Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Sicherheitsmarkt wächst 2026 auf 14,3 Milliarden Euro

Die deutschen Unternehmen geben 2026 voraussichtlich 11,7 Prozent mehr für IT-Sicherheit aus als im Vorjahr. Nach Zahlen von Bitkom und IDC legt vor allem Software zu, Dienstleistungen wachsen schwächer.
IT-Sicherheitsmarkt im Aufwind.png

Der deutsche IT-Sicherheitsmarkt wächst weiter: 2026 steigen die Ausgaben auf 14,3 Milliarden Euro, für 2027 werden laut Bitkom 15,8 Milliarden Euro erwartet

© KI-generiert

Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung, hat auf der it-sa in Nürnberg neue Marktzahlen zur IT-Sicherheit vorgestellt. Sie stammen aus dem IDC Worldwide Security Spending Guide. Danach steigen die Ausgaben in Deutschland 2026 von 12,8 auf 14,3 Milliarden Euro. Für 2027 erwartet Bitkom ein weiteres Plus von 10,7 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro. Der Markt würde damit erstmals die Marke von 15 Milliarden Euro überschreiten.

Software wächst am stärksten

Den grössten Anteil hat in diesem Jahr Sicherheitssoftware mit 7,8 Milliarden Euro, ein Plus von 14,5 Prozent. Sie macht 55 Prozent des Marktes aus, etwa für den Schutz von Endgeräten und Cloud-Umgebungen, für Identitäts- und Zugriffsmanagement und für die Erkennung von Angriffen. Auf Dienstleistungen wie Beratung, die Integration von Sicherheitslösungen und Managed Security Services entfallen 5,3 Milliarden Euro, ein Plus von 7,3 Prozent. Hardware wie Firewalls und andere Spezialgeräte kommt auf 1,2 Milliarden Euro. Sie legt mit 14,6 Prozent am stärksten zu.

Für 2027 erwartet Bitkom ein anderes Bild. Software soll um 14,6 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro wachsen, Dienstleistungen um 8,4 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Bei Hardware rechnet der Verband nach dem «aussergewöhnlich starken Beschaffungsjahr 2026» mit einem Rückgang um 4,2 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro. Das Dienstleistungsgeschäft, in dem Systemhäuser Beratung, Integration und Managed Security anbieten, wächst damit in beiden Jahren langsamer als der Gesamtmarkt.

Anteil am IT-Budget bleibt gleich

Trotz der steigenden Ausgaben ändert sich der Anteil der Sicherheit am IT-Budget nicht. Im Schnitt fliessen wie im Vorjahr 18 Prozent in die IT-Sicherheit. Das ist etwas weniger als der Richtwert von 20 Prozent, den Bitkom und das BSI empfehlen. Als Hintergrund nennt Bitkom die Studie «Wirtschaftsschutz 2026»: Danach entsteht der deutschen Wirtschaft durch Datendiebstahl, Spionage und Sabotage ein jährlicher Schaden von mindestens 211 Milliarden Euro, 76 Prozent davon gehen auf Cyberangriffe zurück.

«Mit dem Cyber Resilience Act und der Umsetzung der NIS-2-Richtlinie steigen die Anforderungen an Unternehmen. Die Nachfrage nach leistungsfähigen und vertrauenswürdigen Sicherheitslösungen ist eine Chance für Anbieter aus Deutschland und Europa», sagt Dehmel.

Anzeige

Neueste Beiträge

So geht Schutz vor Datenklau und Stalking - Sicherheits-Tipps
Es gibt viel Software und Services, um Anwender gläsern zu machen. Die meisten sind nur nervig. Gefährlich wird es allerdings bei Keyloggern oder Infostealern und insbesondere bei Stalkerware. Wir geben wichtige Tipps zum Schutz.
8 Minuten
peoplefone mit neuem Hauptsitz in Zürich
Die peoplefone Gruppe setzt gemeinsam mit peoplefone Schweiz ihren erfolgreichen Wachstumskurs fort. peoplefone bezieht diesen Montag ihren neuen Hauptsitz an der Hardturmstrasse 3 in Zürich.
3 Minuten
Herausgabe von elektronischen Beweismitteln
Anbieter von Internet- und Kommunikationsdienstleistungen aus der Schweiz dürfen europäischen Strafverfolgungsbehörden die herausverlangten Daten als elektronische Beweismittel mit einer Spezialbewilligung direkt zustellen. Dies weil die Datenherausgabe bei Tech-Diensten, die im EU-Raum tätig sind, neu direkt verlangt werden kann (europäische E-Evidence-Gesetzgebung).
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Cybersicherheit lebt vom Austausch - Global Cyber Conference 2026
Cyberangriffe machen weder an Landesgrenzen noch an Unternehmensmauern halt. Umso wichtiger ist der direkte Austausch zwischen Sicherheitsverantwortlichen, Behörden, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Global Cyber Conference 2026 in Zürich brachte mehr als 300 Fach- und Führungskräfte zusammen. Im Zentrum standen Cybersecurity, künstliche Intelligenz und Quantentechnologien.
6 Minuten
Kritische Schwachstellen in PHP - Sicherheitsupdates sofort einspielen
Zwei kritische Schwachstellen in PHP können Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen. Sicherheitsupdates sind jetzt verfügbar. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) empfiehlt, betroffene Systeme unverzüglich zu aktualisieren.
2 Minuten
21. Okt 2026
Cyberangriff auf Softwarelieferant von Publica Pensionskasse - Datenabfluss bestätigt
Ende September wurde ein externer Softwarelieferant der Pensionskasse des Bundes Publica Opfer eines Cyberangriffs. Derzeit sind die relevanten Bundesstellen gemeinsam mit der Firma daran abzuklären, welche Daten betroffen sind. Die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige