Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Staatsanwaltschaft stellt Verfahren in Zürcher Datenleck-Affäre ein

Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat die Strafuntersuchung in Zusammenhang mit der Ende 2022 aufgedeckten Datenleck-Affäre abgeschlossen. Die untersuchten Vorwürfe liessen sich keinen Personen zurechnen oder waren verjährt.
© (Quelle: Jens Stark/NMGZ)

Trotz aufwändiger Ermittlungen konnten sich allfällige strafbare Handlungen nicht einer bestimmten Person innerhalb oder ausserhalb der Justizdirektion zurechnen, wie die Oberstaatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Die Einstellungsverfügung ist noch nicht rechtskräftig.

Die Datenleck-Affäre nahm im November 2022 ihren Lauf, als ein Beschuldigter an einer Verhandlung vor Obergericht Informationen an Medienschaffende und Behördenvertreter abgab, die möglicherweise sensible Personendaten enthielten. An diese soll er vor Jahren über seinen Bruder gelangt sein, der damals im Auftrag der Informatikabteilung der Justizdirektion Computer und Datenträger fachgerecht entsorgen sollte.

Festplatten im Kantonsrat deponiert

Der Mann, eine bekannte Figur aus dem Zürcher Milieu, der sich wegen Drogendelikten vor Gericht verantworten musste, deponierte einige Wochen später einen Koffer voller Unterlagen sowie zahlreiche Festplatten im Foyer des Zürcher Kantonsrats. Er wolle diese «zurückgeben».

Die Datenleck-Affäre sorgte für breite Kritik in den Medien und der Politik. Auch Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) geriet unter Druck, obwohl sich die fragwürdigen Entsorgungsaktionen lange vor ihrer Amtszeit ereigneten.

Im Juli 2023 setzte der Zürcher Kantonsrat eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) zur Aufklärung der Datenleck-Affäre ein. Die Staatsanwaltschaft hat der PUK ihre Erkenntnisse aus der Strafuntersuchung zur Verfügung gestellt, wie es in ihrer Mitteilung hiess.

Gerichtsfall Politik Datenschutz
Anzeige

Neueste Beiträge

Irgendwo im ­Nirgendwo
Manchmal braucht es einfach die genauen GPS-Koordinaten, um den eigenen Standort durchzugeben.
2 Minuten
26. Apr 2026
Auf deutschen Smartphones sind im Schnitt fast 50 Apps installiert
Der Bitkom hat eine Befragung durchgeführt, wie viele und welche Apps die Deutschen auf ihren Smartphones nutzen. Die Zahl hat gegenüber dem Vorjahr erneut zugenommen, wobei Messenger den Nutzern am wichtigsten sind.
2 Minuten
25. Apr 2026
Ines Stutz mit mehr Verantwortung bei Aveniq
Ines Stutz übernimmt Leitung des neu geschaffenen Bereiches Consulting & Project Services.Um Kunden in Transformations- und Projektvorhaben noch gezielter zu unterstützen, stärkt Aveniq ihr Beratungs- und Projektgeschäft.
2 Minuten
25. Apr 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
«Swiss IT-Studie» - KI im Business - Computerworld Ausgabe 1/2026
Am Thema KI kommt niemand mehr vorbei. Das sehen auch die befragten Schweizer Unternehmen. Wo und wie man diese einsetzen könnte und welchen Nutzen damit verbunden ist, da scheiden sich die Geister. Die Schweiz im KI-Dilemma?
2 Minuten
EU will Bearbeitungsgebühr für billige Online-Importe
Chinesische Onlinehändler schicken jeden Tag tausende Päckchen mit billigen Artikeln nach Europa. Die EU will den daraus resultierenden steigenden Kosten mit einer Abgabe für die Bearbeitung begegnen.
2 Minuten
6. Apr 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige