Schweizer Rechenzentren 24.04.2020, 11:45 Uhr

Nur die beste Cloud ist gut genug

Die Schweizer Anwenderunternehmen setzen vermehrt auf das Cloud Computing. Dabei wird allerdings selten alles aus einer Hand bezogen. Vielmehr scheint das Beste gerade gut genug zu sein.
Die Versicherung Axa baut auf die Schweizer Clouds von Google und Microsoft
(Quelle: Axa)
Nahezu seit einem Jahr versorgen die Hyperscaler Google, Microsoft und Oracle ihre Schweizer Kunden mit lokalen Cloud-Ressourcen. Die Investitionen in Rechenzentren innerhalb der Schweizer Grenzen rechnen sich offenbar. Kaum eine Woche vergeht, in der sich nicht eine neue Marke für die Cloud entscheidet. Dabei ist die Rechtssicherheit der Schweizer Installationen ein Hauptgrund. Die kürzeren Latenzzeiten ein weiterer. Und die geringfügig höheren Kosten für die Datenhaltung im Inland eher kein Hindernisgrund.
War die Infrastruktur im firmeneigenen Rechenzentrum bis anhin auch divers, zeichnet sich bei den (Schweizer) Clouds ein vergleichbares Szenario ab: Die Unternehmen setzen die externen Ressourcen gezielt ein – für Bürotätigkeiten, Kommunikation, Prozessoptimierung und natürlich Digitalisierungsprojekte. Neue Geschäftsmodelle sollen mit den Cloud-Applikationen schnell umgesetzt, getestet und im schlechtesten Fall auch wieder abgeschaltet werden können. Im Erfolgsfall skalieren die (Schweizer) Clouds selbstverständlich auch. Sowohl beim Wachstum der Bürobelegschaft als auch bei den Digitalprojekten.
Exemplarisch für die Unternehmen mit multiplen Cloud-Ressourcen stehen fünf Schweizer Konzerne, die sich nach Eröffnung der lokalen Rechenzentren bei mehreren Hyperscalern eingemietet haben: die Versicherung Axa, der Pharmariese Novartis, die SBB, die Fluggesellschaft Swiss und der Software-Entwickler Temenos. Alle haben unterschiedliche Beweggründe für die Auswahl ihrer Cloud-Partner.

