Serie: Optimismus trotz Corona 08.10.2020, 09:52 Uhr

Massimiliano D'Auria von Computacenter Schweiz über Optimismus in Corona-Zeiten

Die Corona-Krise verunsichert Gesellschaft wie Wirtschaft. Massimiliano D'Auria, Managing Director von Computacenter Schweiz, erklärt, wie er Mitarbeitenden und Kunden Zuversicht in unsicheren Zeiten vermittelt und wie er dabei selbst optimistisch bleibt.
Massimiliano D'Auria, Managing Director, Computacenter Schweiz
(Quelle: Computacenter Schweiz)
Computerworld: Wie behalten Sie Ihren Kampfgeist in Krisenzeiten?
Massimiliano D'Auria: Ein fähiges Management hat nicht nur die Chancen im Blick, sondern insbesondere mögliche Risiken. Computacenter ist technologisch, strukturell und betriebswirtschaftlich gut aufgestellt. Weil wir diese Arbeit in guten Zeiten geleistet haben, können wir uns jetzt – in der Krise – auf konkrete Massnahmen konzentrieren, wie wir mit der Situation umgehen müssen. Die Basis, die wir haben, ist äusserst solide – deshalb gibt es keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.
CW: Wie vermitteln Sie Ihrem Team Zuversicht?
D'Auria: Bei uns wird offen kommuniziert. Ein Beispiel dafür ist mein interner Mitarbeiter-Blog «Good morning Computacenter». Hier schreibe ich zu aktuellen Themen. Oft gehe ich dabei auf Fragen der Belegschaft ein. Sorgen oder Ängste werden zum Problem, wenn man sie ignoriert. Richtige Kommunikation ist dagegen ein starkes Instrument für Führungskräfte – und geeignet, realistisch Zuversicht zu vermitteln.
“Die digitale Transformation hat durch die Corona-Krise deutlichen Schub bekommen„
Massimiliano D'Auria, Managing Director, Computacenter Schweiz
CW: Wie stärken Sie in Krisenzeiten den Draht zum Kunden?
D'Auria: Wir halten regelmässigen Kontakt, das ist selbstverständlich. Mit unserem Portfolio konnten wir viele Bedürfnisse von Kunden auch während des Corona-Lockdowns sehr gut bedienen. Zwar gibt es bei manchen Projekten situationsbedingt Verzögerungen und einige werden auch verschoben. Da wir aber langfristige Kundenbeziehungen pflegen, gehört gegenseitiges Verständnis zum Gebot der Stunde.
CW: Wie kann die Schweizer ICT-Wirtschaft gestärkt aus der Krise hervorgehen?
D'Auria: Wir wissen nicht, ob Covid-19 verschwindet, es eine neue Normalität gibt – oder wir noch lange mit den Schutzmassnahmen leben werden. Das ist aber eigentlich nicht wichtig. Wir müssen uns anpassen; beispielsweise Portfolios entsprechend den Marktbedürfnissen immer wieder justieren, Chancen und Risiken immer wieder neu bewerten. So wird ein Unternehmen robuster.
CW: Wo wird die Schweizer ICT-Branche in einem Jahr stehen?
D'Auria: Voraussagen sind nicht meine Sache. Was aber heute schon absehbar ist: Das Thema Digitale Transformation hat durch die Corona-Krise deutlichen Schub bekommen, quer durch die Gesellschaft. Homeoffice, Gesundheitswesen und der Bildungsbereich sind hier nur einige Beispiele. Und IT-Infrastruktur muss generell stetig entwickelt und gewartet werden. Insgesamt wird die Branche die Krise überstehen.


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