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Lesedauer 5 Min.

Samsung baut weiter am vernetzten KI-Universum

Samsung präsentiert an der IFA 2026 im Berliner Humboldt Carré seine Vision eines KI-gestützten Alltags. Unter dem Motto «Companion to AI Living» zeigt der südkoreanische Hersteller vernetzte Geräte von Fernsehern über Monitore bis hin zu Haushaltsgeräten und Mobiltelefonen.

Samsungs Keynote zur IFA 2026 fand im Humboldt Carré in Berlin statt

© PCtipp

Die Keynote von Samsung wurde von Chief Marketing Officer Benjamin Brown eröffnet, der die Bühne betrat, um die Vision des Konzerns für das Ökosystem der Zukunft vorzustellen. Gleich zu Beginn lag der Fokus auf der tiefen Integration von künstlicher Intelligenz in den Alltag, wobei Samsung die Partnerschaft mit Google hervorhob. So hält Google Gemini direkt Einzug in die neuste Generation von Haushaltsgeräten wie den intelligenten Waschmaschinen, um Waschzyklen per natürlicher Sprachsteuerung zu optimieren, Pflegetipps zu geben und den Energieverbrauch dynamisch an das Nutzerverhalten anzupassen. Im Anschluss richtete sich der Blick auf den Gaming-Sektor, wo die Erweiterung der bekannten Odyssey-Monitorreihe präsentiert wurde, welche mit extrem hohen Bildwiederholraten, OLED-Panels und KI-gestützter Upscaling-Technologie speziell für anspruchsvolle Spieler entwickelt wurde.

Bildergalerie: Samsung im Humboldt-Gebäude

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Ein zentrales Highlight der Präsentation bildete die TV-Sparte, in der Samsung stolz auf 20 Jahre weltweite Marktführerschaft zurückblickt. Als neuste Innovation wurden fortschrittliche RGB-TVs vorgestellt, in denen massgeschneiderte KI-Prozessoren arbeiten, die nicht nur Bild und Ton in Echtzeit an die Raumakustik und Lichtverhältnisse anpassen, sondern auch als interaktiver Gesprächspartner fungieren. Darüber hinaus gab Brown einen Ausblick auf das neue Smartphone Galaxy S26 FE, das als preislich attraktives Mittelklasse-Modell die wichtigsten Flaggschiff-Funktionen und Galaxy-AI-Features einem breiteren Publikum zugänglich machen soll. Den Abschluss der Produktvorstellungen bildete die neuste Generation des kompakten LED-Projektors, der The Freestyle Plus heisst. Das Besondere an der überarbeiteten Plus-Version des tragbaren Beamers ist die Kombination aus automatischer 180-Grad-Richtungsausrichtung, integriertem Smart-TV-Betriebssystem und der Edge-Blending-Technologie, mit der sich zwei Freestyle-Geräte kabellos koppeln lassen, um ein riesiges, nahtloses Panorama-Projektionsbild zu erzeugen. Im Folgenden bespricht der PCtipp die Details.

Volle Gänge im verwinkelten Humboldt-Gebäude

© PCtipp

Samsungs aktuelle TV-Generation

Im TV-Bereich steht der Hersteller jeher für eine hohe Innovationskraft. So nun auch mit der neuen Bildschirmtechnologie Micro RGB (Modelle-Reihen: RH95b und die günstigere RH85), bei der mikroskopisch kleine rote, grüne und blaue LEDs die Farb- und Kontrastpräzision massgeblich steigern. Die Benutzeroberfläche der TV-Modelle des Jahrgangs 2026 wird durch den Vision AI Companion ergänzt, der eine sprachbasierte Inhaltssuche und personalisierte Empfehlungen direkt auf den Bildschirm bringt. Die Funktion ist in verschiedenen Sprachen verfügbar, darunter Deutsch und Englisch. Darüber hinaus wird die Gratis-Streamingplattform Samsung TV Plus ausgebaut, die weltweit mittlerweile über 100 Millionen monatlich aktive Konten zählt.