Axa: Büro, Systeme und Analytik

Der Versicherungskonzern Axa ist Teil der gleichnamigen französischen Gruppe. Die Schweizer Niederlassung mit Hauptsitz in Winterthur kann aber über ihre IT grösstenteils selbst bestimmen. So hat sich die Informatikabteilung unter der Leitung von CIO Andreas Maier für eine Migration der Applikationen und Systeme in die Cloud entschieden. Das Betreiben eines eigenen Rechenzentrums gehört nicht mehr zu den Kernkompetenzen eines modernen Versicherungsunternehmens, sagt Maier: «Künftig setzen wir den Fokus in der IT der Axa Schweiz noch stärker auf Innovation und die Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells und lagern dafür andere Services aus.»
Den Zuschlag für das Outsourcing bekamen sowohl Google als auch Microsoft. Entscheidend für die Wahl der beiden Provider: der Standort Schweiz. Dass die Daten der Axa im eigenen Land bleiben, sei von Beginn weg eine Voraussetzung für den Wechsel zu den externen Services und damit ausschlag­gebend für den Entscheid gewesen. «Als Versicherungs­unternehmen tragen wir eine hohe Verantwortung unseren Kunden gegenüber – der Schutz ihrer Daten hat bei uns oberste Priorität», erklärt Maier. Mit den beiden Hyperscalern habe Axa Partner gefunden, die sowohl bei Innovation und Technologie als auch bei der Sicherheit branchenführend seien. «Beide Provider haben ausserordentlich strenge Vorgaben bezüglich Datensicherung und entsprechen auch hinsichtlich der Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen unseren hohen Anforderungen», betont der CIO. Die in der Cloud gespeicherten Daten werden deshalb auch in Zukunft absolut sicher in grossen, professionell geschützten Rechenzentren aufbewahrt. Der Zugriff auf die Daten obliegt weiterhin ausschliesslich Axa-Mitarbeitern.
“Der Rechenzentrumsbetrieb gehört nicht zu den Kernkompetenzen einer Versicherung„
Andreas Maier, Axa
Den rund 4400 Angestellten wird von Microsoft einerseits die Büroumgebung bereitgestellt, andererseits mit Azure eine Plattform für den Betrieb der Fachapplikationen. Die Ressourcen in der Google Cloud sollen vorrangig für Analytikanwendungen genutzt werden. Wie Maier ausführt, erfolgt die Migration der bestehenden Anwendungen und Daten schrittweise sowie unter Berücksichtigung der Cloud-Vorgaben der Finanzmarktaufsicht Finma. «Indem wir nicht mehr alle Software-Lösungen inhouse programmieren müssen, können wir unsere Ressourcen darauf konzentrieren, innovative, kundenorientierte und persona­lisierte Dienstleistungen zu entwickeln und dadurch das digitale Kunden­erlebnis zu verbessern», sagt Maier.
So sei der Entscheid für die Cloud nicht allein aus Kostensicht gefallen. «Die Nutzung externer und Cloud-basierter Rechenzentren ist ein Investment in die Innovationskraft der Axa Schweiz. Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Entscheid einen richtigen und wichtigen Schritt für unser Unternehmen gehen. Cloud-Technologie ist die Zukunft und nur wer den Trend nicht verschläft, wird sich weiterhin erfolgreich am Markt positionieren können», erläutert Maier. Ein positiver Nebeneffekt der Cloud-Strategie sind zusätzliche Einnahmen aus einem Deal mit der Stadt Winterthur: Die städtischen Informatikdienste haben Ende August vergangenen Jahres das Rechenzentrum in die Räumlichkeiten der Axa gezügelt. Die Stadt beteiligt sich nun mit jährlich rund 210'000 Franken an den Betriebskosten für das Axa-Rechenzentrum.

