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Lesedauer 4 Min.

DSAG-Umfrage: Unternehmen treiben HR-Transformation voran

Die digitale Transformation in HR und IT gewinnt an Tempo. Eine Umfrage der DSAG anlässlich der Personaltage 2026 zeigt: SAP SuccessFactors ist fest in vielen HR-Roadmaps verankert, zugleich beschäftigt die Umstellung auf SAP HCM for S/4HANA zahlreiche Unternehmen.
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«Die Umfrage unter unseren Mitgliedern im HR-IT-Umfeld belegt die deutlichen Handlungsfelder im Bereich Künstliche Intelligenz (KI), Cloud und allgemein bei der Digitalisierung von HR-Prozessen», so Hermann-Josef Haag, DSAG-Fachvorstand Personalwesen & Public Sector.

© DSAG

«Die Umfrage unter unseren Mitgliedern im HR-IT-Umfeld belegt einerseits die hohe Relevanz von H4S4 und SuccessFactors-Umstellungen sowie die deutlichen Handlungsfelder im Bereich Künstliche Intelligenz (KI), Cloud und allgemein bei der Digitalisierung von  HR-Prozessen», fasst Hermann-Josef Haag, DSAG-Fachvorstand Personalwesen & Public Sector, zusammen. Auf die Frage, welche SAP-Systeme sie derzeit im HR einsetzen, gaben 71 Prozent der Befragten an, noch mit SAP ECC HCM (On-Premises) zu arbeiten. 39 Prozent nutzen SAP SuccessFactors, 23 Prozent SAP S/4HANA HCM (H4S4) On-Premises und 9 Prozent SAP S/4HANA HCM in der Private Cloud. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich. «An den Antworten wird deutlich, wie heterogen die digitale Transformation in HR und IT ausfällt – und dass sie derzeit in vollem Gange ist», ordnet Haag ein.

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Die Digitalisierung von Personalprozessen und der Ausbau von Self-Service-Angeboten stehen auf der HR-Agenda ganz oben.

© DSAG
Umstellung auf HCM for S/4HANA (H4S4) dominiert Transformations-Roadmaps 

Im Rahmen der Umfrage hat die DSAG auch mittels Freitext erhoben, in welchen Umstellungen sich die Unternehmen derzeit befinden, bzw. was sie planen. Das Gros der Antwortenden gab an, sich mit der Umstellung auf SAP S/4HANA HCM (H4S4) (On-Premises oder Private Cloud) zu befassen. Dies legt nahe, dass viele Kunden auf H4S4 migrieren, um ihre bisher getätigten Investitionen sowie den Core zu schützen. «Auf der einen Seite zwingt das bevorstehende Wartungsende der bisherigen ERP-HCM-Lösungen Unternehmen dazu, mit zukunftssicheren Plattformen zu planen. Auf der anderen Seite stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung, Datenmigration, Prozessharmonisierung und Hybrid-Strategien in Einklang zu bringen – bei gleichzeitigem Bedarf an Planungssicherheit und Ressourcen», so Haag.

Die Umstellung auf H4S4 stellt für viele Unternehmen zunächst keinen grundlegenden funktionalen Neustart dar. Sie ist vor allem ein notwendiger Schritt, um Wartungssicherheit für bestehende HR-Kernprozesse zu gewährleisten. «Die reine Migration von SAP HCM nach H4S4 ist technisch in vielen Fällen gut beherrschbar», erläutert Haag. Komplex wird die Transformation dort, wo Unternehmen die HR-Umstellung mit einem Greenfield-Ansatz für S/4HANA, mit weiteren Modulen wie Finance oder mit der Einführung von SuccessFactors kombinieren. Viele Unternehmen entscheiden sich daher bewusst für einen schrittweisen Ansatz. Zunächst steht die Absicherung der bestehenden HR Landschaft durch H4S4 im Vordergrund, während die Modernisierung von Prozessen und Funktionen – etwa über SuccessFactors – zeitlich nachgelagert erfolgt. Um diesen Weg planbar zu gestalten, braucht es aus DSAG-Sicht klare Roadmaps, transparente Abhängigkeiten und verlässliche Migrationshilfen, damit Unternehmen Aufwand, Ressourcen und Transformationsschritte realistisch steuern können.

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Auch im HR-Kontext wird Künstliche Intelligenz in den nächsten Jahren zur treibenden Kraft.

© DSAG
Top-Herausforderungen im HR-IT-Kontext

Direkt gefragt nach der Relevanz bestimmter Themen im HR-IT-Kontext lassen sich die folgenden Top-5-Herausforderungen als sehr relevant/relevant identifizieren: 

  • Digitale Personalprozesse & Self Services (74 Prozent)
  • Migration von SAP ECC HCM auf H4S4 (64 Prozent)
  • Datenschutz und Compliance in SAP-HR-Systemen (55 Prozent)
  • HR-Analytics und -Reporting (52 Prozent)
  • Zeiterfassung & Arbeitszeitrecht (EuGH, NachweisG) (47 Prozent)

«Die Umfrage zeigt sehr deutlich, dass Unternehmen im HR-IT-Kontext aktuell vor allem mit grundlegenden Strukturthemen beschäftigt sind», ordnet Haag ein. «Rechts- und Planungssicherheit, funktionierende Kernprozesse und verlässliche Systeme haben derzeit Vorrang vor strategischen Zukunftsthemen. Das erklärt auch, warum Datenschutz und Compliance, HR-Analytics sowie die Umsetzung arbeitszeitrechtlicher Vorgaben weiterhin so hoch priorisiert werden.»

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