Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Second Life statt Schredder: Alt-IT bleibt im Umlauf

Der Grossteil der Unternehmen sorgt dafür, dass ausrangierte IT-Hardware nicht ungenutzt bleibt. Eine aktuelle Befragung zeigt, welche Wege funktionsfähige Altgeräte heute nehmen.
Elektroschrott
© shutterstock / lp-studio

Unternehmen in Deutschland erneuern ihre IT-Ausstattung regelmässig, etwa aus Sicherheits- oder Effizienzgründen. Was mit noch funktionsfähigen Geräten geschieht, ist dabei in den meisten Fällen klar geregelt. Nach einer aktuellen Befragung des Bitkom werden Altgeräte überwiegend weitergegeben oder fachgerecht verwertet.

Demnach entsorgen 74 Prozent der Unternehmen ausrangierte, noch funktionsfähige IT-Geräte fachgerecht. Ein Drittel (33 Prozent) spendet Altgeräte an wohltätige Organisationen, etwa für Schulen, Jugendprojekte oder soziale Einrichtungen. Auch Beschäftigte profitieren häufig: 18 Prozent der Unternehmen verschenken ausgediente Geräte an die Belegschaft, weitere 23 Prozent verkaufen sie vergünstigt an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Darüber hinaus greifen viele Firmen auf strukturierte Rückgabe- und Verwertungslösungen zurück. 28 Prozent geben Altgeräte an Leasinggeber zurück. 15 Prozent lagern die Hardware ein, um sie gegebenenfalls später noch einmal zu nutzen. 12 Prozent verkaufen ausrangierte IT an spezialisierte Dienstleister zur Wiederaufbereitung, 4 Prozent an sonstige Dritte.

„Wer Geräte länger in der Nutzung hält, leistet einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und verringert überdies Abhängigkeiten in den Lieferketten“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Die Wiederverwendung von IT-Geräten sei damit auch ein Beitrag zur Standort- und Resilienzpolitik.
Kaum verbreitet ist hingegen die Entsorgung über den regulären Gewerbeabfall. Lediglich 1 Prozent der Unternehmen geben an, noch funktionsfähige IT-Geräte auf diesem Weg zu entsorgen.

Grundlage der Studie sind telefonische Befragungen von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland. Die Erhebung wurde von Bitkom Research durchgeführt und fand zwischen Kalenderwoche 39 und 44 des Jahres 2025 statt. Die Ergebnisse sind repräsentativ.

Anzeige

Neueste Beiträge

Bundesnetzagentur übernimmt die KI-Aufsicht in Deutschland
Die Bundesnetzagentur übernimmt ab sofort die zentrale Rolle bei der Umsetzung der europäischen KI-Verordnung in Deutschland und wird damit zur Marktüberwachungsbehörde, Anlaufstelle und Beschwerdestelle.
3 Minuten
4. Aug 2026
Honor: Neues Logo und der Wandel zum KI-Ökosystem-Anbieter
Der Technologiekonzern Honor hat sein neues Markenlogo vorgestellt. Es soll für die Ambiotionen stehen, mit denen sich der Smartphonehersteller zum Anbeiter eines offen KI-Geräte-Ökosystems transformieren will.
3 Minuten
4. Aug 2026
ITpoint wird zu Sharp DX (Schweiz) - Markets & Business
Sharp Europe bündelt sein Geschäft mit IT-Services unter der Marke Sharp DX. In der Schweiz wird deshalb aus der ITpoint Systems AG per 3. August 2026 die Sharp DX (Schweiz) AG. Für die Kunden sollen Ansprechpartner, Verträge und Datenhaltung unverändert bleiben.
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
SpaceX-Standort von Elon Musk erhält Status einer Stadt - Raumfahrt
Der Standort Starbase des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk im Bundesstaat Texas erhält den Status einer eigenen Stadt.
3 Minuten
6. Mai 2025
Digital Business im Fokus: Wohin geht die Reise? - Computerworld Ausgabe 2/2026
Autonomie und Souveränität werden inzwischen als Schlagworte mindestens ebenso häufig verwendet wie Künstliche Intelligenz und Datenschutz. Automatisierung und die Transformation zu einer hohen Dichte an KI-Agenten in Unternehmen werden die Zukunft des Digital Business prägen. Daraus entsteht ein Mix, der spannender und komplexer nicht sein könnte. Die Digitalisierung hat Dimensionen erreicht, die sich - Ironie des Wandels - fast nur noch mit KI bewältigen lassen. Höchste Zeit also für einen Überblick. 
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige