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Rekordanteil an Homeoffice-Stellen ausgeschrieben

In der Coronapandemie weitverbreitet, schien Homeoffice in den vergangenen Monaten langsam wieder zu verschwinden: Unternehmen verschärften ihre Regeln oder holten ihre Mitarbeiter ganz ins Büro zurück. Nun zeigt eine Studie eine gegenteilige Entwicklung.
© (Quelle: Shutterstock / insta_photos)

In der Schweiz sind so viele Stellen mit Möglichkeit zu flexiblem Arbeiten wie noch nie ausgeschrieben.

Konkret wird aktuell in 13,8 Prozent aller Stellenanzeigen in der Schweiz die Option angeboten, dauerhaft oder teilweise ortsunabhängig zu arbeiten. Zum Jahresbeginn lag dieser Anteil noch bei 12,8 Prozent und hat sich seit der Zeit vor der Corona-Pandemie fast vervierfacht.

Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Untersuchung der Jobplattform Indeed hervor. Grundlage der Analyse waren Stellenausschreibungen, die Begriffe wie «Remote Work» oder «hybrides Arbeiten» enthalten.

Zwischenzeitlich hat laut Indeed das Homeoffice-Angebot in der Schweiz im ersten Quartal mit 13,9 Prozent sogar einen neuen Höchstwert seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2019 erreicht. Im internationalen Vergleich schwingt die Schweiz damit oben auf: Grosse Volkswirtschaften wie die USA (7,9 Prozent), Frankreich (12,3 Prozent) oder Italien (10,5 Prozent) liegen hinter der Schweiz.

Noch mehr flexible Arbeitsstellen gibt es dagegen in Österreich (16,5 Prozent), Grossbritannien (15,9 Prozent), Deutschland (15,2 Prozent) und Kanada (14,1 Prozent). Der Anteil an Homeoffice-Stellen sei im ersten Quartal aber nirgendwo so deutlich gewachsen wie in der Schweiz.

Präsenzjobs bieten mehr Sicherheit

Homeoffice sei folglich kein vorübergehendes Phänomen, sondern fester Bestandteil der modernen Arbeitswelt vieler Unternehmen, heisst es in der Mitteilung. Dazu gehört wenig überraschend der Informatikbereich. Aber auch in weiteren Bürojobs wie dem Rechtswesen, dem Bank- und Finanzwesen sowie der Buchhaltung wird laut der Jobplattform in fast jeder dritten Stellenausschreibung mit regelmässigem Arbeiten von Zuhause geworben.

Geringe Chancen auf ortsunabhängiges Arbeiten haben dagegen Berufsgruppen, die physische Präsenz erfordern. Entsprechend niedrig ist der Anteil in der Pflege (4 Prozent), dem Einzelhandel sowie den Bereichen Handwerk, Technik und Mechanik (jeweils 6 Prozent).

Was auf den ersten Blick wie ein Nachteil wirke, könne sich in wirtschaftlich unsicheren Zeiten jedoch als klarer Vorteil erweisen, schrieb Indeed. Denn viele dieser Berufe gelten als systemrelevant und weniger anfällig für Konjunkturschwankungen. Daher hätten sie sich in Krisenzeiten als besonders stabil erwiesen. Im Gegensatz dazu verzeichneten klassische Büroberufe, insbesondere im Tech-Sektor, zuletzt spürbare Rückgänge in der Personalnachfrage.

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