10.05.2012, 10:59 Uhr

Foxconn setzt künftig auf Roboter statt Arbeiter

Der Mega-Auftragshersteller Foxconn will angeblich in den nächsten Jahren nicht weniger als eine Million Fertigungsroboter produzieren, die dann die iPhones dieser Welt zusammenbauen sollen.
Solche Bilder könnten in den Foxconn-Werken bald der Vergangenheit angehören
Bis 2014 sollen in den riesigen Foxconn-Werken in China eine Million Roboter arbeiten. Das behauptet das deutsche Technikmagazin «Produktion». Eine unglaubliche Zahl. Vor allem, weil der Elektronik-Auftragshersteller mit Hauptsitz in Taiwan diese Roboter angeblich gleich selbst produzieren will. Das entsprechende Know-How für den Roboterbau soll sich Foxconn einfach bei den etablierten Herstellern abschauen, vermutet das Magazin. Denkbar wäre etwa, dass das Unternehmen Fertigungsroboter unter anderem vom Schweizer Konzern ABB kauft, auseinandernimmt, und anschliessend nachbaut. Später plane Foxconn gar, seine Roboter auch an andere Firmen zu verkaufen.

Foxconn beschäftigt in seinen Werken in China Tausende von Arbeitern, die für die meisten grossen Computer-Hersteller dieser Welt produzieren. Unter anderem werden auch Apples iPhones und iPads dort hergestellt. In den letzten Jahren geriet der taiwanische Auftragshersteller immer wieder wegen der schlechten Arbeitsbedingungen in die Kritik, was zuletzt einen US-Fernsehsender veranlasste, die Produktionsstätten mit einem Kamerateam zu besuchen. Apple beugte sich derweil dem zunehmenden Druck, trat der FLA (Fair Labor Association) bei und liess Foxconn von dieser gleich umfassend überprüfen.

Fakt ist: Sollte Foxconn tatsächlich einen Grossteil seiner Produktion mit Robotern automatisieren, werden Tausende von Chinesen arbeitslos. Um die Arbeitsbedingungen müssen sich die Taiwaner dann keine Sorgen mehr machen.


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