Samsungs aktuelles OLED-Flaggschiff S99H spannt 83 Zoll auf

© PCtipp

Neue Gaming-Monitore der Odyssey-Serie

Im Segment der Displays präsentierte Samsung vier neue Modelle der Odyssey-Reihe. Der Odyssey G75SJ ist der erste gebogene OLED-Gaming-Monitor mit einer Diagonale von 42 Zoll und 4K-Auflösung. Das 27-Zoll-Modell Odyssey G60H erreicht eine Bildwiederholrate von 1100 Hz für besonders schnelle Reaktionen beim Spielen. Der Odyssey OLED G9 bietet als 49-Zoll-DQHD-Monitor eine Bildwiederholfrequenz von 360 Hz. Ergänzt wird die Serie durch den Odyssey OLED G8, ein 32-Zoll-UHD-Gerät mit QD-OLED-Technologie, ebenfalls 360 Hz und Triple-Mode-Unterstützung. Schweizer Preise und genaue Markteinführungsdaten für die neuen Monitore stehen allerdings noch nicht fest.

Auf der Keynote wurden die Odyssey-Gaming-Monitore präsentiert

© PCtipp

Effiziente Haushaltsgeräte und Smartphone

Bei den Haushaltsgeräten baut Samsung die Bespoke-AI-Waschmaschinenserie um Modelle mit 10 kg und 13 kg Fassungsvermögen aus. Das 10-kg-Modell unterschreitet den Grenzwert der europäischen Energieeffizienzklasse A um bis zu 70 Prozent. Das 13-kg-Modell bietet dank moderner Bauweise ein höheres Ladevolumen bei einer europäischen Standardtiefe von 60 cm. Für den Bespoke-AI-Kühlschrank stehen Updates der Family-Hub-Software bereit, welche die automatische Lebensmittelerkennung in der Küche verbessern.
Im Mobilbereich zeigte Samsung das Galaxy S26 FE. Das Smartphone der S26-Serie nutzt das Betriebssystem One UI 9 und bringt damit Funktionen der Galaxy AI sowie aktualisierte Kamerawerkzeuge in eine preislich zugänglichere Geräteklasse (ab Fr. 649.-).

Die Bespoke-Waschmaschinen in normaler und kompakter, platzsparender Version

© PCtipp

Fazit: KI, Öko und viel Displays

Samsung ist zwar, obwohl der südkoreanische Hersteller sogar als offizieller Hauptsponsor des IFA Creator Hubs auftritt, nicht direkt auf dem Messegelände zu finden. Das macht aber nichts. Denn wer die Präsentation in Berlin verfolgte, sah vor allem eine konsequente Ökosystem-Strategie. Künstliche Intelligenz soll nach den Vorstellungen des Herstellers nicht als Einzel-Feature beworben werden, sondern als Infrastruktur, die Haushaltsgeräte, Displays und Mobilgeräte im Hintergrund vernetzen.
Wirklich überraschend ist dieser Auftritt allerdings nur in Teilen. Denn das gezeigte Galaxy S26 FE sowie die Software-Updates für Kühlschränke und Waschmaschinen bieten solides Feintuning. PCtipp hat bereits über das günstige FE-Mittelklassemodell schon detailliert berichtet.

Der eigentliche Fortschritt zeigt sich bei den Preisen für die Micro-RGB-Bildschirmen. Mit Modellen wie dem R95H bringt Samsung die neuen Strahlemänner nun zu massentauglichen Preisen ab etwa 2500 Franken in Schweizer Wohnzimmer. Bisherige LCD- und QLED-Fernseher nutzten blaue LEDs mit Phosphor- oder Quantum-Dot-Filtern. Durch die direkte RGB-Beleuchtung erreicht Samsung eine fast vollständige BT.2020-Farbraumabdeckung ohne störende Farbverfälschungen. Zusammen mit Rekordwerten bei den Gaming-Monitoren – wie den fast schon extrem anmutenden 1100 Hz des Odyssey G60H – zeigt Samsung auf der IFA 2026 einmal mehr, dass an dem südkoreanischen Tausendsassa bezüglich Innovation und technischem Fortschritt kaum ein Weg vorbeiführen dürfte.

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