Novartis: «Insight Centers» und KI

Der Basler Pharmariese Novartis setzt schon seit Jahren auf die Cloud. Neu sollen mithilfe von Cloud-Ressourcen die Fertigungs- und Lieferketten optimiert sowie transformiert werden. Bis anhin gibt es zwar Standortsteuerungssysteme für die weltweit mehr als 60 Produktionsstätten, in denen Therapeutika für fast eine Milliarde Menschen hergestellt werden. Auch werden in den Niederlassungen schon heute Hadoop-Plattformen für die Datenanalyse betrieben. Allerdings war es bislang kostenintensiv und aufwendig, Messwerte zu entwickeln, anhand derer sich die Leistung eines Standorts sowie die globale Performance vorhersagen lies­se. Das soll sich mit der neuen Partnerschaft zwischen Novartis und AWS nun ändern.
Im Rahmen einer mehrjährigen Kooperation sollen Cloud-basierte «Insight Centers» eingerichtet werden, mit denen das Netz der Fertigungsstätten und Vertriebszentralen in Echtzeit sichtbar gemacht werden soll. Die Center sollen Fertigungs- und Planungsteams dabei helfen, die Produktionslinien besser zu prognostizieren und zu verfolgen, allfällige Engpässe zu erkennen und Optimierungsempfehlungen abzugeben. Weiter sollen anhand der visuellen Inspektion der Standorte die Computer-Vision-Algorithmen von AWS analysieren, wie sich Produktionsrisiken durch ungeplante Ausfallzeiten oder Verzögerungen minimieren lassen. Dabei sollen AWS’ Dienste für Maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz auch Prognosemodelle für die Nachfrage erstellen. 
Jedes lokale «Insight Center» wird zusätzlich auch einen globalen Überblick über die Produktionskapazitäten bieten. Die Ziele sind, den Herstellungsprozesses agiler zu gestalten und letztendlich natürlich die Produktionsqualität zu erhöhen. Gleichzeitig sollen die Kosten, unnötige Lagerbestände und Maschinenstillstandzeiten vermindert werden. «Der Einsatz von Data Science und digitalen Technologien zur Neugestaltung der Arzneimittelproduktion steht nicht nur im Mittelpunkt unserer Transformation. Sie sind auch der Kern unseres Bestrebens, die Patienten schneller mit innovativen Arzneimitteln zu versorgen», betont Bertrand Bodson, der Chief Digital Officer von Novartis.
Bei der Produktions- und Lieferkettenoptimierung partnert Novartis mit AWS. Im Bereich der Forschung hat sich der Konzern für Microsoft entschieden. «Microsoft ist eines der führenden Unternehmen im Bereich KI und damit schon sehr aktiv im Gesundheitswesen. Die Chemie hat von Anfang an gestimmt, beide Seiten können ihre Ideen gleichberechtigt einbringen», begründet Bodson. Ziel der gemeinsamen Arbeit sei es, die Art und Weise, wie Medikamente entdeckt und entwickelt werden, zu verändern. Die Forschungsaktivitäten werden auf dem Novartis Campus in Basel, im Novartis Global Service Center im irischen Dublin und im Microsoft Research Lab im britischen Cambridge stattfinden. In den Labors sollen die grossen Datensätze mithilfe der KI-Lösungen von Microsoft analysiert werden.
«Mit künstlicher Intelligenz kann eine Vielzahl an Molekülen in den unterschiedlichsten Kombina­tionen getestet werden», so der Chief Digital Officer. «Dank KI können jene Verbindungen mit den stärksten Bindungseigenschaften identifiziert werden.» Danach könne dann wiederum der Wissenschaftler testen, welche am besten funktionieren. Novartis will damit auch besser auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Patienten ein­gehen können, kündigt Bodson an.

SBB: Hybrid-Multi-Cloud

Bereits vor mehr als vier Jahren hat die SBB den Weg in die Public Cloud geebnet. Der Wechsel auf Office 365 war 2018 ein erster Schritt. Mit Ressourcen von AWS und Microsoft Azure wurde damals auf Projektbasis ebenfalls schon gearbeitet. In einer Ausschreibung vor gut einem Jahr wurde dann vorgegeben, dass die Workloads zu einem «erheb­lichen Teil» vom bisherigen Private-Cloud-Provider auf Public-Cloud-Anbieter transferiert werden sollen.
Den Zuschlag im «Hybrid-Multi-Cloud»-Projekt erhielten Anfang Jahr nun AWS, IBM und Microsoft. Die drei Anbieter sollen dieser Tage mit der Bereitstellung von Computing- und Storage-Ressourcen beginnen und den Bahnkonzern zunächst fünf Jahre lang treu bleiben. Anschliessend können die Mandate nochmals bis zu fünf Jahre verlängert werden.
Das ausgegebene Ziel für die «Hybrid-Multi-Cloud» der SBB lautet, dass im Rahmen der Digitalisierung von Business-Prozessen die neusten Technologien und Lösungen rasch eingesetzt werden können. Weiterhin sollen die Vorteile der Skalierung und der Wirtschaftlichkeit der Cloud-Ressourcen genutzt werden, erklärt die SBB.

