Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Tim Höttges: «Verlässlichkeit macht einen Unterschied.«

Auf der Hauptversammlung der Telekom zog der Vorstandvorsitzende Tim Höttges eine positive Bilanz und kündigt deshalb für die Aktionäre des Unternehmens eine Dividende in Rekordhöhe an.

Tim Höttges auf der Hauptversammlung der Telekom in Bonn

© Deutsche Telekom

Einmal im Jahr lädt die Telekom ihre Aktionäre zur Hauptversammlung nach Bonn. Dieses Jahr betonte der Vorstandvorsitzende Tim Höttges vor allem, wie verlässlich das Unternehmen Jahr für Jahr eine gute Bilanz abliefere: «Verlässlichkeit ist für uns so wichtig wie noch nie. Denn die Welt ist nicht mehr wie früher. Sie ist unberechenbarer. Unübersichtlicher. Und wirkt sogar: unkontrollierbarer. In einer Welt, in der man sich auf vieles eben nicht mehr verlassen kann, macht Verlässlichkeit darum einen echten Unterschied.»

Demnach soll die Dividende mit einem Euro pro Aktie auf einen neuen Höchstwert steigen. Die Finanzzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres wiesen ein organisches Umsatzwachstum von 4,2 Prozent auf mehr als 119 Milliarden Euro und einem organischen Plus beim bereinigten EBITDA AL von 4,7 Prozent auf mehr als 44,2 Milliarden Euro auf. Für 2026 sei weiteres Wachstum geplant, erklärte er und bestätigte die bei der Bilanz-Pressekonferenz des Konzerns vorgelegte Prognose. Höttges: «Wir schöpfen Kraft aus zwei Kontinenten: Europa und den USA. Das ist kein geografischer Zufall, sondern strategischer Vorteil. Wir verbinden Stabilität und Dynamik wie keine andere Telko der Welt. Wir wachsen auf beiden Seiten des Atlantiks.»

Höttges kritisierte aber auch regulatorische Eingriffe in den Markt, die nicht für alle Player gleichermassen gelten würden: «Schon heute wachen Hunderte Behörden über Europas Digitalindustrie. Und trotzdem plant Brüssel weitere Regulierung. Ich bin sicher, dass Europa das Richtige will. Aber es gibt keine europäische Unabhängigkeit ohne Grössenvorteile. Darum dürfen wir uns nicht weiter kleinregulieren.»

Über die grosse und stetig wachsende Bedeutung der Künstlichen Intelligenz sagte er: «KI ist das grösste Geschenk, das unserer Volkswirtschaft gemacht wurde. Wo in Deutschland vieles langsam ist, macht KI Tempo. Wo Fehler passieren, sichert KI Qualität. Und wo Fachkräfte fehlen, hilft KI aus. Darum nutzen wir sie schon überall im Unternehmen: KI findet Störungen im Netz – und repariert sie. KI programmiert. Sie analysiert Märkte. Sie berät juristisch.» Als konkretes Beispiel nannte Tim Höttges den beim Mobile World Congress in Barcelona vorgestellten KI-Assistenten der Telekom. Dabei stellte der Firmenchef auch klar: «Sicherheit und Datenschutz haben Vorrang. Der Assistent kommt nur auf Zuruf. Und keine Daten werden gespeichert.»

Höttges präsentierte auf der Bühne der Hauptversammlung ein Modell der KI-Fabrik in München. «Jedes Unternehmen in Europa kann sie nutzen. Vor allem der Mittelstand. Mit voller Kontrolle über die Daten, die verschiedenen Anwendungen und die Technologie. Made in Germany und made for Germany. Das ist ein Beitrag für Souveränität hier am Standort.”
 

Telekommunikation
Anzeige

Neueste Beiträge

iWay Sieger im Telefon-Kundendienst der SIQT-Studie Mobilfunkanbieter 2026
Der Internetanbieter iWay hat in der neuen Studie «Mobilfunkanbieter 2026» des Schweizer Instituts für Qualitätstests SIQT eine starke Leistung erzielt. iWay erreichte in der Kategorie Telefon-Kundendienst den ersten Platz. 
2 Minuten
21. Apr 2026
Schnelle Ordnerliste
Auf die Schnelle eine Liste mit allen Ordnern erstellen?
2 Minuten
20. Apr 2026
Tim Höttges: «Ohne Infrastruktur ist KI sprachlos»
Den Auftakt der Hannover Messe nutzte der Telekom-Chef Tim Höttges für eine Keynote, in der er vor allem Deutschlands Rolle beim wichtigten Thema Künstliche Intelligenz in den Mittelpunkt stellte.
3 Minuten
20. Apr 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
«Swiss IT-Studie» - KI im Business - Computerworld Ausgabe 1/2026
Am Thema KI kommt niemand mehr vorbei. Das sehen auch die befragten Schweizer Unternehmen. Wo und wie man diese einsetzen könnte und welchen Nutzen damit verbunden ist, da scheiden sich die Geister. Die Schweiz im KI-Dilemma?
2 Minuten
EU will Bearbeitungsgebühr für billige Online-Importe
Chinesische Onlinehändler schicken jeden Tag tausende Päckchen mit billigen Artikeln nach Europa. Die EU will den daraus resultierenden steigenden Kosten mit einer Abgabe für die Bearbeitung begegnen.
2 Minuten
6. Apr 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige