Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Weniger Jobs laut Studie für junge Arbeitnehmende durch KI

In Bereichen mit einem breiten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) gibt es laut einer US-Studie spürbar weniger Jobs für junge Arbeitnehmende. Die Auswirkungen von KI errechneten Forschende der Stanford-Universität.
© (Quelle: EMGenie)

Die Beschäftigung von 22- bis 25-jährigen Software-Entwicklerinnen und -Entwicklern sei seit Ende 2022 um ein Fünftel gefallen, schrieben die Forschenden.

Insgesamt sei die Zahl der 22- bis 25-jährigen Beschäftigten in Jobs, die am stärksten von KI-Software durchdrungen sind, um sechs Prozent gesunken. Eine weitere stark betroffene Branche neben der Software-Entwicklung ist der Kundendienst unter anderem mit Callcenter-Arbeitsplätzen. In Bereichen mit wenig KI-Einsatz sei die Beschäftigung junger Arbeitnehmenden dagegen um rund neun Prozent gestiegen, hiess es.

Schützt Erfahrung vor KI-Konkurrenz?

Eine weitere Erkenntnis aus der Studie: Die Zahl älterer Arbeitnehmenden nahm auch in Bereichen mit hohem KI-Einsatz zu. Die Stanford-Forschenden sehen eine mögliche Erklärung dafür darin, dass KI über das Grundwissen aus der Ausbildung verfüge - nicht aber über die Erfahrung, die man sich mit der längeren Ausübung eines Berufs aneigne.

Zudem sei die Verdrängung höher bei Jobs, in denen KI Mitarbeitende ersetzen könne, statt sie nur zu unterstützen. In Bereichen wie der Pflege wachse die Beschäftigung in allen Altersgruppen.

Auch andere Faktoren möglich

Für die Studie wurden Informationen des Personalbuchhaltungs-Dienstleisters ADP ausgewertet. Nach dem Ausschluss unter anderem von Teilzeit-Beschäftigten lag die Datenbasis für die Studie bei 3,5 bis 5 Millionen Arbeitnehmenden pro Monat. Es ist die erste Analyse auf einer so breiten Grundlage, die zu dem Ergebnis kommt, dass KI den Arbeitsmarkt bereits spürbar beeinflusst.

Die Stanford-Forschenden schränken zugleich ein, dass die ADP-Daten nicht ganz die Struktur der US-Wirtschaft abbilden. Auch stützten sie sich unter anderem auf Schätzungen der KI-Firma Anthropic als es darum ging, die Art der KI-Nutzung in einer Tätigkeit zu bestimmen. Die Forschenden räumen ein, dass die exakten Zahlen auch von anderen Faktoren beeinflusst werden könnten. Sie versuchten unter anderem, mögliche Verzerrungen durch die Konjunktur oder die Jobstreichungen nach einem zu schnellen Aufbau von Arbeitsplätzen zu Beginn der Corona-Pandemie herauszurechnen.

Künstliche Intelligenz (KI) Karriere
Anzeige

Neueste Beiträge

Kurze Newsletter-Sommerpause - In eigener Sache
Vom 27. Juli bis zum 9. August macht die Computerworld-Redaktion eine kurze Newsletter-Sommerpause. Sie bekommen in diesem Zeitraum keinen Newsletter. Den nächsten Newsletter erhalten Sie dann wieder am 10. August.
2 Minuten
26. Jul 2026
«Wir sind ein internationaler Anbieter mit einer lokalen Seele»
Der Schweizer Markt für IT-Dienstleistungen gilt als anspruchsvoll und stark umkämpft. Dennoch sieht die Var Group erhebliches Wachstumspotenzial. Im Interview erklären Massimo Fumagalli und Sladjana Timotijevic, weshalb sie auf lokale Verankerung statt auf reine Grösse setzen und welche Rolle weitere Akquisitionen bei der Expansion in der Schweiz spielen sollen.
5 Minuten
Emporia bringt das Smart.8 mit Display-Garantie
Mit dem Smart.8 bringt Emporia ein Smartphone für die ältere Generation, bei dem ein Schwerpunkt auf dem Schutz des Gehäuses und des Displays liegt, für das es auch eine besondere Garantie gibt.
3 Minuten
23. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
«KI wird ein Treiber für Wachstum» - Interview Corinna Schumacher, ServiceNow
KI-Agenten übernehmen immer mehr Routineaufgaben. ServiceNow sieht darin keine Bedrohung für Mitarbeitende, sondern eine neue Arbeitsteilung, erklärt Corinna Schumacher im Interview.
7 Minuten
Streik abgewendet: Deutsche Telekom einigt sich mit Ver.di
Die Telekom und die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Für die rund 60'000 Tarifbeschäftigten des Netzbetreibers gilt unter anderem bis Ende 2028 ein Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen.
3 Minuten
31. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige