Computerworld-Newsticker KW 4/2022

Mittwoch, 26. Januar 2022

Microsofts Cloud-Geschäft wächst weiter schnell
Das boomende Cloud-Geschäft hält Microsoft weiter auf Wachstumskurs. Im vergangenen Quartal steigerte der Software-Riese seinen Umsatz im Jahresvergleich um ein Fünftel auf 51,7 Milliarden Dollar. Unterm Strich verdiente Microsoft in dem Ende Dezember abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal knapp 18,8 Milliarden Dollar – ein Plus von 21 Prozent. Im Cloud-Geschäft stiegen die Erlöse um 32 Prozent auf 22,1 Milliarden Dollar. Bei der Cloud-Plattform Azure, mit der Microsoft unter anderem mit Amazons Sparte AWS um die Gunst kleiner und grosser Unternehmen konkurriert, wuchs der Umsatz um 46 Prozent. Microsoft hatte am Anfang des Quartals auch sein neues Betriebssystem Windows 11 auf den Markt gebracht. Die Einnahmen im Windows-Geschäft mit PC-Herstellern wuchsen um ein Viertel, hiess es. Microsoft setzt darauf, dass Personal Computer nach dem verstärkten Arbeiten und Lernen von zu Hause aus in der Corona-Pandemie auch dauerhaft eine grössere Rolle spielen werden. Auf den Bürokommunikationsdienst des Konzerns, Teams, greifen inzwischen monatlich 270 Millionen Nutzerinnen und Nutzer zurück.
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EU-Kommission bringt Erklärung über digitale Rechte auf den Weg
Der Mensch im Mittelpunkt und sicher sowie nachhaltig muss es sein: So stellt sich die EU-Kommission den digitalen Raum vor. Die Brüsseler Behörde schlug eine entsprechende Erklärung über Rechte und Grundsätze vor, die den digitalen Wandel in der EU begleiten soll. «Wir wollen sichere Technologien, die für die Menschen funktionieren und unsere Rechte und Werte achten, auch wenn wir online sind», sagte EU-Kommissionsvize Margrethe Vestager. Sie betonte, dass diese Rechte schon jetzt bestünden – viele Menschen sich dessen jedoch nicht bewusst seien. Der Rat der EU-Staaten und das Europaparlament müssen der Erklärung noch zustimmen. Konkret sieht der Entwurf der Erklärung sechs Kapitel vor. Demnach soll unter anderem sichergestellt werden, dass digitale Technologien die Grundrechte der Menschen respektieren und zum Wohle der Europäer arbeiten. Ausserdem soll die digitale Transformation demnach zu einer fairen Gesellschaft und Wirtschaft beitragen und das Recht auf Beteiligung etwa durch die freie Meinungsäusserung sichern. Persönliche Daten sollen geschützt werden und private Kommunikation vertraulich sein. Negative Auswirkungen auf die Umwelt sollten so gering wie möglich gehalten werden. Ziel der EU-Kommission ist es, diese Leitplanken weltweit zum Vorbild zu machen.
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