Swiss: Teams und stabiler Flugplan

Bei der Einführung von Office 365 ging die Lufthansa-Tochter Swiss gestaffelt vor. Während einer Pilotphase wurden rund 400 Freiwillige zu «smartGuides» ausgebildet. Sie sollten ihre Kollegen in den verschiedenen Abteilungen des Unternehmens beim Start und der praktischen Anwendung von Office 365 unterstützen. Auch hat diese Gruppe Best Practices entwickelt, die letztendlich auf einem «OnePager» zusammengefasst und allen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt wurden. So gelang der Rollout der Büroumgebung und der neuen Anwendungen, darunter Microsoft Teams. Ende 2019 zählte Swiss über 2200 Mitarbeitende auf der Collaboration-Plattform. Hierbei handelt es sich allerdings lediglich um die Angestellten am Boden. Geplant ist nun, mit der Kommunikationsplattform Yammer sowohl die Mitarbeitenden in Basel, Genf und Kloten als auch das Bordpersonal und die Piloten zu vernetzen. Dann sollen alle rund 9000 Angestellten der Swiss für die Bürokommunikation Microsofts Yammer nutzen.
Kaum ist das eine Projekt abgeschlossen, hat die Swiss-Muttergesellschaft Lufthansa ein weiteres Cloud-Vorhaben angekündigt. Bei dem Anfang Jahr lancierten Vorhaben kommt allerdings Google zum Zug – respektive Flieger. Mit dem Suchmaschinenbetreiber will Lufthansa eine zentrale Datenplattform aufbauen, auf der Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenlaufen sollen. So will die Gesellschaft etwa Schnittstellen zu ihren Einsatzplanungssystemen für das Bordpersonal sowie die Flugzeuge und die Wartungsplattformen entwickeln. Anhand dieser Datensammlung sollen die Algorithmen in der Google Cloud die operative Performance verbessern und Szenarien für eine Rückkehr zum geplanten Flugbetrieb vorschlagen.
Die Vorgabe von Detlef Kayser, Vorstandsmitglied Ressort Airline Resources & Operations Standards der Lufthansa Group, lautet: Die Plattform soll helfen, künftig potenzielle Un­regelmässigkeiten im Flugbetrieb «noch früher» zu erkennen und «zeitnah» Gegenmassnahmen einzuleiten. Parallel soll die Plattform den Fluggästen zugutekommen: Nach den Plänen der Lufthansa wird Googles künstliche Intelligenz zukünftig dabei helfen, dass die Passagiere auch bei Verspätungen oder verpassten Flügen ge­lassen bleiben. Den Fluggästen soll die Technologie früh­zeitig effizientere Umbuchungsmöglichkeiten anbieten. Von diesen neuen Services werden zuerst die Fluggäste in der Schweiz profitieren, denn die neue Plattform soll bei der Swiss in Zürich lanciert werden.

Temenos: mehr Auswahl bei den Clouds

Nur wenige Monate nach dem Start von Microsoft Azure lancierte der Genfer Software-Entwickler sein Kernbankensystem «T24» in der Cloud. Zeitgleich mit dem Marktstart im Februar 2011 kündigte Temenos an, zwölf mexikanische Finanzinstitute auf die Azure-Plattform zu migrieren. Fünf dieser Kunden – die mexikanischen Firmen CCapital Global, Findeca, Grupo Agrifin, Soficam und Sofol Tepeyac – wechselten noch im gleichen Jahr komplett in die Microsoft-Cloud, die übrigen sieben Finanzinstitute schlossen die Migration im Jahr darauf ab. Seitdem registrieren die Genfer alljährlich einen Zustrom an neuen Finanzdienstleistern, die das Kernbankensystem aus der Cloud beziehen möchten. Die meisten Kunden stammen allerdings aus dem Ausland, wobei Swissquote und die Waadtländer Kantonalbank Beispiele für Schweizer Kunden sind.
“Wir sehen ein explosionsartiges Wachstum bei der Cloud-Adaptation in der Bankenbranche„
Max Chuard, Temenos
Geht es nach den Plänen von Temenos, sollen in Zukunft noch mehr Banken hinzukommen. Dafür wurden im vergangenen Jahr erstens zwei Systeme lanciert, die neu in allen Clouds bereitgestellt werden können: die Kernbankenlösung «Temenos T24 Transact» und die Front-Office-Anwendung «Temenos Infinity». Beide laufen auf Microsoft Azure, AWS und Google Cloud.
Mit dem Suchmaschinenbetreiber ging Temenos Anfang Jahr neu eine globale Partnerschaft ein. Die «Anthos»-Plattform von Google soll es Finanzinstitutionen erlauben, ihre bestehenden Systeme mit Open-Source-Technologien wie Containern, Istio und Kubernetes in die Cloud zu bringen oder zumindest mit Ressourcen dort zu verknüpfen. Dafür will Temenos parallel alle seine Banking-Lösungen in der Google Cloud bereitstellen. «Wir sehen ein explosionsartiges Wachstum bei der Cloud-Adaptation in der Bankenbranche», freut sich Max Chuard, CEO von Temenos, über die Nachfragesituation. Den Multi-Cloud-Umgebungen
gehöre die Zukunft, doppelt er nach.

