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Lesedauer 3 Min.

Bessere Qualität der swisstopo Geodaten dank neuer Luftbildkameras

Zum Start der Flugsaison 2026 führt das Bundesamt für Landestopografie swisstopo eine Kamera neuster Generation für die Aufnahme von Luftbildern ein. Diese Weiterentwicklung dient der Erneuerung von Aufnahmesystemen, die das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben.
© swisstopo

Die Produktion von Geodaten wird dadurch modernisiert und deren Qualität sowie Zuverlässigkeit langfristig gewährleistet.

Luftbilder bilden eine wesentliche Grundlage für die Produktion von nationalen Geodaten. Sie werden insbesondere für die Aktualisierung der Landeskarten, des topografischen Landschaftsmodells und der Orthofotos verwendet. Ab der Flugsaison 2026 modernisiert swisstopo sein Luftbildaufnahmesystem mit der Einführung der Kamera Leica DMC-4S weiter. Dank der Kamera neuster Generation profitieren die Behörden, Unternehmen, die Wissenschaft und die breite Öffentlichkeit von präziseren, umfassenderen und leichter zu verwertenden Daten. Diese Optimierungen unterstützen insbesondere Anwendungen wie die 3D-Modellierung, die Umweltanalyse oder die Raumplanung.

Effizientere Technologie

Bislang verwendete swisstopo ein Aufnahmesystem, das auf einem kontinuierlichen Abtastprinzip basierte und lange Luftbildstreifen erzeugte. Diese werden nun schrittweise durch Einzelbilder ersetzt. Letztere bieten dieselben Nutzungsmöglichkeiten und lassen sich gleichzeitig leichter in die aktuellen Verarbeitungsprozesse integrieren.

Die neue Technologie bietet zudem mehr Flexibilität bei der Flugplanung und ermöglicht eine optimierte Ressourcennutzung. Damit einher geht eine Anpassung der Datenverarbeitungs- und -produktionskette, die dadurch automatisierter und effizienter wird.

Produktoptimierung

Die neuen Luftbildkameras ermöglichen es swisstopo, seine Produktpalette auszubauen, insbesondere SWISSIMAGE, einem Mosaik aus hochpräzisen Orthofotos: Diese georeferenzierten Luftbilder können zum Beispiel mit anderen Geodaten überlagert werden und als Grundlage für präzise Koordinaten-, Distanz- und Flächenmessungen dienen.

Mit den neuen Kameras gewinnen die Orthofotos an Qualität. Diese sind nun vollständig um perspektivische Verzerrungen korrigiert. Das erleichtert das Lesen und Interpretieren der Bilder - insbesondere in städtischen Gebieten. Zudem enthalten die Orthofotos neu sogenannte Nahinfrarot-Informationen, die eine genauere Analyse bestimmter Elemente des Gebiets ermöglichen, wie beispielsweise den Zustand der Vegetation oder die automatisierte Erkennung von Objekten.

Neuer Luftbildsensor – Entwicklung und Änderungen bei den Produkten von swisstopo

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