MFP-Marktführer 29.05.2018, 16:11 Uhr

Ricoh Schweiz will mit IT-Services wachsen

Die Geschäfte mit Druckern und Multifunktionsgeräten gehen offenbar gut. Marktführer Ricoh Schweiz will nun seine Spitzenposition behaupten und mit IT-Services weiter wachsen.
Ricohs Daniel Tschudi will künftig nicht nur Drucker, sondern den ganzen Arbeitsplatz liefern
(Quelle: Ricoh Schweiz )
Der Druckeranbieter Ricoh Schweiz sieht sich einem herausfordernden Marktumfeld gegenüber. Das Unternehmen ist nach den Worten von Managing Director Daniel Tschudi zwar Marktführer bei Multifunktions-Printern in der Schweiz, das Geschäft wird aber zunehmend schwieriger. Die Angestellten in den Firmen drucken weniger als auch schon, die Wachstumschancen sind beschränkt. Denn Ricoh konnte im vergangenen Jahr schon grosse Kunden gewinnen. Neu sind bei der SBB, der Insel Gruppe, der Helsana und dem Kantonsspital St. Gallen überall Ricoh-Geräte installiert.
Auch dank der Neukunden kommt der Hersteller im Schweizer MFP-Geschäft (Multi Function Printer) auf einen Marktanteil von 29 Prozent. Gemäss den Zahlen von IDC besetzt Ricoh auch bei den Druckern und dem Produktions-Printing auf vordere Ränge. «Es wird in Zukunft schwierig werden, diese Position zu verteidigen», sagte Tschudi an einem Medienanlass. Er und seine rund 400 Kollegen in der Schweiz wollen aber nichts unversucht lassen. Für das laufende Jahr hat Tschudi die Weiterentwicklung des MFP-Geschäfts als Ziel ausgegeben.

IT-Services für Schweizer KMU

Als weiteres Wachstumsfeld hat Ricoh das Bereitstellen von Office-Umgebungen für KMU und Grosskonzerne definiert. Dafür will der Anbieter unter anderem Workplace-Lösungen, Rechenzentrumsdienstleistungen und Unified-Communication-Anwendungen neu auf dem Markt platzieren, sagte Tschudi. Dafür soll unter anderem die Service-Organisation in der Schweiz, die heute allein 180 Mitarbeiter zählt, eingesetzt werden. Einer Installation von Rechenzentrumskapazitäten in der Schweiz erteilte der Landesgeschäftsführer auf Nachfrage von Computerworld eine Absage. Ricoh wolle stattdessen die jüngst eröffneten Dienstleistungszentren in den polnischen Städten Danzig und Warschau einbeziehen.
Für das Angebot von IT-Dienstleistungen will Ricoh mit etablierten Partnern kooperieren. Cloud-Ressourcen sollen von Fujitsu eingekauft werden, Büro-Ausstattung und Server unter anderem von den Anbietern Lenovo sowie Dell EMC. Die Printer und die Software liefert Ricoh selbst, elektronische Whiteboards ebenfalls.
Für die noch immer allgegenwärtigen Faxanwendungen hat Swisscom eine digitale Lösung entwickelt. Das Produkt «ZeroFax Business» wird Ricoh als einziger Anbieter in der Schweiz direkt in seine MFPs integrieren. So sollen Unternehmen und Branchen, die auf eine rechtsgültige Unterschrift angewiesen sind, auch nach dem Abschalten der herkömmlichen Telefonleitungen noch Faxe versenden und empfangen können.


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