Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Rekordanteil an Homeoffice-Stellen ausgeschrieben

In der Coronapandemie weitverbreitet, schien Homeoffice in den vergangenen Monaten langsam wieder zu verschwinden: Unternehmen verschärften ihre Regeln oder holten ihre Mitarbeiter ganz ins Büro zurück. Nun zeigt eine Studie eine gegenteilige Entwicklung.
© (Quelle: Shutterstock / insta_photos)

In der Schweiz sind so viele Stellen mit Möglichkeit zu flexiblem Arbeiten wie noch nie ausgeschrieben.

Konkret wird aktuell in 13,8 Prozent aller Stellenanzeigen in der Schweiz die Option angeboten, dauerhaft oder teilweise ortsunabhängig zu arbeiten. Zum Jahresbeginn lag dieser Anteil noch bei 12,8 Prozent und hat sich seit der Zeit vor der Corona-Pandemie fast vervierfacht.

Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Untersuchung der Jobplattform Indeed hervor. Grundlage der Analyse waren Stellenausschreibungen, die Begriffe wie «Remote Work» oder «hybrides Arbeiten» enthalten.

Zwischenzeitlich hat laut Indeed das Homeoffice-Angebot in der Schweiz im ersten Quartal mit 13,9 Prozent sogar einen neuen Höchstwert seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2019 erreicht. Im internationalen Vergleich schwingt die Schweiz damit oben auf: Grosse Volkswirtschaften wie die USA (7,9 Prozent), Frankreich (12,3 Prozent) oder Italien (10,5 Prozent) liegen hinter der Schweiz.

Noch mehr flexible Arbeitsstellen gibt es dagegen in Österreich (16,5 Prozent), Grossbritannien (15,9 Prozent), Deutschland (15,2 Prozent) und Kanada (14,1 Prozent). Der Anteil an Homeoffice-Stellen sei im ersten Quartal aber nirgendwo so deutlich gewachsen wie in der Schweiz.

Präsenzjobs bieten mehr Sicherheit

Homeoffice sei folglich kein vorübergehendes Phänomen, sondern fester Bestandteil der modernen Arbeitswelt vieler Unternehmen, heisst es in der Mitteilung. Dazu gehört wenig überraschend der Informatikbereich. Aber auch in weiteren Bürojobs wie dem Rechtswesen, dem Bank- und Finanzwesen sowie der Buchhaltung wird laut der Jobplattform in fast jeder dritten Stellenausschreibung mit regelmässigem Arbeiten von Zuhause geworben.

Geringe Chancen auf ortsunabhängiges Arbeiten haben dagegen Berufsgruppen, die physische Präsenz erfordern. Entsprechend niedrig ist der Anteil in der Pflege (4 Prozent), dem Einzelhandel sowie den Bereichen Handwerk, Technik und Mechanik (jeweils 6 Prozent).

Was auf den ersten Blick wie ein Nachteil wirke, könne sich in wirtschaftlich unsicheren Zeiten jedoch als klarer Vorteil erweisen, schrieb Indeed. Denn viele dieser Berufe gelten als systemrelevant und weniger anfällig für Konjunkturschwankungen. Daher hätten sie sich in Krisenzeiten als besonders stabil erwiesen. Im Gegensatz dazu verzeichneten klassische Büroberufe, insbesondere im Tech-Sektor, zuletzt spürbare Rückgänge in der Personalnachfrage.

Homeoffice Karriere Gesellschaft
Anzeige

Neueste Beiträge

ESTI – BenQ ruft GV31 Mini-Projektor zurück
In Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI) ruft BenQ den GV31 Mini-Projektor zurück. Der Akku kann überhitzen und dadurch ein Brandrisiko entstehen. Konsumenten können das Produkt an BenQ zurücksenden und erhalten einen Akkutausch oder ein Upgrade auf GV32.
2 Minuten
10. Jun 2026
«Zwischen KI-Vision und Prozessrealität» - Quotes & Thoughts
Mit Thomas Hottinger, Managing Director des SAP-Partners Innflow, habe ich mich über die neue Strategie des «Autonomous Enterprise» von SAP unterhalten. Im Gespräch erklärte er, weshalb Prozessreife und Datenqualität die entscheidenden Voraussetzungen für den erfolgreichen KI-Einsatz sind, welche Themen Schweizer Unternehmen aktuell beschäftigen und warum Cloud-Strategien nicht zwangsläufig im Widerspruch zu Datensouveränität stehen.
5 Minuten
Hannes Grubinge wird Chief Product & Marketing Officer bei R&M
R&M stärkt Produktmanagement und Marketing. Hannes Grubinger übernimmt die Position des CPMO in der Geschäftsleitung.
3 Minuten
10. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
Stärkung der globalen Position der Schweiz im Bereich Bildung, Forschung und Innovation - Swissnex-Jahresbericht 2025
Swissnex ist das weltweite Schweizer Netzwerk für Bildung, Forschung und Innovation. Auch im Jahr 2025 hat es seine Mission mit weitreichenden Initiativen rund um den Globus fortgesetzt. Das Berichtsjahr war durch eine verstärkte Fokussierung auf künstliche Intelligenz (KI), planetare Diplomatie, Klimaresilienz und Quantentechnologien geprägt. 
4 Minuten
15. Apr 2026
Steuerfahnder führen Razzia bei Herweck durch
Bei der Herweck AG haben Behörden Geschäftsräume durchsucht. Hintergrund sind Ermittlungen wegen mutmasslichen Umsatzsteuerbetrugs bei Geschäftspartnern des Distributors. Herweck kooperiert nach eigenen Angaben mit den Behörden.
2 Minuten
14. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige