Firmenfachbeitrag 07.09.2020, 08:40 Uhr

Keine Angst vor SAP in der Cloud

Wollen Unternehmen künftig von den Möglichkeiten der SAP-Anwendungen umfassend profitieren, sollten sie zumindest mittelfristig auf hybride Cloud-Umgebungen setzen.
NetApp ermöglicht es SAP-Kunden, Daten nahtlos und kostengünstig zwischen On-Premises- und Multi-Cloud-Umgebungen zu verschieben
(Quelle: NetApp )
NetApps Data Fabric ermöglicht die mühelose Transformation von SAP ERP auf SAP S/4HANA beziehungsweise von On-Premises in eine hybride Multi-Cloud.
Die Hybrid Cloud ist längst in der Realität der Unternehmenswelt angekommen. Beim Einsatz hybrider Cloud-Infrastrukturen zeichnen sich zwei Vorgehensweisen ab: Zum einen verbleiben gewisse Systemlinien lokal, während andere in der Cloud betrieben werden. Zum anderen lässt ein Anwenderunternehmen produktive und andere kritische Systeme, etwa die für Reporting und Analyse, im eigenen Rechenzentrum oder in der Private Cloud beim Dienstleister laufen. Nicht produktive Systeme wie Qualitätssicherung (QA) oder Test und Entwicklung (Dev) bilden dagegen dynamische Ressourcen flexibel in der Cloud ab.
Auch SAP-Anwendungen profitieren von dieser Entwicklung. Hier geht es vor allem darum, Microservices unterschiedlicher Hyperscaler und SAP je nach Geschäftsbedarf einzubinden. Dazu gehören Internet-of-Things-(IoT)-Devices und Anwendungen für Blockchain, Big-Data-Analysen und künstliche Intelligenz (KI). Das verlangt eine offene und flexible Architektur, die sich effizient mit einer hybriden SAP-Landschaft darstellen lässt.
Manche SAP-Kunden befürchten jedoch eine Steigerung der Komplexität durch die zunehmende Integration von Cloud-Lösungen. Mit einer umfassenden Planung, die ein detailliertes Betriebskonzept zur Workload-Verschiebung und Auslastung beinhalten sollte, lassen sich diese Befürchtungen aber ausräumen. So wird die IT fit für die Zukunft.

Das Bild von der hybriden SAP-Umgebung wandelt sich

Eine «ideale» hybride SAP-Umgebung gibt es nicht. Die Möglichkeiten, die Cloud zu nutzen, sind vielfältig und variieren gemäss den Unternehmensanforderungen hinsichtlich Performance, Skalierbarkeit, Redundanz und Compliance. SAP-Kunden, die zum Beispiel kein zweites Ausfallrechenzentrum betreiben, aber ein Disaster-Recovery-Szenario als Service-Level-Agreement-Vorgabe haben, können ihre Daten in die Cloud legen und im Ernstfall umschwenken.
Daneben hat sich die Public Cloud vor allem für Entwicklungs- und Testzwecke bewährt. Aber dieses Bild ändert sich komplett. Immer mehr wichtige Anwendungen werden in die Cloud verlagert und Cloud-native Applikationen regeln ihre Verfügbarkeit selbst. Diesen Weg geht auch SAP, womit sich auch cloudkritische SAP-Kunden zwangsläufig arrangieren müssen. Das Umsetzen des hybriden Ansatzes bietet ihnen die Option, den Anschluss hinsichtlich Technologieeinsatz und Innovationsfähigkeit zu wahren.

Wo sich Hürden für die Umsetzung aufbauen

Der Aufbau einer funktionierenden hybriden SAP-Umgebung kann vielerorts noch an der physikalischen Anbindung scheitern, weil die nötige Bandbreite fehlt. Andere typische Hindernisse stellen die Identifizierung der passenden Systeme oder die detaillierte Planung dar. So sollte die strategische Cloud-Architektur mehr als einen Hypervisor vorsehen, um die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter zu vermeiden. Ausserdem gilt es, die gleichen Funktionalitäten sowohl für On-Premises als auch in der Cloud bereitzustellen und die Performance der eingesetzten Produkte zu garantieren. Schliesslich hängt die Praxistauglichkeit der Hybrid Cloud von zwei weiteren Aspekten ab: von der von SAP unterstützten Freigabe und ihrem Support sowie von der Integration der externen Lösungen mit SAP-Applikationen.
Hybride Landschaften zu managen, ist herausfordernd. On-Premises und in der Cloud greifen unterschiedliche SLAs und Betriebsmodelle. Die Daten aus dem Rechenzentrum in die Cloud und wieder zurück zu verschieben, kostet Aufwand. Die Data Fabric von NetApp, Marktführer im Bereich Cloud Data Services, bringt diese zwei Welten zusammen, wobei die Betriebsmodelle gleichbleiben. Auf die Weise ist das Replizieren der Daten in die Cloud – und wenn gewollt wieder zurück – einfach, schnell und transparent. Dies gilt auch für Multi-Cloud-Szenarien.

