PostFinance: Kernbank-Wechsel mit Unterbruch

150-Millionen-Invest in die Zukunft

Das künftige Kernbankensystem ist für PostFinance das Fundament, auf dem neue Services gebaut werden sollen. CEO Köng sprach an dem Anlass beispielsweise davon, dass Kunden bald ohne Papier eine Kreditkarte beantragen oder ein Konto eröffnen können. Auch die jährlich rund 200'000 Adressänderungen will das Unternehmen ohne Medienbruch abwickeln können.
Markus Fuhrer sieht PostFinance mit dem neuen IT-System für die Zukunft gerüstet
Quelle: computerworld.ch
In einem ersten Schritt hat PostFinance bereits 2013 das Fondsgeschäft auf BaNCS migriert. Ein halbes Jahr später folgte das Devisen- und Geldmarktgeschäft. Seit Ende 2015 ist das Unternehmen ausserdem fähig, den Zahlungsverkehr nach dem internationalen Standard ISO 20022 zu verarbeiten. Bis heute wurden bereits 95 Prozent der Geschäftskunden auf die neuen Formate migriert. Nach dem Go-Live an Ostern sollen es 100 Prozent sein. Die neue Architektur von BaNCS wird es PostFinance daneben erlauben, auf künftige Entwicklungen wie die europäische Payment Services Directive 2 (PSD2) zu regieren. Wie Fuhrer der Computerworld sagte, sei PSD2 bis anhin nicht für die Schweiz bindend. Sollte sie aber umgesetzt werden, hätte PostFinance mit dem neuen Kernbankensystem beste Voraussetzungen, den Kunden und Partnern neue Dienstleitungen anzubieten.
CEO Köng sieht PostFinance mit dem kommenden System hervorragend gerüstet für die Zukunft: «Die BaNCS-Software wird auch in zehn Jahren noch im Einsatz sein», sagte er. Die aktuelle Kernbankenlösung ist seit 1993 in Betrieb. Für ihre Ablösung hat PostFinance einen Betrag von 150 Millionen Franken in der Bilanz aktiviert. Die Summe soll nun über die nächsten zehn Jahre abgeschrieben werden. Zu den effektiven Kosten macht PostFinance keine Angaben.


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