27.03.2009, 08:55 Uhr

Büro-Software wenig benutzerfreundlich

Einer Umfrage zufolge wünschen sich Arbeitnehmer benutzerfreundlichere Büro-Software. Unternehmen geht durch die Programme wertvolle Arbeitskraft verloren.
Gary Fry: Büro-Software sollte sich an Consumer-Anwendungen orientieren
Vier von zehn Angestellten haben Schwierigkeiten mit der Bedienung der Office-Software an ihrem Arbeitsplatz. Nahezu jeder Anwender sagte aus, dadurch wöchentlich produktive Arbeitszeit zu verlieren. 70 Prozent beziffern den Verlust mit bis zu einer Stunde, bei 22 Prozent sogar bis zu fünf Stunden pro Woche; im Durchschnitt liegt der Verlust bei nicht ganz zwei Stunden.
Als Hauptursache für den Produktivitätsverlust gaben die Mitarbeiter an, dass die Software über mehr Funktionen verfüge als nötig (38 Prozent). Weitere Gründe: Die Programme sind nicht kompatibel mit anderer Software, die Tools sind schlecht entwickelt (jeweils 30 Prozent) und die Anwender wurden nicht ausreichend geschult (21 Prozent).
Software so intuitiv wie das iPhone
«Unternehmen investieren Millionen, um ihre Mitarbeiter für Business-Software fit zu machen. Die Angestellten nutzen dagegen Netzwerke wie Facebook oder Xing, ihr iPhone, twittern oder digitalisieren ihre Musik, ohne irgendein Training absolviert zu haben», konstatiert Global-Graphics-Chef Gary Fry. Sein Unternehmen hat die Umfrage unter 1015 Büroangestellten aus kleinen, mittelständischen und grossen Unternehmen initiiert.
«Wenn Business-Software so nutzerfreundlich wäre wie die Technologien für den Endverbraucher, dann würden Mitarbeiter effizienter und motivierter sein. Unternehmen würden von niedrigeren Schulungskosten und höherer Produktivität profitieren», sagt Fry. Software-Entwickler sollten sich am Endverbrauchermarkt orientieren, «anstatt immer mehr Anwendungen und Funktionalitäten zu entwickeln, die bloss eine Handvoll Anwender jemals braucht».


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