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Lesedauer 3 Min.

SWISS GRC DAY 2026: Zwischen Unsicherheit, Risikokultur und Entscheidungsqualität

Mehr als 300 Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft kamen am SWISS GRC DAY 2026 im Radisson Blu Hotel am Flughafen Zürich zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen im Bereich Governance, Risk und Compliance zu diskutieren. 

SWISS GRC DAY 2026

© SWISS GRC

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Besfort Kuqi, Gründer und CEO der Swiss GRC AG. In seiner Begrüssung dankte er dem Swiss GRC Team für die Organisation des Anlasses sowie den Silver Partnern Swiss Infosec, SecurityScorecard, SNV und CRIF, dem Knowledge Partner RiskNET, der Hochschule Luzern (HSLU) als Academic Partner sowie den Medienpartnern Computerworld, GRC Report und StrategicRISK.

Durch das Programm führte Nikolai Tsenov, Head Solutions & Innovation bei Swiss GRC. In seiner Einführung erinnerte er daran, dass die Ursprünge des Risikomanagements mehrere Jahrhunderte zurückreichen. Bereits während der Pestepidemien begannen Menschen, Risiken systematisch zu erkennen, zu strukturieren und zu steuern. Während damals Erkenntnisse über Risiken fehlten, verfügen Unternehmen heute über umfangreiche Informationen und Analysen. Die Herausforderung bestehe daher nicht mehr darin, Risiken zu identifizieren, sondern vorhandenes Wissen wirksam in Entscheidungen umzusetzen.

SWISS GRC DAY 2026

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Mit seiner Keynote «Wie riskant ist unsere Welt?» zeigte Prof. Dr. Werner Gleissner, CEO der FutureValue Group AG und Professor für Risikomanagement an der Technischen Universität Dresden, auf, dass Wahrnehmung und tatsächliche Risikolage häufig auseinanderliegen. Gleichzeitig plädierte er für ein entscheidungsorientiertes Risikomanagement, das Risiken nicht nur dokumentiert, sondern deren Auswirkungen auf Strategie, Planung und Unternehmenswert transparent macht.

Florian Worm, Head of Enterprise Risk Management der HARTMANN GRUPPE, verdeutlichte anhand praktischer Beispiele, wie Risikoquantifizierung und Szenarioanalysen Unternehmen dabei unterstützen können, Unsicherheit besser zu verstehen und fundiertere Entscheidungen zu treffen. Alexandra Burns, Partner und Head Risk & Regulatory Consulting bei PwC, richtete den Blick auf die zunehmende Komplexität moderner Risikolandschaften und die Bedeutung von strategischer Frühaufklärung, Szenariodenken und dem Erkennen schwacher Signale.

Einen besonderen Schwerpunkt setzte Michael Niedermann, Head Consulting bei Swiss GRC, mit seinem Vortrag über Risikokultur. Er zeigte auf, weshalb Risiken trotz etablierter Prozesse und Systeme häufig nicht rechtzeitig adressiert werden. Eine Live-Umfrage unter den Teilnehmenden verdeutlichte insbesondere Herausforderungen bei offener Risikokommunikation, psychologischer Sicherheit und der Verankerung von Risikomanagement in Entscheidungsprozessen.

Ein Höhepunkt des Nachmittags war die Debatte zwischen Prof. Dr. Stefan Hunziker von der Hochschule Luzern und Dr. Alexander Hilsbos von der Insel Gruppe. Aus wissenschaftlicher und praktischer Perspektive diskutierten sie, welche Methoden im Risikomanagement tatsächlich einen Mehrwert schaffen. Die zentrale Erkenntnis: Risikomanagement entfaltet seinen Nutzen nicht durch Berichte oder Dokumentationen, sondern durch seinen Beitrag zu besseren Entscheidungen unter Unsicherheit.

Den Abschluss der Veranstaltung gestaltete Zoya Miari, Gründerin von Waves to Home. Mit ihrem persönlichen Beitrag über Menschlichkeit und Resilienz erinnerte sie daran, dass hinter Risiken, Krisen und Entscheidungen stets Menschen stehen.

Der SWISS GRC DAY 2026 machte deutlich: Erfolgreiche Organisationen zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie Risiken vermeiden, sondern dadurch, dass sie Unsicherheit verstehen, unterschiedliche Perspektiven einbeziehen und daraus fundierte Entscheidungen ableiten.

Das Datum für den nächsten SWISS GRC DAY 2027 steht auch schon fest. Es ist der 5. Mai 2027.

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