Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Chip macht autonome Autos reaktionsschneller

Forscher der University of Hong Kong, der Beihang University, weitere Kollegen aus China und Saudi-Arabien sowie von der Universität in Cambridge haben einen neue Hardware in Form eines Chips zur schnelleren Reaktion für autonom fahrende Autos und Roboter entwickelt.
© Waymo

Denn bisher besteht oft eine erhebliche Verzögerung bei der Verarbeitung dessen, was die Systeme "sehen". Zwar können heutige KI-Programme Objekte genau erkennen, doch sind die Berechnungen so komplex, dass sie oft bis zu einer halben Sekunde dauern.

Vorbild menschliches Sehen

Die Wissenschaftler haben sich an der Funktionsweise des menschlichen Sehens orientiert. Betrachten Menschen eine Situation, analysiert das visuelle System des Gehirns nicht jedes Detail auf einmal. Es erkennt zunächst Veränderungen in Helligkeit und Bewegung und verarbeitet die komplexeren Details erst später.

Auf diesem Prinzip beruht der neue Chip. Dieser verfügt über ein Vier-Mal-Vier-Array-Transistor-Design, das die einzelnen Bauelemente als Filter fungieren lässt. Anstatt ein gesamtes Video an den Hauptcomputer zu senden, identifiziert der Chip wichtige Veränderungen in einer Szene. Da der Computer nur diese Bereiche und nicht das gesamte Bild betrachten muss, gelingt die Verarbeitung um ein Vielfaches schneller, betonen die Experten.

Autos um 200 Prozent besser

In Labortests hat das neue System Bewegungsdaten viermal schneller als aktuelle Algorithmen auf dem neuesten Stand der Technik verarbeitet. Dadurch reduziert die Hardware die visuelle Verarbeitungszeit auf etwa 150 Millisekunden. Bei Menschen gilt eine Reaktionszeit von 180 Millisekunden als exzellent.

Das Team hat seine Technologie an Autos, Drohnen und einem Roboterarm getestet. Bei den Autos verbesserte sich die Reaktionszeit um bis zu 213 Prozent. Und ein Roboterarm verbesserte sich beim Einfangen eines Objekts, das sich mit hoher Geschwindigkeit bewegt, um bis zu 740 Prozent, heisst es abschliessend von dem internationalen Forscher-Team. (pressetext.com)
 

Hardware Forschung
Anzeige

Neueste Beiträge

Schweizer Glasfaserabdeckung verbessert sich im europäischen Vergleich stark
Die neuesten Zahlen des FTTH Council Europe zeigen, dass die Schweiz beim Glasfaserausbau im 2025 weiter Fortschritte machte, im europäischen Vergleich holt man zum Durchschnitt auf. 
3 Minuten
25. Mär 2026
Telekom-Technikchef verlässt Konzern überraschend
Der für Technik und Produkte zuständige Vorstand Abdu Mudesir verlässt die Deutsche Telekom nach nur wenigen Monaten im Amt. Eine Nachfolge ist bislang nicht geregelt.
2 Minuten
25. Mär 2026
Neue Chips von der ETH gegen Deepfakes
KI-generierte Bilder und Videos gefährden demokratische Prozesse und untergraben das Vertrauen in der Gesellschaft. Forschende der ETH Zürich haben nun eine Chip-Technologie entwickelt, die es ermöglicht, die Authentizität von Sensordaten wie Bildern und Videos überprüfbar zu machen. 
4 Minuten
25. Mär 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Zoom erweitert KI-Plattform mit Agentenfunktionen
Neue KI-Funktionen sollen Unternehmensprozesse stärker automatisieren. Dazu führt Zoom agentenbasierte Workflows ein, die Aktionen direkt aus Meetings, Anrufen oder Kundeninteraktionen heraus auslösen können.
3 Minuten
11. Mär 2026
Nadella verspricht KI ohne Cloud-Zwang
Microsoft-CEO Satya Nadella hat auf der AI Tour in München neue Optionen für den entkoppelten Betrieb von Cloud- und KI-Diensten vorgestellt und den Souveränitätsbegriff über die reine Datenhaltung hinaus erweitert.
5 Minuten
4. Mär 2026
KI und Datenplattformen für den Service Public - SAP Public Service Forum 2026
Am SAP Public Services Forum in Bern diskutierten Vertreter aus Verwaltung und Versorgern über Datenplattformen und KI. Auszeichnungen gingen an die Stadt Zürich, das Elektrizitätswerk Schaffhausen und das Paul Scherrer Institut. Neu bietet SAP die Business Data Cloud auf Microsoft Azure für die Schweiz an.
5 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige