses Jahr ein erfreuliches viertes Quartal voraus. Der «Swico ICT Index» liegt neu bei 114,7 Punkten und ist minim – um 0,2 Punkte – gesunken. Er verbleibt damit aber auf einem «hohen Niveau», wie der Verband mitteilt. Und zudem sei über alle Segmente hinweg mit einem rentableren Wachstum zu rechnen als noch vor einem Jahr. Swico prognostiziert eine gute Auftragslage, mehr Beschäftigte und eine Zunahme bei den Vakanzen. Zudem gehe man von einer guten Business Performance aus und rechne mit steigenden Umsätzen, wachsenden Bruttomargen sowie mit einer positiven Entwicklung der Konjunktur und der Investitionstätigkeiten.
Der «Swico ICT Index» liegt laut dem Verband nach wie vor auf «hohem Niveau»
(Quelle: Swico)

CE und IPF mit unrentablem Wachstum

Die Branchen CE und IPF rechnen neu beide mit einem Umsatzwachstum, allerdings mit einem unrentablen
(Quelle: Swico)
Laut Swico ist auch die Stimmung in den Branchen Consumer Electronics und Imaging/Finishing/Printing besser als noch in den letzten Quartalen. Der CE-Index steigt auf 99 Punkte (+2,2) während der IPF-Index gleich um 10,4 Punkte zulegt und nun bei 99,1 Punkten liegt. Während leicht steigende Umsätze, wachsende Sales Pipelines und sinkende Betriebskosten Aufwind geben würden, werden diese jedoch von sinkenden Bruttomargen und tieferen Investitionstätigkeiten neutralisiert. So erwartet die beiden Branchen insgesamt ein unrentableres Wachstum als noch vor einem Jahr. Am häufigsten wurde gemäss dem Verband der Margendruck als Grund dafür genannt. Schwankende Wechselkurse würden den Einkauf zusätzlich erschweren, heisst es von Verbandsseite.
Sinkende Preise würden zudem die Segmente IT-Technology und IT-Services erwarten. Besser soll es hingegen den Segmenten IT-Software und -Consulting ergehen. Sie dürfen mit Preisanstiegen rechnen, sagt Swico.

Fachkräftemangel fordert Anbieter heraus

Die grösste Herausforderung stellt für die Branche nach wie vor der Fachkräftemangel dar. Unternehmen bekunden besonders Mühe damit, Fachpersonal zu rekrutieren und Fluktuationen beim Personal zu vermeiden, wie aus dem «Swico ICT Index» weiter hervor geht. Schwierigkeiten würde ausserdem die Weiterbildung der Mitarbeitenden in neue Themen und Technologien bereiten. Speziell aus den Bereichen IT-Technology und Consulting berichten Anwender dagegen von einem stärkeren Preisdruck, einer verschärften Konkurrenzsituation sowie einer anspruchsvolleren Kunden- und Projektakquise.
Wie der Index zeigt, scheint das europäische Datenschutzgesetz dafür keine grösseren Probleme mehr zu verursachen. Während dieses im letzten Quartal noch häufig als Stolperstein genannt wurde, scheint es nun die Branche nicht mehr zu beschäftigen.


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