Suchen und finden - das Leitmotiv der ICT Networkingparty 2026
Mit 882 registrierten Teilnehmenden aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft markierte die 23. Ausgabe des Branchenevents wieder einen festen Austauschpunkt für Führungskräfte, Entscheiderinnen und Entscheider sowie Netzwerkaktive der Schweizer ICT-Community.
Von Lebensweisheiten zu digitalen Strategien
Gastgeberin Vania Kohli eröffnete den Abend traditionell und übergab das Wort an die Moderatorinnen und Moderatoren des Abends. Gleich zu Beginn verknüpfte Judith Bellaïche, Präsidentin des Telekommunikationsverbands Asut, das Motto mit einer strategischen Fragestellung: «In dieser unberechenbaren, unordentlichen und täglich nach Ordnung suchenden Welt ist die Suche nach der eigenen Position keine Lebensweisheit mehr, sondern ein strategisches Imperativ. Wo stehen wir heute?» Bellaïche nutzte diesen Gedanken, um die Rolle der Schweiz im digitalen Umfeld zu reflektieren. Für sie sei das Land mehr als ein Beobachter – es zeichne sich durch das Potenzial aus, ein internationaler Knotenpunkt für sichere Datenflüsse und Innovationen zu sein. Diese Positionierung sei nicht nur für das Image wichtig, sondern für Wohlstand, demokratische Stabilität und die persönliche Freiheit, betonte sie.
Ein grosser Moment für die ICT-Community: Vania Kohli eröffnet die Party 2026
ComputerworldSuchen und finden jenseits von IT-Buzzwords
Ein überraschender, aber inhaltlich dichter Beitrag kam von Antje Rindlisbacher, Rechtsmedizinerin der Universität Bern. Ohne bilderlastige Unterstützung schilderte sie ihren Arbeitsalltag und machte deutlich, wie aufwändig und methodisch die Suche nach Fakten im realen Leben sein kann.
Ein weiteres Referat-Highlight des Abends steuerte Christian Kropf, Zoologe am Naturhistorischen Museum Basel, bei. In seinen Ausführungen zeigte er, wie Tiere – von Spinnen bis zu Riesenschlangen – durch evolutionäre Mechanismen strategisch suchen. Diese Beispiele dienten als lebendige Metaphern für die Vielfalt von Such- und Erkennungsstrategien, die auch in komplexen digitalen Ökosystemen relevant sein können.
Dass Suchen und Finden durchaus mit Überraschung und Spass einhergehen, bewies «iPad Magician» Simon Pierro: Er kombinierte klassische Zaubertricks mit digitalen Effekten auf einem Tablet – ein Beispiel dafür, wie technische Werkzeuge und Kreativität verschmelzen können. Seine Performance nutzte er nicht nur zur Unterhaltung, sondern als Sinnbild dafür, wie Innovation oft dann entsteht, wenn man das Erwartete verlässt.
Dr. med. Antje Rindlisbacher spann packend und nachvollziehbar den Bogen von der Rechtsmedizin zum Thema des Abends.
ComputerworldNetworking, Austausch und Community
Nach dem offiziellen Programm bot der Abend reichlich Gelegenheit zum informellen Austausch. In Gesprächen bei Apéro und Dinner wurden bestehende Verbindungen gepflegt, neue Kontakte geknüpft und offene Fragen aus den Vorträgen vertieft. Für viele Teilnehmende gehört dieser Teil der Veranstaltung genauso zum Wert wie die Inhalte auf der Bühne . Die ICT Networking Party 2026 zeigte eindrücklich, dass Netzwerken weit über das reine Kontakteknüpfen hinausgeht: Mit einem Motto, das sowohl philosophisch als auch pragmatisch interpretierbar ist, bot der Abend einen Rahmen, reflektiert über Rolle, Strategie und Kontext des digitalen Wandels nachzudenken. Die Mischung aus Wissenschaft, Unterhaltung, tiefgehenden Einblicken und persönlichen Begegnungen machte die Veranstaltung zu einem gelungenen Start ins Schweizer ICT-Jahr 2026.
Die nächste ICT Networking Party findet am 21. Januar 2027 statt.