Swisscom: Cloud statt Mainframe

Zusammen mit dem Walliseller Software-Hersteller LzLabs hat Swisscom seine Mainframe-Anwendungen in die Cloud migriert. Dafür mussten weder die Alt­anwendungen neu kompiliert noch die Daten neu formatiert werden, sagt Markus Tschumper, Head of General IT Services bei Swisscom. Allerdings doppelt er nach, dass das Projekt trotzdem mit einigen Herausforderungen verbunden gewesen sei.
Vor ca. vier Jahren lancierte das Projektteam rund um Tschumper gemeinsam mit LzLabs einen Proof of Concept. Das Ziel war es, die Anwendungen «Swibi», (Swisscom Billing, Handling der Abonnements und Festnetzanschlüsse für Analogtelefonie), «Terco» (Telephon Rationalisierung mit Computern, Inventar und Festnetzanschlussverwaltung Analogtelefonie, Ende 1960er-Jahre in Auftrag gegeben) und «ZNV» (Zentrale Nummern Verwaltung, für Analog- und IP-Festnetz) in eine x86-Umgebung zu migrieren. Die drei Applikationen liefen auf zwei Mainframes mit einer Leistung von insgesamt 2500 MIPS (Million Instructions per Second). Parallel mussten rund 20 Terabyte DB2-Storage migriert werden. Der Pilot war erfolgreich, sodass Swisscom im Januar 2017 das Projekt startete. 
Wie Tschumper erklärt, ging es einerseits um die Technologie, andererseits aber auch um einen kulturellen Wandel. Der Mainframe hatte über 30 Jahre einwandfreie Dienste geleistet. Das 13 Personen zählende IT-Team musste auf den Wandel vor­bereitet werden. Tschumper selbst als Projektauftraggeber und Thilo Rockmann von LzLabs stellten sich regelmässig den Fragen der Kollegen. Sehr hilfreich sei gewesen, dass neben den beiden Führungskräften auch der in der Belegschaft geschätzte Mainframe Solutions Architect Christian Hodel an den Projekterfolg glaubte.
Sowohl Swisscom als auch LzLabs hatten mit dem Migrieren der Anwendungen und Daten viel Arbeit, berichtet Tschumper. Die Mainframe-Experten bei Swisscom verwendeten viel Zeit für das Testing, um die Funktionsweisen der Applikationen, der Jobs und der Schnittstellen zu identifizieren. So stellte sich heraus, dass teilweise das Wissen über Interdependenzen lückenhaft war. LzLabs-COO Rockmann und seine Kollegen entwickelten parallel ihre Lösung weiter, denn Transaktionen nach IMS (IBMs Information Management System) wurden bis anhin nicht unterstützt und mussten neu implementiert werden.
Im März vergangenen Jahres konnte schliesslich die neue Lösung in der Swisscom Enterprise Cloud live gehen. Und die Mainframes tatsächlich heruntergefahren werden. Neu laufen die Anwendungen auf x86-Computern mit acht virtuellen Prozessoren. Die Datenbanken wurden von DB2 auf Postgres migriert. Nach den Worten von Tschumper arbeitet die neue Umgebung fehlerfrei und die Rechnungsläufe hätten problemlos funktioniert. «Swisscom spart rund 50 Prozent der Mainframe-Betriebskosten ein», resümiert der Projektauftraggeber.



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