Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Wissenschaftler treiben KI den Hochmut aus

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) bringen Künstlicher Intelligenz (KI) Zurückhaltung und Bodenhaftung bei. Dies vor allem bei Ärzten und Finanzfragen.   
© Gemini

Diese soll sich selbst nicht als allwissend empfinden - insbesondere, wenn die KI zur Unterstützung bei der Diagnose von Krankheiten oder bei Fragen zur Finanzveranlagung zum Einsatz kommt. Wenn sie sich bei einer Entscheidung nicht sicher ist, soll sie das offen zugeben und den Nutzer zum Einholen weiterer Informationen auffordern.

KI als Co-Pilot «degradiert»

«Wir nutzen KI derzeit als Orakel, aber wir können KI auch als Coach einsetzen», sagt MIT-Forscher Leo Anthony Celi, der auch als Arzt am Beth Israel Deaconess Medical Center tätig ist und als ausserordentlicher Professor an der Harvard Medical School lehrt. «Wir wollen KI lieber als Co-Piloten nutzen. Das würde nicht nur unsere Fähigkeit verbessern, Informationen abzurufen, sondern auch unsere Handlungsfähigkeit stärken, um Zusammenhänge herzustellen.»

Celi und seine Kollegen haben ein Rahmenwerk entwickelt, das KI-Entwicklern als Leitfaden dienen soll, um Systeme zu entwerfen, die zur Selbstkritik fähig sind. Das könnte es Ärzten und KI-Systemen ermöglichen, als Partner zusammenzuarbeiten und dazu beitragen, dass KI keinen gefährlich grossen Einfluss auf die Entscheidungen von Ärzten nimmt.

Ärzte nicht überstimmen

Die Vision der Wissenschaftler: Stellt das System fest, dass die Beweise, die für eine Entscheidung herangezogen werden, nicht ausreichen, kennzeichnet es seine Unsicherheit und empfiehlt zusätzliche Tests oder die Konsultation eines Spezialisten. Das Ziel ist daher eine KI, die nicht nur Antworten liefert, sondern auch signalisiert, wann diese womöglich mit Vorsicht zu geniessen sind.

Übermässig selbstbewusste KI-Systeme können laut dem MIT-Team zu Fehlern vor allem im medizinischen Umfeld führen. Frühere Studien haben gezeigt, dass sich beispielsweise Ärzte auf der Intensivstation auf KI-Systeme verlassen, die sie als zuverlässig empfinden - selbst wenn ihre eigene Intuition dem Vorschlag der KI widerspricht. Sowohl Ärzte als auch Patienten neigen dazu, falsche KI-Empfehlungen zu akzeptieren, selbst wenn diese als merkwürdig wahrgenommen werden, heisst es. (pressetext.com)

Forschung Wissenschaft
Anzeige

Neueste Beiträge

Neue Flaggschiff-Serie von Snom startet
Snom erweitert sein Portfolio für professionelle IP-Kommunikation um das D895M. Das neue Spitzenmodell der D8xx-Serie kombiniert ein grosses Touchdisplay, einen integrierten DECT-Hörer und verschiedene Erweiterungsoptionen für den Einsatz in Unternehmen.
3 Minuten
23. Jun 2026
Besserer Zugang zu Ladeinfrastruktur zu Hause - Bundesrat
Das Laden von Elektrofahrzeugen zu Hause soll erleichtert werden. Grundeigentümer von Wohnliegenschaften sollen künftig dazu verpflichtet werden können, die Grundinstallation zum Laden elektrischer Fahrzeuge zu erstellen, sofern dies Mietende und Personen mit Stockwerkeigentum verlangen.
2 Minuten
23. Jun 2026
Deutlich mehr Fälle bei der Schlichtungsstelle Telekommunikation - ombudscom
Die Schlichtungsstelle Telekommunikation der Stiftung ombudscom verzeichnete 2025 einen markanten Anstieg der Beanstandungen: Insgesamt gingen 2'801 Anfragen und Schlichtungsbegehren ein - rund 80 Prozent mehr als im Vorjahr.
2 Minuten
23. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

«Echtzeit wird zum entscheidenden Faktor» - Digital Insights
Im Gespräch mit Computerworld erläutert Alexander Finger, weshalb moderne Datenarchitekturen heute stärker auf Echtzeitfähigkeit, Datenverantwortung und Transparenz ausgerichtet sein müssen, damit KI im Unternehmen tatsächlich produktiv eingesetzt werden kann.
3 Minuten
Die KI-Zukunft ist «cybernetic» - Digital und agil war gestern
Viele Unternehmen glauben, dass sie mit einer Prise Agilität und schnellen KI-Pilot­projek­ten ihre Zukunft sichern können. Doch wer Künstliche Intelligenz nur auf veraltete Struk­turen «aufpfropft», wird scheitern. Es braucht ein radikales Upgrade des Betriebsmodells.
7 Minuten
28. Mai 2026
«Zwischen KI-Vision und Prozessrealität» - Quotes & Thoughts
Mit Thomas Hottinger, Managing Director des SAP-Partners Innflow, habe ich mich über die neue Strategie des «Autonomous Enterprise» von SAP unterhalten. Im Gespräch erklärte er, weshalb Prozessreife und Datenqualität die entscheidenden Voraussetzungen für den erfolgreichen KI-Einsatz sind, welche Themen Schweizer Unternehmen aktuell beschäftigen und warum Cloud-Strategien nicht zwangsläufig im Widerspruch zu Datensouveränität stehen.
5 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige