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Lesedauer 3 Min.

Zoom öffnet seine Plattform für KI-Agenten

Auf der Zoomtopia hat der Anbieter eine Unified Context Layer vorgestellt, die Meetings, Telefonate und Chats mit Dokumenten und Daten verknüpft. Einzelne Funktionen sind sofort verfügbar, die meisten sollen zwischen Oktober 2026 und Anfang 2027 folgen.
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Der Voice Translator in Zoom Meetings: Teilnehmer wählen Sprech- und Zielsprache, die Übersetzung kann mit synthetisierter Version der eigenen Stimme laufen

© Zoom

Der Kommunikationsanbieter Zoom will Gespräche stärker in konkrete Arbeitsergebnisse überführen. Dafür hat das Unternehmen auf der Zoomtopia die Unified Context Layer vorgestellt. Sie führt Gesprächsverläufe mit nahezu in Echtzeit erfassten Aktivitäten aus Zoom und angebundenen Drittanwendungen zusammen. Menschen und KI-Agenten sollen so auf Geschäftskontext zugreifen können, der sonst in einzelnen Systemen isoliert läge. Der Zugriff lässt sich über konfigurierbare Einstellungen steuern. «Leistungsfähige KI-Modelle verstehen, wie das eigene Geschäft funktioniert», sagt Gründer und CEO Eric Yuan.

Zoom-Funktionen in fremden KI-Umgebungen

Für Systemhäuser und Berater dürfte die Anbindung an externe KI-Werkzeuge am interessantesten sein. Über APIs und MCP-Server können Entwickler Terminplanung, Transkription, Suche, Administration und Contact-Center-Aktionen mit anderen KI-Umgebungen verbinden. Die MCP-Server sowie die Search- und Ask-APIs, mit denen sich die Unified Context Layer aus Claude, GPT, Gemini, Microsoft Copilot oder Slackbot abfragen lässt, sind laut Zoom ab sofort verfügbar. Die direkte Anbindung unterstützter Zoom-Funktionen in Claude, Codex, Copilot und Muse soll im Oktober folgen, ebenso ein Admin-MCP-Server für Verwaltungsaufgaben im Dialog. Bereits verfügbar sind die ZoomMate Agent Teams, spezialisierte KI-Agenten, die gemeinsam Aktionen ausserhalb der Zoom-Oberfläche koordinieren.

Mehr Kontrolle für Administratoren

Mit der Zahl der KI-Funktionen wächst der Steuerungsbedarf. Zoom kündigt deshalb eine zentrale KI-Verwaltung an, mit der Administratoren konfigurieren, wie KI im Unternehmen genutzt wird. Sie soll im Dezember erscheinen. Sensitivity Labels, die sich mit Microsoft Purview synchronisieren oder in Zoom selbst anlegen lassen, gibt es bereits für ausgewählte Kunden von Zoom Workplace. Kontoweite AI Guardrails sollen im ersten Quartal 2027 kommen, ein Compliance Manager für KI-generierte Notizen und Zusammenfassungen im Januar 2027. Ausserdem will Zoom ab Dezember Werkzeuge zur Erkennung möglicher Deepfakes in Meetings, Bewerbungsverfahren und im Kundenservice bereitstellen.

Neues für Meetings, Kundenservice und Events

Im Alltag zeigen sich die Neuerungen zunächst in Meetings. Im Oktober sollen die My Notes Workflows starten, die aus Zusammenfassungen Folgeaufgaben in Zoom Chat und Salesforce machen, mit vorgefertigten Abläufen für Vertrieb, Marketing und IT. Ebenfalls für Oktober angekündigt ist der Voice Translator: Er übersetzt das Gesprochene für alle Teilnehmer und nutzt dafür eine synthetisierte Version der eigenen Stimme. Im November folgen Enriched Notes, die geteilte Folien und Chat-Nachrichten mit den passenden Stellen im Transkript verknüpfen, im Dezember personalisierte Zusammenfassungen für verpasste Besprechungen.

Im Contact Center sollen dynamische Kundenprofile über Kanäle hinweg Kontext liefern, damit Kunden sich nicht wiederholen müssen. Ab November will Zoom ausserdem einen KI-Kiosk für den stationären Einzelhandel anbieten. Für Events gibt es mit AI Analytics bereits Auswertungen in natürlicher Sprache.

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