Fond geäufnet 27.11.2018, 14:39 Uhr

Die SBB wollen Digitalisierungsfolgen erforschen

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) wollen die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt im eigenen Betrieb erforschen. Sie haben deshalb zusammen mit den Sozialpartnern einen zehn Millionen Franken schweren Fonds geäufnet.
Anlässlich der Unterzeichnung des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) gaben die SBB und die Sozialverbände die Initiierung eines Digitalisierungsfonds bekannt. Im Bild: Markus Jordi, Leiter Human Resources SBB, Andreas Meyer, SBB-CEO, Giorgio Tuti, Präsident SEV, Manuel Avallone , Vize-Präsident SEV und Markus Spühler, Präsident KvöV (v.l.n.r.)
(Quelle: SBB )
Die SBB haben zusammen mit den Sozialpartnern einen Digitalisierungsfonds initiiert. Dieser soll sich mit den langfristigen Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für die SBB und deren Mitarbeitenden beschäftigen. Die SBB speist diesen Fonds mit zehn Millionen Schweizer Franken. Das Geld wird gezielt für Studien und Projekte eingesetzt, welche die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt und Arbeitsplätze der SBB aufzeigen.
«Wir befinden uns in einem digitalen Wandel, welcher Chancen und Risiken für die SBB, ihre Arbeitsplätze und unsere Mitarbeitenden birgt. Wir gehen diesen digitalen Wandel unternehmerisch und sozialpartnerschaftlich an und blicken dabei weit über den Horizont des neuen Gesamtarbeitsvertrags hinaus», kommentiert SBB-CEO Andreas Meyer die Gründung.

Die Resultate der Digitalisierungsstuden sollen einerseits handlungsweisend für die Gestaltung zukünftiger Rahmenbedingungen respektive Gesamtarbeitsverträge sein.

Anderseits wird der Fonds auch genutzt werden zum Design von Weiterentwicklungsprogrammen für bestehende sowie für zukünftige Berufsgruppen, die sich aufgrund der Digitalisierung stark verändern.
Und abschliessend soll der Fonds auch einen konstruktiven Diskussionsraum für gemeinsame «Best Practices und Lessons Learned» aus bisherigen Erfahrungen bieten.

Im Fokus der Personalverbände steht die Unterstützung der Mitarbeitenden beim digitalen Wandel. «Ihre Arbeitsmarktfähigkeit muss intern und auch extern nachhaltig gesichert werden», betont Giorgio Tuti, Präsident der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV. Dabei soll auch die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden gestärkt werden. «Neue dezentrale und flexible Arbeitsformen lösen Ängste aus. Die Personalverbände wollen deshalb sicherstellen, dass die Mitarbeitenden auch in der neuen digitalen Arbeitswelt einen dem GAV gleichwertigen sozialen Schutz erhalten».

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Die Schnellwahl mit einstellbarer Destination und Ausgangspunkt sind stark umgesetzt



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