Von SAP ERP nach S/4 HANA

Wie Unternehmen das Ziel einer hybriden SAP-Landschaft mithilfe von NetApp erreichen können, lässt sich anhand der Transformation von SAP ERP nach S/4HANA beziehungsweise von On-Premises zu einer hybriden oder auch Multi Cloud zeigen. Für solche Operationen kooperiert NetApp mit einer Vielzahl von Partnern aus der IT-Dienstleistungsbranche.
Für den Übergang auf eine Multi-Cloud wird zunächst eine agile und flexible Plattform über SAP-Applikations-Templates, z.B. für SAP S/4HANA oder BW/4HANA, eingerichtet. Die vordefinierten SAP Software Appliances werden in gewohnter Betriebsqualität auf einer SAP-zertifizierten Public Cloud wie AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud bereitgestellt. Nach einem Housekeeping in den Stammdaten der Altsysteme, das die Systemlandschaft zu entschlacken hilft, erfolgen der Ende-zu-Ende-Aufbau und regelmässige Refreshes der Testumgebungen für die SAP-ERP- und S/4HANA-Umgebungen.
Nun migrieren die Werkzeuge der NetApp Data Fabric die SAP-Systeme durch inkrementelle Datenreplizierung von On-Premises in die Cloud. Für die Migration zu Azure drängen sich die für Hana zertifizierten Azure NetApp Files (ANF) auf, welche für Microsoft konzipiert sind und aus NetApp-Storage bestehen. Dieser Dienst bietet unter anderem die Möglichkeit zu applikationskonsistenten Backups, welche sehr schnell sind und sich sehr gering auf die Speicherkapazität auswirken und neutral für die Performance des Quellsystems sind. Per einfachem API-Befehl oder über das Azure-Portal können SAP-Kunden einen Klon erstellen, der auf einer solchen Backup-Kopie aufbaut. Dieser Speicherklon ist in Sekunden erstellt.

Die Vorteile für SAP-Kunden

Das Beispiel «Systemkopien» zeigt, wie die Integration von Best-Practice-Tools komplexe Abläufe von Tagen auf Minuten reduziert, sowohl im regulären Tagesgeschäft wie auch im Projektbetrieb – egal, ob On-Premises oder in der (Hybrid-/Multi-)Cloud. Anwender profitieren vom abgestimmten Vorgehen und der Erfahrung von NetApp und externen Partnern. Unternehmen erhalten so eine zuverlässige und sichere hybride Cloud-Umgebung, die neben ihren eigenen Infrastruktur-Bestandteilen die richtigen Public- und Private-Cloud-Komponenten beinhaltet. Eine solche hybride SAP-Landschaft lässt sich flexibel anpassen, sobald sich der Markt verändert. Aus strategischer Sicht wird für manche Unternehmen der hybride Cloud-Ansatz bereits die Endausbaustufe darstellen, anderen dient er hingegen als perfekter Startpunkt in Multi-Cloud-Szenarien.

NetApp im SAP-Umfeld

Als einer der strategisch wichtigsten Partner von SAP weltweit bietet NetApp Lösungen, die auf zertifizierten Designs basieren, etwa für eine konvergente Infrastruktur. SAP-Kunden profitieren so von All-Flash-Performance, Plug-&-Play-Implementierung und nahtloser Skalierbarkeit. Tausende von Kunden setzen Lösungen von NetApp als Basis für ihre SAP-Anwendungen ein.
Im Fokus der SAP-Aktivitäten von NetApp steht eine nahezu unbegrenzt skalierbare Data-Fabric-Architektur, in der die Daten immer genau dort sind, wo sie benötigt werden. SAP-Kunden können so ihre Daten nahtlos und kostengünstig zwischen On-Premises-und Hybrid-Cloud- sowie Multi-Cloud-Umgebungen verschieben. Als zentrale Managementoberfläche beim Hyperscaler stellt NetApp Cloud Volumes ONTAP oder Cloud Volumes Service bereit. Zu letzterem zählt Azure NetApp Files.
Gemein ist diesen Diensten, dass sie ein ganzheitliches Datenmanagement etablieren, was Projekte beschleunigt, den Betrieb vereinfacht und SAP-Umgebungen zukunftsfähig macht.
Zum Autor
Marc Ender
NetApp
Marc Ender leitet das Solutions-Engineering-Team und verantwortet das Cloud-Solution-Geschäft bei NetApp Schweiz. Seit 2004 arbeitet er für diverse Grosskunden in allen Sparten und berät diese rund um die Themen Datamanagement und zukunftsweisende Hybrid-Cloud-Lösungen.
Zum Unternehmen: NetApp ist Marktführer im Bereich Cloud Data Services und ermöglicht Unternehmen weltweit, das Potenzial ihrer Daten auszuschöpfen.
Mehr Informationen: www.netapp.ch
Dieser Beitrag wurde von der NetApp Switzerland GmbH zur Verfügung gestellt und stellt die Sicht des Unternehmens dar. Computerworld übernimmt für dessen Inhalt keine Verantwortung.


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