Integration heterogener IT-Architekturen
Komplexität meistern
Wie viele Apps sind auf Ihrem Smartphone installiert? Welche Anwendungen sind in Ihrem Unternehmen in Betrieb? Weltweit existieren Millionen von IT-Anwendungen für die unterschiedlichsten Zwecke – und es werden täglich mehr. Die Vielzahl an Anwendungen stellt Unternehmen vor die Herausforderung, ihre IT-Landschaften effektiv zu integrieren, um Datenkonsistenz, Effizienz und Sicherheit zu gewährleisten.
Die Komplexität hat gute Gründe
Wildwuchs nennen es die einen, Best-of-Breed die anderen. Fakt ist, dass sich Unternehmen mit einer zunehmend komplexen IT-Landschaft konfrontiert sehen. Diese Komplexität kommt nicht von ungefähr. Je nach Funktionsbedarf kommen unterschiedlich spezialisierte Anwendungen zum Einsatz. Jedes dieser Systeme spielt eine entscheidende Rolle in verschiedenen Bereichen der Geschäftsabläufe, von der Verwaltung von Kundendaten und der Optimierung von Prozessen bis hin zur Bereitstellung von Einblicken für strategische Entscheidungen. Die Verbreitung dieser Systeme bringt jedoch erhebliche Herausforderungen in Bezug auf Integration, Datenkonsistenz und IT-Management mit sich.
Die moderne IT-Umgebung ist oft durch eine Mischung aus Altsystemen und neueren, fortschrittlicheren Lösungen gekennzeichnet. Altsysteme werden weiterhin genutzt, weil sie tief in die Geschäftsprozesse eingebettet sind und sich als zuverlässig erwiesen haben. Neuere Systeme hingegen bieten fortschrittliche Funktionen und eine höhere Effizienz, müssen aber in die bestehende Infrastruktur integriert werden. Das Resultat ist eine heterogene IT-Landschaft, in der verschiedene Systeme koexistieren und effektiv kommunizieren müssen, um die gewünschten Geschäftsergebnisse zu liefern.
Herausforderung fürs IT-Management
Eine der zentralen Herausforderungen einer heterogenen IT-Umgebung ist die Dateninkonsistenz. Verschiedene Systeme verwenden oft unterschiedliche Datenformate und -standards, was es schwierig macht, die Daten unternehmensweit konsistent und korrekt zu halten. Beispielsweise stimmen die Kundendaten im CRM-System möglicherweise nicht immer mit den Daten im ERP-System überein, was zu Diskrepanzen führt, die die Entscheidungsfindung und die betriebliche Effizienz beeinträchtigen können.
Ein weiteres bedeutendes Problem ist das Fehlen einer nahtlosen Integration zwischen den Systemen. Viele Unternehmen kämpfen mit isolierten Systemen, die Daten nicht einfach teilen oder miteinander kommunizieren. Dies kann zu redundanten Dateneingaben, manuellen Datenübertragungen und einem Mangel an Echtzeitinformationen führen, was die Produktivität hemmt und das Fehlerpotenzial erhöht. Zudem kann die Notwendigkeit, mehrere Systeme mit unterschiedlichen Benutzeroberflächen und Funktionen zu verwalten, für IT-Abteilungen und Endanwender gleichermassen mühsamen sein, was zu Ineffizienzen und höheren Schulungskosten führt.
Auch die Sicherheit stellt in einer heterogenen IT-Umgebung eine grosse Herausforderung dar. Je mehr Systeme und Integrationen ein Unternehmen hat, desto grösser ist die potenzielle Angriffsfläche für Cyberbedrohungen. Es ist eine komplexe und kontinuierliche Aufgabe, sicherzustellen, dass alle Systeme sicher sind und dass Daten über verschiedene Plattformen hinweg geschützt werden. Dies wird durch die Notwendigkeit, verschiedene regulatorische Anforderungen und Branchenstandards einzuhalten, weiter erschwert, die je nach geografischem Standort und Branche des Unternehmens erheblich variieren können.
Die Bedeutung der Systemintegration
Angesichts dieser Herausforderungen wird die Systemintegration zu einem entscheidenden Bestandteil eines effektiven IT-Managements. Die Systemintegration umfasst den Prozess der physischen oder funktionalen Verknüpfung verschiedener Computersysteme und Softwareanwendungen, um als koordiniertes Ganzes zu agieren. Ziel ist es, sicherzustellen, dass Daten nahtlos zwischen den Systemen fliessen, Prozesse optimiert werden und das Unternehmen effizienter und effektiver arbeiten kann. Ziel ist es, die Datenkorrektheit und -konsistenz zu verbessern, indem sichergestellt wird, dass Informationen einmal eingegeben und dann in allen relevanten Systemen geteilt werden. Dies reduziert das Fehlerpotenzial und stellt sicher, dass alle Mitarbeitenden im Unternehmen Zugriff auf dieselben, aktuellen Informationen haben.