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Lesedauer 4 Min.

Mesh-Set Orbi RBE973S im Test

Netgears Spitzen-Triple, das Wi-Fi-7-Set RBE973S, soll bis zu 10'000 Quadratmeter grosse Häuser mit Highspeed-Internet abdecken können. Und kann noch viel mehr. Online PC hat den Turbo unter den Mesh-Sets getestet.
Orbi RBE973S: Das Dreierset vom Netzwerwerkspezialisten Netgear
© (Quelle: Netgear)

Netgears 3er-Set Orbi RBE973S (auch BE27000 genannt) ist ein Highspeed-Wi-Fi-7-Mesh-System, das sich besonders für benötigte hohe Datendurchsatzraten empfiehlt. Das Quadband-Set (2,4 GHz, 2 x 5 GHz und 6 GHz) funkt auf vier Frequenzbänder, besteht aus einer Basis-Station und zwei Satelliten, die eine leicht unterschiedliche Anzahl an Anschlüssen aufweisen. 

Der Reihe nach: Der stattliche Strassenpreis des 3er-Sets beträgt satte Fr. 2’100.-. Was Käufer dafür bekommen? Unterm Strich eine extrem hohe Abdeckung, viel Speed und Reichweite. Mit einem Gesamttempo von 27 Gbit pro Sekunde und Abdeckung rund 10’000 Quadratmeter kann es nicht nur den Innenraum grosser Häuser, sondern auch deren Aussenbereiche abdecken. Zudem wird das Set mit einer 1 Jahreslizenz der Sicherheitssoftware Armor (von Bitdefender) ausgeliefert. Damit sollen und angeschlossene Geräte vor Viren, Passwortdiebstahl, Ransomware und anderen Sicherheitsbedrohungen geschützt werden. Ohne Abonnement ist immerhin eine u.a. eine kostenlose Basis-Kindersicherung enthalten, mit der sich Internetzugänge unterbrechen oder auch die Online-Zeiten einstellen lassen. Tipp: Hier gibts direkt im Anschluss ein kurzes Video über die Features des neuen Orbis-Sets.

Die Ausstattung

Netgear Orbi RBE973s: Router und Satellit © Quelle: Netgear

Zur Ausstattung des Sets: Das 3er Set besteht aus einem Master und zwei baugleichen Mesh-Satelliten. Jedes der Geräte ist zudem mit 12 internen Antennen ausgestattet. Der Master (oder auch Basis) ist mit einem 10-Gigabit-WAN-Port (zum Anschluss an das Internet-Modem), einem 10-Gigabit-LAN-Port und vier 2,5-Gigabit-LAN-Ports ausgestattet. die sich alle auf der Rückseite befinden. Ausserdem gibt ebenso rückseitig noch eine Sync-, Power- sowie Reset-Taste. Hingegen sind die beiden Satellitenknoten mit einem 10-Gigabit-LAN-Port (der als kabelgebundenes Backhaul (engl. für «Rücktransport» der Daten) verwendet werden kann), gleich zwei 2,5-Gigabit-LAN-Ports, einer Sync-Taste zum Koppeln des Satelliten mit der Basis, einem Reset- und Power-Button ausgestattet. USB-Anschlüsse etwa für externe Speichermedien sind auch hier leider Mangelware.

Und: Sowohl das 6-GHz-Band als auch das zweite 5-GHz-Band können für ein eigenes drahtloses Backhaul verwendet werden. Das macht dann Sinn, wenn sich ein kabelgebundenes (in der Regel schnelleres und stabileres) Backhaul beim Aufstellort eben nicht realisieren lässt.

Die Inbetriebnahme

Die Orbi-App dient zur Inbetriebnahme des Mesh-Sets © Quelle: PCtipp

Die Installation ist «Mesh-Geräte-typisch» und geht am einfachsten per Orbi-App (kostenlos für iOS und Android). Läuft alles glatt, ist sie innert nur 20 Minuten erledigt. Zunächst wird die Orbi-App auf dem Smartphone installiert, danach ein Benutzerkonto angelegt. Im Folgeschritt übernimmt auch schon der Assistent, der den Anwender zum «Orbi einrichten» lenkt. Dazu wir das im Netzwerk vorhandene Internet-Modem (z.B. DSL) zuerst kurz stromlos gemacht, danach die Orbi-Basis via dem 10-Gigabit-WAN-Port (per mitgeliefertem LAN-Kabel) mit dem Modem verbunden. Im Anschluss wir sowohl Internet-Modem wie auch Master wieder eingeschaltet. Läuft alles rund blinkt die LED des Orbi-Basis durchgehend weiss und signalisiert so ihren einwandfreien Betriebsstatus. Danach kann in der App auf «weiter» getippt werden, um nacheinander das neue Mesh-Netzwerk und ein Wi-Fi Passwort zu vergeben. Ist der Mesh-Master eingebunden, können die Satellitenknoten nacheinander eingebunden werden. Auch hier führt der Assistent Regie und fragt den User ab, ob ein (weiterer) Satellit dem Mesh-Verbund beitreten soll. Funktioniert alles ordnungsgemäss, leuchten die LEDs von Master «grün», die der Satelliten durchgehen «Blau». Bei fehlerhafter Konfiguration wechseln die LEDs zu «Rot». Funktionsseitig lasen sich per App das Orbi Mesh-Netzwerk verwalten und steuern. Hier lassen sich beispielsweise die Netzwerkkarte mit den einzelnen Knoten anzeigen, oder auch, welche Clients mit dem Mesh-Netzwerk verbunden sind. Zudem lassen sich hier auch die Kindersicherung sowie Gastnetzwerk konfigurieren.

Speed und Fazit

Netgears Orbi-Set mit WiFi-7-Funk © Quelle: Netgear

Das RBE973S-Set hat bei unseren Leistungstests sehr stark abgeschnitten. Bei unserem Testparcours verteilten wir die beiden Satelliten auf zwei Stockwerken. Hier drei Kostproben von der immensen Leistung: Der Basisknoten lieferte uns ein Netzwerkdatenpeak von maximal 2.209 Mbit/s bei direktem Sichtkontakt. Im Abstand von 15 Meter (1. Stockwerk) blieben noch hervorragende 1.370 Mbit/s übrig. Bei der Messung mit dem Smartphone Samsung S23 Ultra und einer Distanz von zirka 50 Meter (2. Stockwerk) schaufelte der zweite Satellitenknoten immer noch bemerkenswerte 380 Mbit/s an Daten zum Handy. Summa summarum: alles Spitzenwerte.

Fazit: Viel Leistung, zukunftssichere Technologie und aktuelle Netzwerkanschlüsse zeichnen Netgears Wi-Fi-7-3er-Set, das Orbi RBE973S, aus. Das Mesh-System bietet zudem eine herausragende Abdeckung und Reichweite. Allerdings hat die Topleistung einen hohen Preis.

Testergebnis

Pros + Cons

  • Tempo
  • Reichweite
  • Netzwerk-Ports
  • App
  • Keine USB-Ports
  • keine Wandhalterung

Details:  3er-Set-Mesh-System (Wi-Fi 7), Quad-System (2,4 GHz, 2 x 5 GHz, 6 GHz), 1x Basis, 2x Satellit, max. 27 Gbit/s, 10-Gbit-LAN, 4x/2x 2,5 Gbit-LAN (Basis/Satellit), ARMOR-Netzwerksicherheit (1-Jahres-Lizenz), Orbi-App, Gastzugang, Kindersicherung, 2 Jahre Bring In

Preis:  Fr, 2100.-

Infos: 
Unterhaltungselektronik Hardware
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