Ab 2021 04.09.2020, 09:57 Uhr

Zuger Bürger können Steuern bald mit Kryptowährungen bezahlen

Bürgerinnen und Bürger des Kantons Zug können ihre Steuern ab Februar 2021 mit Kryptowährungen bezahlen. Die kantonale Steuerverwaltung akzeptiert hierzu die beiden Währungen Bitcoin und Ether.
(Quelle: Zug Tourismus)
Der Kanton Zug will seine Vorreiterrolle im Umgang mit Blockchain-Technologien festigen. So können Bürgerinnen und Bürger ihre Steuern künftig mit Bitcoin und Ether bezahlen. Zug ist damit der erste Schweizer Kanton, bei dem man seine Steuerschulden mit Kryptowährungen begleichen kann. Die kantonale Steuerverwaltung akzeptiert das neue Zahlungsmittel ab Februar 2021, wie es in einer Mitteilung heisst.
Die Steuerbegleichung mittels Bitcoin und Ether wird den Zuger Behörden zufolge sowohl Gesellschaften als auch Privatpersonen bis zu einem Forderungsbetrag von 100'000 Franken zur Verfügung stehen. Teilzahlungen würden nicht akzeptiert. In den kommenden Wochen finde nun ein Pilot statt. Dabei sollen die Prozesse getestet werden, damit bis zum nächsten Steuerrechnungslauf im Februar 2021 alles bereit sei, heisst es weiter.
Laut eigenen Angaben will der Finanzdirektor Heinz Tännler den Einsatz von Kryptowährungen im Alltag weiter fördern und vereinfachen. «Durch die Möglichkeit, Steuerschulden mit Bitcoin oder Ether bezahlen zu können, machen wir einen grossen Schritt in diese Richtung», wird er zitiert.

Kooperation mit Bitcoin Suisse

Um Steuerzahlungen mit Kryptowährungen zu ermöglichen, setzt der Kanton Zug auf eine Kooperation mit Bitcoin Suisse. Das 2013 gegründete Unternehmen befindet sich in der Lizenzierungsphase für die Schweizer und liechtensteinische Banklizenz und bietet Krypto-Finanzdienstleistungen wie Prime Brokerage, Verwahrung, Crypto Payments oder auch Tokenization für private sowie institutionelle Kunden an.
Zum Einsatz kommt beim Kanton Zug die Crypto-Payments-Lösung von Bitcoin Suisse. Gemäss den Behörden müssen Steuerzahlende der Steuerverwaltung lediglich mitteilen, wenn sie ihre Rechnung in Kryptowährung bezahlen möchten. Danach würden sie den dafür notwendigen QR-Code erhalten – in der Regeln per E-Mail.
«Wir gehen mit der neuen Zahlungsmethode kein Risiko ein, da wir den Betrag auch bei einer Bezahlung in Bitcoin oder Ether immer in Schweizer Franken erhalten», betont Finanzdirektor Tännler. Somit hätten auch grössere Schwankungen im Krypto-Wechselkurs keinen Einfluss auf die geleistete Zahlung in Schweizer Franken.


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